Kostbare Perle am See

Geplant wars schon länger-Die Begegnung mit diesem 1000-Jährigen Gesellen an den Gestaden des Zugersees. Ich wollte schon lange mal dahin, ein Schloss mit Park zum angucken, wo gibts das schon. Und so nah.

Es ist in Privatbesitz, und meist nicht zugänglich. Immer wieder hört man, dass es der gemeinen Bevölkerung an gewissen Tagen erlaubt, seinen auf einer Halbinsel liegenden fantastischen Park zu bestaunen und besichtigen. Aber es war nie so wirklich offiziell, wie beispielsweise das Schloss St. Andreas in Cham, welches seine Öffnungstage sogar im Amtsblatt ankündigt.

Also, wann ist nu der Tag der offenen Tür? Wenn der Rhododendron blüht? Am 1. August? Im Herbst? Viele Gerüchte schwirren da rum, und auch die Suchmaschine im Internet ist gar schmürzelig mit Infos.

Dieses Schloss mit sehr viel Umschwung, Park, Scheunen und Häuser- Also der gesamten Halbinsel- Hat sich vor ein paar Jahren ein Schweizer Pharmariese unter den Nagel gerissen. Ein Fluch und Segen gleichzeitig sozusagen. Für mehrere Millionen Batzeli hat er mitten ins Gelände einen Betonbunker gestellt, welcher nun als Tagungsort und Schulungsraum vom Unternehmen für Führungskräfte genutzt wird. Ein jeder Anderer hätte keine Baubewilligung bekommen, und müsste die unter Schutz stehenden Gebäude nach strengen Vorgaben instandhalten, könnte kein Gramm Erde abtragen lassen und käme vor lauter Einsprachen so nie auf irgendwelche grüne Zweige.

Aber so ein Riese, der kann das. Er restauriert sämtliche Gebäude, stellt den Park wunderschön intakt, und bettet das Tagungszentrum so gut in die Landschaft, dass sie trotz der riesigen Grösse und in Gestalt eines Betonblockes überhaupt nicht stört.

An diesem Morgen sind wir länger im Bett geblieben, waren wir vortags länger im Ausgang.

So frühstücken wir friedlich auf unserem Balkon, mit Sicht gegen die besagte Halbinsel- als sich mir die Info in den Kopf drängt, hmmm, wann hat der Park nun offen? Ein kleines Velotüürli wär na glatt… Warscheinlich haben wir den Termin verpasst, nun ja. Schauen wir halt nächstes Jahr oder so….

Irgendwie finde ich im WWW die Nachricht, dass HEUTE der Park offen sei. WAS? JUHUUU!!!

Und so sitzen wir kurzdrauf auf unseren Velos, und gondeln Richtung See und Schloss. Es hat hier erstaunlicherweise wenig Leute. Liegts dran, dass es das Auffahrtswochenende ist, und alle sich wie blöd am Gotthard stauen? Oder weil es äben nicht so richtig publik ist? Egal- wir geniessens!

Der Eintritt ist frei, ich mutmasse, dass der Obolus über die Medikamente des Pharmariesen übernommen wird- Also bedanken wir uns bei allen, welche auf diese angewiesen sind und diese auch leider kaufen müssen. Immerhin was „Sinnvolles“- Weil Villen für die Besitzer, das ist egoistisch, von dem habe ich nichts…

Das Schloss Buonas habe ich schon etliche Male gesehen, halt einfach von Weitem und von der anderen Seeseite. Am Nächsten kommt man mit dem Schiff auf dem See, es fährt recht nah um den Schlosspark rum auf seiner Tour auf dem See.

Aber nun stehen wir in diesem fantastischen Park, gucken nach links, gucken nach rechts, staunen und saugen die wunderschöne Landschaft mit unseren Augen ein. Die Aussicht über den See Richtig Zug oder Arth ist fantastisch- Habe ich denn schon erwähnt, dass das Wetter heute wolkenlos, angenehm warm und nur leicht windig ist?

Herrlich!

So schlendern wir zum Schloss, auf den Schlossplatz, bewundern die Aussicht, den Brunnen, die Gebäude. Oh, eine Schulklasse verkauft Getränke und Kuchen, cool. Rein in die Gebäude können wir nicht, da wohnen noch Leute. Och.

Wau! Wie sich wohl in dieser Idylle leben lässt?

Am Glockenturm und Landhaus vorbei- die Rhododendren blühen in abartig knalligen, unzähligen Farben- gehts runter zum Weiher. Also Giverny kann den Monet ruhig für sich haben- Das hier ist viiiiel schöner! Am See entlang machen wir den grossen Rundweg, er führt zum See und um die bis dato uns unbekannte Halbinsel. Eine Gärtnerei rundet unseren Besuch ab, schön, wie hier gehegt und gepflegt wird.

Viel zu schnell ist der Rundgang zu Ende- Wir stehen wieder am Eingang.

Ganz erfüllt von den herrlichen Eindrücken radeln wir nach Hause, mit dem Vermerk, wieder mal hier reinzugucken.

Ist das schön!

Angeguckt

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