Avec la bouche ouvert

Heute war es mal wirklich einmal schön, wir haben sogar einen Sonnenaufgang erlebt. So früh auf und schon vor dem Boulanger parat für das petit déjeuner. 

Was uns auf dem Camping immer wieder amüsiert, die Leute sind meist aufgeschlossen, und wollen immer wissen, woher du kommst (Meist reicht Zürich oder Luzern, was anderes wird nicht erkannt (ich kenn ja auch nur Berlin und Saargemünd, so whats up). Sofort wird erzählt und ausgetauscht, was wo wie wozu zu besichtigen sei. Und überhaupt. 

Ausser morgens. 

Den Hoodie tief über den Kopf, den Frotté-Bademantel zugeschnürt, dass man fast selbst drüber stürchelt. Und kein Blick links, keiner rechts. Zäck- Schnurstracks zur Toilette. So kanns passieren, dass du am Abend zuvor mit Nachbarn ein Gläschen Wein trinkst, und es lustig und interessant ist. Am Morgen aber eisern ignoriert wirst. 

Kurligs Völkchen, die Camper. Auch staunen wir immer wieder, was für ein Inventar so ein Camper hervorbringt. Velos sind schon gar nicht mehr erwähnenswert. Und teilweise ist es eine Prozedur, bis die dann endlich stehen, wo die stehen. Wir sind längst beim Apéro, haben die e-mails gecheckt und können so gemütlich unter unserem Pavillon hervorgrinsen.

Und weil wir auch auf Qualität achten können, sind Gläser aus La Rochère, und Porzellanteller mit Goldrand dabei. Wir finden, das gehört sich so. Und ernten offene Münder, wenn andere mit ihrem Plaste-Geschirr am Spühltrog rumhantieren, und dann kommen wir mit Langenthaler Service, Jemakotücher und Glaskaraffen.

Heute sind es fast sieben Jahre her, seit wir die Alignements in Karnac besucht haben. Ein Foto vom 21.9.2010 17.53 Uhr beweist, dass wir schon mal auf der alten Mühle standen. Gut sind wir früh dran, die Massen wälzen sich erst ran. An einigen Orten sind wir fast alleine, aber schon kurze Zeit später ist die Gefahr von Augenkrebs enorm gewachsen. Denn, was man als Tourist vom Tourist sieht, MON DIEU!  Die Masse überschwappt die ganzen Steinfelder- Es ist wie die Flut an der Bucht von St. Malo. Nur schnell weg hier. Trotzdem war es sehr eindrucksvoll diese Steinfelder zu betrachten, ich lege dir ans Herz, sie auch zu besuchen, lohnt sich auf jeden Fall. Frühmorgens oder -abends ist weniger los, und die Sonne- wenn sie dann auch da ist- gibt ein mystisches Licht. Tun! Unbedingt!

Von Karnac aus gehts gut 1 1/2 Stunden südwärts- wir wollen nach Guérande. Und wenn du ein Feinschmecker bist, weisst du, was wir da machen. Genau- wir begucken die Salzsalinen, und staunen ab der Grösse und der Handarbeit, welche hinter der Gewinnung des feinen Salzes steckt. Im Besucherzentrum decken wir uns mit dem lebenswichtigen Lebensmittel ein, und düsen durch die Salinen weiter.

Unser Nachtlager– irgendwie passend mit unserem Pavillon mit der Stellplatz-Bezeichnung der 40 Ritter der Tafelrunde (Den Gralsbrunnen haben wir gefunden)- bringt uns in die Nähe des nächsten Ziels. 

Morgen gibts die Auflösung.

Gemein, gell?

Aber gut.

Ferien Bretagne

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