Seleger Moor

Eigentlich war das gar nicht geplant.

Eigentlich wollte ich gar nicht dahin.

Eigentlich……, warum eigentlich nicht?

Spontan kam die Anfrage, spontan war auch meine Antwort. Meine bessere Hälfte war am Arbeiten, der Rest hatte frei.

Relativ früh -um zirka halb neun- waren wir auf dem Parkplatz, es gibt ein schöner, heisser Tag- drum Morgenstund hat Gold im Mund.

Durch eine Eingebung hatten wir beide unsere Spiegelreflexkamera dabei. Es wurde zu einem Fotowalk, einer Fotosafari, wie zwei Profis kamen wir uns vor. Schnell sind wir eingetaucht in die Welt von Büschen, Bäumen, Farne, Blüten und -meer.

An jedem erdenklichen Blütenstand unser Fotografenhandwerk verfeinert, teilweise kam ich mir vor, als gäbe ich einen Kurs. So vergehen Stunden, in denen wir herrlich umherflanieren, schön schattig und immer wieder voll farbigen Überraschungen. Ganz schön waren auch die Spiegelteiche, Frösche begrüssten uns lautstark. Gegen Mittag merkte man einerseits den Temperatur-/ wie auch den Besucheranstieg. Es war nicht mehr so lauschig und ruhig. Aber irgendwie verträgt der Park recht grosse Menge Menschen, so der Eindruck.

Das Seleger Moor ist ein Hochmoor. Der Unterschied zum Flachmoor liegt nicht an der Höhenlage des Moors, sondern weil Hochmoore mit einer Torfschichte von über einem halben Meter die Bewässerung über die Luft und Niederschläge aufnehmen, wärend Flachmoore (z.B. Reussspitz) ihre Nahrung aus dem Grundwasser beziehen, in Flussebenen oder aus unterirdischen Seen.

Robert Seleger hat hier ab 1953 einen Naturgarten der besonderen Art geschaffen. Er begann Rhododendren zu pflanzen und winterharte Züchtungen zu verfeinern. Aber immer lies er auch der Natur seinen Lauf, und griff nur wo nötig ein. Dadurch ist ein Park entstanden, welcher nicht steril und geometrisch ist, sondern sich harmonisch in die Gegend einfügt. Ein perfekter Platz um mal ohne Hast die wunderschöne Natur zu geniessen.

Zu Mittag genehmigen wir uns eine Grillwurst, und geniessen die Sonne. Nach zwei weiteren Stunden fokussieren, zoomen, Blende verstellen, Verschlusszeit anpassen usw. hatten wir genug von Blüten und Bäumen.

Am Ausgang noch uns mit Blumen und Kräutern eingedeckt. Grad rechtzeitig, es begannen am Eingang zwei Reisecars sich zu leeren, und es war ein rechtes Gewusel an Leuten, die nun- zur heissesten Zeit (neidankemersi)-sich ins Geparke stürmen.

Gut, waren wir früh dran.

Angeguckt

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