Ein vergnüglicher Tag

Wir waren mal wieder zusammen mit unserer Lieblingsausflugsfamilie unterwegs.

Die wackere Familie aus dem Thurgau und wir zwei unternehmen gerne was zusammen. Gemeinsam waren wir schon an unserer Hochzeit im Tessin, übernachteten in der Jurte in Réclère, waren in Reichweite von Belfort im Flugi inklusive der Glasmanufaktur La Rochère, besuchten einige Male das Freilichtmuseum Ballenberg, und verbringen zusammen (mittlerweile sind wir zu siebent) würkli amigs eine lässige Zeit.

Irgendwie haben wir zueinander gefunden, aus einer flüchtigen Bekanntschaft beim schaffen wurde eine schöne bleibende Verbindung- Als herziges Detail ist mein Liebster Götti vom dritten Kind. Das ist doch wirklich schön.

Da wir eine Stunde voneinander wohnen, sind wöchentliche Besuche nicht möglich, aber so 2-3 Mal pro Jahr sehen wir uns.

Das mit den Ausflügen hat sich so ergeben, wir haben da ähnliche Interessen, trotz oder eben grad wegen den Kindern.

Dieses Jahr möchten wir hierhin. Der Turm wurde im Mai 2017 eröffnet, und bietet eine schöne Rundsicht. Über den Bodensee, ins Thurgau- Das wärs doch.

Zweimal scheitern unsere Pläne, entweder wettermässig, oder dem Gesundheitszustand der Kinder (oder Papi- wie man beliebt). Kann man nix machen, ist höhere Macht.

Aber diesen Samstag sollte es klappen. Leider sind die Wettervorhersagen recht schlecht, und wenns schifft, macht das bröötlen im Wald auch keinen Spass. Trotzdem wollen wir was gemeinsam unternehmen, und suchen adäquate Alternativen.

Wir zwei würden gärn in der Nähe des Turms das Schloss Arenenberg besuchen- Hat ja au mit Napoléon zu tun. Ist halt äben ein Schloss, also längwiilig für Kinder, vorallem weil nur mit Führung besichtigt werden kann. Aber da wir eh in Thurgau weilen, könnten wir zwei ja gliich gehen um uns danach mit der Familie zu treffen. Zu unserer Überraschung kommt die Familie aber trotzdem auch zum Schloss mit, für die Kinder-und ihre Eltern- eine kleine Belastungsprobe. Egal, trotz Regen wars sehr interessant, wie da Bonaparte’s Nachfahren gehaust haben (War’s nun Louis Napoléon, Napoléon Louis, Lulu, Hortense, Josephine…. öööh??). Im Souvenirshop gabs holländische Fleur-de-Lys Beckeli- Uuuuuuhüpsch.

Am Rhein entlang tuckern wir gemütlich nach Neuhausen, um da am Rheinfall das Smilestones besuchen.

Sagt dir sicher nix, der Name ist chli gekünstelt und hat nur entfernt und gesucht was mit Lächeln zu tun.

Lohnt sich aber auf jeden Fall- Ist nämmli lässig. Wer schon mal wie wir in Hamburgs Miniaturwelt war, und da gestaunt hat, was in Kleinstarbeit Grossartiges geschaffen wurde, weiss, was ihn hier erwartet. Klar, nur ein kleiner Bruder, aber alldaas! Und vielversprechend ist es auf alli Fäll.

Topmodern mit Buvette, Souvenirshop inmitten alter Industriehallen. Auch hier eine auffallende Paralelle zu Hamburg. Sehr interessant wird einem alles in Miniaturen gezeigt, vieles Fantasie, aber auch angelehnt an die Schweizer Landschaft gibts unzählige Details zu entdecken.

Das Bett im Kornfeld ist schon fast klassisch.

Der Sexshop hinter der Kirche auffälliger als ein Original.

Pfauen stolzieren im Garten, wer hat den schon keinen Pfau im Garten?

Das Büsi trinkt Milch direkt ab der Milchabfüllungsanlage.

Das Seifenkistenrennen ist in vollen Gang.

Es ist Markttag in Schaffhausen.

Die Hasenkinder lernen in der Hasenschule, wie man Ostereier bemalt.

Und, und, und…

Da kann man immer wieder gucken und Neues entdecken. Und mit vielen Tastern kleine Aktionen starten (Hirsch dreht Kopf, Mann hackt Holz, Lift fährt hoch..).

Dass auf den Strassen Autos und Lastwagen fahren, und die Züge in den Schienen ihre Kurven abspulen, wird beinahe zur Nebensache.

Auch die Tag/Nacht-Sequenzen sind wie in Hamburg. Sobald es „dunkel“ wird, gehen die Strassenlaternen an, das Licht in den Häusern, die Leinwand im Autokino. Huau!

Was nochli fehlt, sind Feuerwehrautos, die mit Tatütata durchs Gelände düsen. Odr so.

Bin aber überzeugt, die lassen sich schon noch was einfallen. Es ist auch besuchermässig angenehm- In Hamburg, wenn da keine reservierten Abendtickets hast, tschau zäme…

Der Preis von 19.– ist auch equal wie in Hamburg. Das gibt zu studieren.

Die Kinder haben de Plausch, mit Suchen des Knorrli’s sind sie lange beschäftigt. Zur Belohnung gibts was kleines, Würziges (Ich sag‘ nicht, was- sonst ist die Spannung wegg!).

Wir gucken noch den Film zur Entstehung der Miniaturwelt, und staunen ab der Grandiosität der noch im Bau befindlichen Abschnittes des Berner Bergmassivs um Eiger, Mönch und Jungfrau.

Gwaltig!

Ich könnts nicht. Finöggelen, möölelen, kläben, mit Lupe und Pinzette Stunden-/Tage-/ Monatelang.

Uuuh- Nei!

Aber den Respekt habt ihr. Ufallfäll!

Und wir kommen sicher wieder mal hierhin- Zum sehen, wie weit der kleine Bruder von Hamburg gediehen ist.

Am Abend noch zusammen grilliert-

S‘ war mega gmüetli.

Freuen uns auf s nächste Uusflügli zäme.

Dankä villmol.

Angeguckt

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