Essen zieht immer

Wir Menschen sind schon kurlig. Es reichen ein paar Essstände, und die Massen kommen in Strömen. Sei es am Quartiertreff, sei es am Unspunnenfest, sei es an einer Worldexpo. Stell nur eine Kochplatte auf, biete was Einfaches, Kulinarisches an- die Leute kommen. Der Anlass wird unwichtig- Hesch xee, da gitts Bratwürst zur Eröffnung: Was wird denn eröffnet? Öööh? Keine Ahnung- egal😊.

Was drum heute auch immer zieht, sind sogenannte Food Festivals, welche momentan aus dem Boden schiessen wie Pilze (an feiner Sosse- weischwiefein). Immer das Gleiche in der Stammbeiz ist so was von out, tasting new tastes, wie es so schön neudeutsch heissen könnt, ist schampar hip. Es werden an diversen (asiatischen, amerikanischern, afrikanischen, europäischen, undüberhaupt) Ständen Probierportionen angeboten, zu meist moderaten Preisen. Da wird man von England über Argentinien zu den Nepalesen und dem Senegalesen weitergeleitet. Kool. Meist ist eine aufgeräumte Stimmung, man redet miteinander, man sitzt zueinander. 

Ob in Barcelona (wo der Foodstand mit „Organic is orgasmic“ beworben wird), das schon seit Ewigkeiten stattfindende Langstrassenfest in Zürich, wo du dich durch die ganze Welt essen (bei Bedarf auch… ) –so!jetzt!!– kannst. Es gibt sie doch überall auf der Welt- Die Food Festivals.

Auch bei uns. Eher zufälligerweise geraten wir am Freitag in Cham an herrlichster Lage am See -ausgerechnet als wir abgemacht haben, fein im Restaurant essen zu gehen – in diesen Auflauf. Ganz erstaunt, dass hier sowas läuft, denn es war nirgens publiziert. Doch nur kurz konnten wir in die Pfannen gucken, unsere Magensäfte produzierten im Überfluss. 

Das Essen und auch der ganze Abend in der Gartenbeiz ist ausgesprochen fein und schön. Wir fühlen uns wohl. Hier nochmals ein herzliches Dankäschön an Mami und René, es war herrlich!

Am nächsten Tag flink den Göppel geschnappt, ab an den See, ans Festival- nachgucken, was wir am Vorabend nur schnell überfliegen konnten. Die ganze Sache ist nicht gross, zehn bis zwanzig Stände. Was uns aber gefällt ist, dass man die Stände quasi als Kreis aufstellt, so dass man Runden drehen kann, und immer wieder am Ausgangspunkt landet. Nicht wie andere Festivals, die sich an einer Strasse entlang aufreihen, und man x-mal rauf und runterlatscht, biss was Gutes im Teller landet.

Wahrscheinlich gefällt es uns drum hier so gut. Weil klein und anderst. Weil eine Erstausgabe. Weil es funktioniert. Klar ist es keine Neuerfindung. Aber herzigst anderst.

Wir waren auch am dritten Tag da. Und auch der Gartenbeizer inklusive seiner Crew.

Täglich

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