Im Züri Zoo

Heute verzelle ich dir über einen Sonntagsausflug, inkl. Kind und Kegel. Mit einer gut befreundeten Familie. Das heisst, fünf Erwachsene, drei Kinder. Ist immer wieder herzig, was zusammen zu unternehmen. Und auch die Kinder sind würkli süss. Wir flügeln gerne miteinander aus, irgendwie passen wir zueinander. Weil der Terminkalender des einten weiblichen Teils unserer Gruppe aber schon Monate im Voraus fest ausgebucht ist, längts amix für öppen einen Ausflug pro Jahr.

Immerhin. Alldaas.

Diesmal führt unser Ausflug in den hinterten obersten Eggen der Stadt Zürich: Den Zoo.

Der Ausflugshotspot mit einer Kinderwagendichte von Drei Stück pro Besucher. Vorallem sonntags. Und herrlichem Wetter. Eigentlich immer. Da gibts Modelle- Teilweise exotischer wie Tiere, welche hier gezeigt werden… Ein Buggy-Laufsteg quasi.

Schon relativ früh haben wir mit unserem Auto die ganze Stadt durchgequert, damit wir einen der begehrten Parkplätze für sechs Stunden kaufen können (im Ausland wäre für den zu bezahlenden Preis schon ein Mittagessen inkl. Getränke drin, aber hier hast erst mal dein Gefährt legal deponiert…). ÖV, sagst du? Ja, das käme noch teurer als mit Auto, da reicht der Chilbibatzen ja nienet me hii! Und den Eintritt hast ja au noni. Von Verpflegung ganz zu schweigen…

Wir kaufen Eintrittstickets für den Zoo und warten auf unsere Freunde. Wahnsinn, was da abgeht, alle zehn Minuten, wenn das Tram hier hält, ergiesst sich eine regelrechte Buggywelle über uns, und auch zwischen den Zeiten gehts hier gwaltig gschäftig zu und her. Im Zoo selber verteilt sich die Menge, ist das Gelände doch recht weitläufig, und es ist ja noch Morgen. Da Anfangs März, sind die Tiere oft noch in ihren Winterlagern, die Aussengehege sind noch relativ leer.

Wir nehmen die erste Etappe unter die Füsse/Buggy, die ersten Häuser mit Reptilien, Pinguinen, Ameisenbären werden beguckt. Das australische Outback draussen ist cool gemacht, hat einfach fast keine Tiere drin, weil noch keine Saison.

Überall hats kleine Kioske; Zeit für eine Kaffeepause. Und für die Kleinen überall viele Spielplätze. Was soll man den ja auch im Zoo, wenn nicht zum Spielplatz?

Viele Gehege wurden den heutigen Anforderungen angepasst, andere sind noch zu eng für artgerechte Haltung. S’hat für jeden was.

Die Verpflegungsstände sind qualitativ erstaunlich gut, vom Preis her eher hoch, aber noch so akzeptabel. Das Personal bewundernswert freundlich. Man kann auch sein Picknick selber mitbringen, es hat überall viele Bänke und Tische. Bei dieser Buggydichte halt eher schwierig einen Platz für uns alle zu ergattern, aber wer geht schon selber Sonntags in den Zoo.

Mit Kindern.

Und Buggy.

… Äh. Jawoll.

So verpflegen wir uns aus dem Rucksack/ den Imbissbuden. Und sind zufrieden, weils Wetter immer besser- sogar sonnig wird. Wir begucken relaxte Fischotter, stinkende Flamingos (so ein kurliges Tier..!), tauchende Robben, wandernde Tiger, träge Löwen. Eine riesige Artenvielfalt zeigt sich dem interessieren Besucher. Vögel in allen Grössen, Reptilien, Fische, Pinguine, wasweisichnochalles.

Auf der Suche nach einem Glace gehen wir am Nachmittag auch zum Zoolino, dem speziell für Kinder gemachten Zoo im Zoo. Hier können Geissen gestriegelt, Esel geritten, Hühner gestreichelt werden. Vorallem für die Kiddies sicher ein Highlight. Ist die Idee auch wirklich toll, denn normalerweise trennt ein Hag die Tiere vor uns Zweibeinern.

Das Elefantenhaus wurde eigentlich nur aufgesucht, weil wir auf der Suche nach einem kleinen Dessert waren. Auch die grandiose Masoalahalle wurde mangels Kondition und Konzentration zügig durchschritten. Am Änd gabs das versprochene Glace und Chinaramsch aus dem Souvenirshop.

Die Leute, hier am späten Nachmittag eher gedrängt und auch hart über der Ausdauergrenze würgen die Halle im Eilzugtempo ab.

Aber für diese Halle lohnt es sich, sie separat und mit Zeit zu besichtigen, am Besten morgens oder sogar mit einer geführten Begehung abseits der offiziellen Pfade, bevor der Zoo öffnet. Wirklich imposant, durften wir das auch schon mal miterleben.

Überall im Zoo prangen Spenden-, Gönner- und Mäzene-Tafeln. Ohne sie wär der Betrieb hier schlicht undenkbar. Wenn ich denke mit was für Geldbeträgen hier budgetiert wird, und das mit meinem Zoo im Tessin vergleich- Jösses, das sind Welten!

Ich bin so hin-und hergerissen zwischen Faszination der gezeigten Flora und Fauna und Abscheu der Menschenmasse, weis nun gar nicht, wie ich den Besuch im Zoo Zürich einordnen soll.

Gefällts mir hier, oder nicht?

Ich bin leicht überfordert.

Ganz ehrlich- Ich bin lieber in Magliaso. Ist friedlicher da. Und mein Löwe Alex ist auch da. Und man wird nicht gleich von der immensen Artenvielfalt erschlagen. Und dem weitläufigen Gelände.

Aber trotzdem: Es war wunderschön hier im Züri Zoo.

Hab nun ein Über-Depot an

Übertier-ung,

Überkinderwagen-ung,

Überartenvielfalt-ung,

Überfamiliensonntagsausflug-ung.

Uff!

Aber der Ausflug war lässig.

Freu mich auf die nächsten Ausflüge mit der Familie.. Ballenberg, wir kommen…

Angeguckt

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