Splendido!

Nein. Strahlend- die deutsche Übersetzung des Wortes- hat nicht diese Kraft, nicht diese Ausstrahlung, mit welchem ich diesen Beitrag betiteln will. Drum halt italienisch.

Weil, das kann ich äben auch.

Weils gut tönt.

Weil ichs so will.

Weils so ist.

SPLENDIDO.

Basta.

Wir entschliessen uns, weil es ein wunderschöner Tag werden soll, auch ganz was Spezielles zu machen. Wir wollen auf den Säntis. Dieser Aussichtsberg im Alpstein reizt schon lange, aber irgendwie immer zu weit, zu unsicher das Wetter, zuviele Leute, zu zu…

Ich habe über Panoramaknife, von welchen wir ein kooles Brotmesser besitzen—> und hier muss ich chli Werbing machen, denn das ist wirklich eine gäbige Sache! …mal an einem Fotowettbewerb mitgemacht. Und eine Tageskarte für den Säntis gewonnen. Hui, ich hab mega Freude, auch mal was gewonnen, echtetz?

Die Bergspitze sehen wir bei klarer Sicht vom Balkon zuhause aus, sein Sendeturm ist markant.

So packen wir am Morgen unseren Hubi und gondeln gegen Osten. Wunderschön, wenn der Tag erwacht, die Sonne hintenfüren luegt. Herrlich gemütlich gleiten wir über Berg und Tal Richtung unserem Tagesziel das Toggenburg hinauf, immer bunter, immer farbiger werden die Laubbäume! Herbst, in seiner herrlichster Form.

Auf der Schwägalp, noch tief im Schatten betreten wir die neue Schwebebahn, welche uns ohne Wartefrist schnell und ruhig zur Bergstation bringt, über schroffe Felswände, Kletteren und sogar einem echten Steinbock. Oben angekommen tut sich uns ein Panorama auf, welches seinesgleichen wirklich sucht. Wir sehen unzählige Bergspitzen, Täler, Seen, Nebelmeere. Auch heim sehen wir, müssen wir ja, weil umgekehrt- das geht ja. Hier oben ist es herrlich sonnig und windstill. Ich glaube, wir haben einer dieser seltenen Tage verwütscht, wos wirklich traumhaft ist. Man bedenke, es ist Mitte Oktober, wir sind über 2500 Meter über Meer, und vorallem, in der Schweiz. Wir geniessens extremst, auch von den Leuten her gehts absolut, wir können uns gut vertun.

Gegen den aufkommenden Hunger packen wir uns Teller, Käse, Brot, Fleisch und Kafi und sitzen zu den Bergdohlen auf die Terrasse. Immer wieder gleiten unsere Blicke über unzählige Berge und das wolkenlose tiefe Blau des Himmels. Gegen Mittag, als die Leute von ihrem Samstag-Einkaufen-Trip auch noch den Weg hier rauf finden- Es ist wirklich abartig schön!- machen wir uns auf den Weg nach unten. Wir haben keine Lust, einander auf den Füssen zu stehen, und wenn nach dem Mittag die Sonne fast schon brennt, sind wir wohlbehalten unten an der Talstation und decken uns in der nahen Chäsi mit hiesigem Käse ein.

Hmmm, kein Ploderchäs? Waaas?!

Kein Appenzeller? Waaas?!

In dieser Sache: Warum ist Appenzeller Käse bei uns zuhause nicht gleich wie hier? Begreife ich nie, sollte doch das gleiche Rezept sein? Jedenfalls ist er hier viel viel viel (oh-ein viel zu viel) feiner, mmmmh.

Wir erspähen auf der Schwägalp noch ein Logo, welches wir gut kennen und gerne mit machen: Die Grand Tour of Switzerland. Es gibt seit 2015 eine Tour, die mit dem Auto gemacht werden kann, und einem durch die schönsten Gegenden der Schweiz führt. Sie ist gut beschildert, und hat immer wieder wunderschöne Flecken der Schweiz parat. Es ist nicht Sinn und Zweck, alles an einem Schnurz absuhaspeln, schiinz braucht man 9 Tage bei je 5 Stunden Fahrt täglich, um die ganze Tour (1’600 Kilometer) zu machen. Und die schönen Sachen unterwegs?? Nein, es wär jammerschad, alles an einem Stück abzu(g)rasen- ist auch nicht der Sinn der Idee einer Grand Tour. Vielmehr soll nach Lust und Laune eine Teilstrecke unter die Räder genommen werden, und da die verschiedenen Punkte angefahren werden. Was nützt einem das Kilometerfressen auf der schönen Strasse der Schweiz, wo die Schönheiten links und rechts der Strasse winken?

Der Säntis gehört auch zu der Tour. Auf der Schwägalp hats eine Tafel, kann man föttelen. Drum gehen wir ein Stück mit der roten Route, sie führt uns nach Wildhaus, da gibts was cooles: Eine Picknickbox mit regionalen Leckereien und Wissenswertem der Region. Absolut eine Hammeridee! Die (hoffentlich leergefutterte) Box kann dann an verschiedenen Stellen an der Grand Tour wieder aufgefüllt werden, mit Speziellem aus der entsprechenden Gegend. Feuer und Flamme sind wir, besorgen uns eine söttige Box und freuen uns ab dieser wirklich lässigen Idee.

Gemütlich gondeln wir auf eben dieser Grand Tour über den Pass hinab ins Rheintal. Herrlich windet sich die Stasse ins Tal- wir geniessen die Ausblicke. In Buchs besuchen wir ein uns bekanntes Brockenhaus, leider diesmal ohne Ertrag, hihi.

Da wir schon mal hier sind, besuchen wir liebe Verwandte. Und verbringen wirklich wunderschöne Stunden am Fuss des Pizols. Gegen Abend tuckern wir gemütlich nach Hause, voll von guten Eindrücken, Ausblicken, News aus der Verwandtschaft, und wieder einmal der Bestätigung, gemeinsam eine wunderschöne Zeit zu verbringen. Die schönste Zeit meines Lebens.

❤️

Angeguckt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: