Belfort, eine Glaserei und ein Flugzeug 

Das war aber eine brilliante Idee, und ebenso brilliant wurde sie erweitert: Mein Liebster erhielt zum runden Geburtstag eine Übernachtung in einem Flugzeug geschenkt. Wie unser Kollegenpärchen auf die Seite hier gekommen sind- keine Ahnung. Aber es war der absolute Hammer. 

Rund drei Stunden von Zuhause, irgendwo in den französischen Vogesen gelegen, erwarten wir gespannt, was uns diese Übernachtungsmöglichkeit bieten kann. Ich habe das Programm noch etwas ausgeweitet, sechs Stunden fahren nur um zu übernachten- e soo scho e bitz e stressigi Sach.

So schlugen wir vor, bereits Freitags in Belfort einzutrudeln, eine Stadt etwa eine Stunde vom Zielort weg. Wir zwei waren schon mal hier, haben Vaubans Festung und Bertholdi’s Löwe bewundert. Damals gings über Le Corbusiers Kirche in Ronchamp ins Burgund.

Das Wetter heiss aber eine kühlende Bise macht den Bummel durch die Stadt recht angenehm. Wir genehmigen uns zwei Monaco’s, dann kommt die befreundete Familie auch an. Es war ein wunderbarer Abend, in der Altstadt an bester Lage gegessen, und über den lausigen- wirklich lausigen-Service gelästert.

Am Samstag- wir können ja erst abends das Flugzeug besichtigen- hatte ich noch was besonderes eingeplant. Ein Ausflug in die Glaserei La Rochère, der ältesten Glasmanufaktur Frankreichs. Lag diese nur zwanzig Minuten von unserem heutigen Ziel entfernt. Wau- das hat sich sowas von gelohnt! Für uns, wie auch für die Fabrik. Ich musste zweimal in den Laden, weil ich auf dem Dépliant noch Espressogläser gesehen habe, welche ich unbedingt haben will. Smile.

Mit vielen freudigen Erwartungen, und kiloweise Glas in den Autos gings Richtung Park, zu welchem das Flugzeug gehört.

Etwa zwanzig Minuten ausserhalb des Parks stiessen wir auf die Caravelle, unser Dehei für heut. Haben die doch tatsächlich ein Flugi auf den Rasen gestellt, es renoviert, und zwei Hotelzimmer drausgemacht. Mit Dusche und WC. Doppelbett und zwei Einzelbetten. Wau! Wir alle hüpfen und freuen uns wie die zwei kleinen Kinder, welche dabei sind. Da kein Restaurant umen war, schicken wir zwei von uns los, zur Suche nach Futter- sprich Carrefour, Casino, wasauchimmer.

So geniessen wir in der Pampa eine wahrlich mediterrane Verpflegung- der Kafi ab dem Sürchler darf danach auch nicht fehlen. Viel zu schnell wurde es wieder Bettzeit- kurz die Nacht.

Am Sonntag war der Besuch des Parkes angesagt- die Kinder sollen spielen, sich austoben. Und wir auch. Sehr einfallsreich ist das Gelände gestaltet, mit Barfusspark, unzähligen Labyrinthen, Escape Room, Wasserrutsche, und vielen originellen Übernachtungsmöglichkeiten. Sei es die Jurte, Tipi-Zelt, Planwagen, Pyramiden, Baumhaus….. sehr kreativ gemacht. Wir versuchen uns auf dem Barfusspfad und den einzelnen Labyrinthen, es war recht unterhaltsam. Die Rätsel, welche wir lösen müssen, können wir auch bei bestem Willen nicht lösen, unsere Fremdsprachenkenntnisse reichen nicht dafür (obwohl ich behaupte, gut französisch zu verstehen). Egal, es war unterhaltsam. 

Nachmittags gings dann wieder Richtung Schweiz- wieder über die vor zwei Monaten endlich durchgängige Transjurassien- die Autobahn A16. In Porrentruy noch mal wunderschön gerastet und den Rest unseres mediterranen Nachtessens verspiesen, kamen wir mit vollem Kofferraum und vielen guten Momenten wieder nach Hause!

Danke nochmals für die brilliante Idee. Echt kool!!

Angeguckt

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