Roadtrip über Feldkirch

Wieder einmal liegt ein wunderschöner Ausflug hinter uns. Höchst zufrieden strecken wir unsere Beine nach Rückkehr der Tagestour unter den Balkontisch, lassen den spannenden Tag Revue passieren:

Unser heutiges Anguck-Ziel ist Feldkirch, ein hüpsches Städtchen im österreichischen Vorarlberg. Feldkirch? Wieso ausgerechnet Feldkirch?

Wir besitzen ja jeweils für unsere Ferien eine österreichische Sim-Karte, mit welcher wir Roaminggebührenfrei auf das Mobile zugreifen können. Immer noch nicht „gibt“ es sowas in unserem Heimatland, da sind wir zu träge (aber wegen 1.30 Franken den Zoll aufsuchen, um die Mehrheitsteuer abzustempeln- jahaa! Das tun wir…).

Egal. Nun hat unser östliches Nachbarland gefunden, so söttige Prepayd-Abos müssen nun auch registriert werden, flattert ein Aufruf ins Haus- Wir sollen uns registrieren.

No Problem- Tuckern wir gemütlich ins wunderschöne Feldkirch, zum Anbieter. Lohnt sich. Und macht auch Spass.

Das Städtchen, versteckt hinter einem Hügelzug gelegen, ist noch intakt geblieben, prächtige Häuserzeilen, Pflastersteine, und sogar ein Schloss machen die Kulisse perfekt.

Wir parkieren unseren Hubi im zentral gelegenen Einkaufszenter- ein idealer Ausgangspunkt zum Entdecken der Altstadt.

Heut ist sehr viel los- Es ist Markttag! Herrlich frische Waren werden feilgeboten, und viele Besucher füllen ihre mitgebrachten Körbe, Hackenporsches und Velokörblis mit dem Feilgebotenen. Scheint hier noch zu funktionieren, das Markttreiben fasziniert uns.

Schnell in den Shop- die Karte registrieren lassen, zwei Minuten später sind wir der Aufgabe erledigt wieder draussen- Nun haben wir den ganzen Tag zu unserer freien Verfügung. Juppie!

Also erst mal ’n Espresso. Und noch einer. Wir gucken dem Marktgewusel interessiert zu, wir haben sogar 1. Reihe-Plätze. Genial.

Anschliessend bummeln wir durch die schönen Gassen der Altstadt, schaufensterlen, und gehen auch in ein paar Läden, dies bei uns nicht gibt. Das Wetter isr chli bedeckt, aber trocken. Ideal für ein Städtebegucken. Die Altstadt ist nicht gross, aber lohnenswert zum anschauen, immer wieder verweilen wir an Plätzen, vor Geschäftern, wo es halt was zu gucken gibt.

Nach einem Schinken-Käsetoast und einem chli Mau-Mau Kaffee beschliessen wir, nicht auf dem direkten Weg nach Hause zu fahren, sondern -weil nur 30 Minuten entfernt- ins schöne Appenzell zu fahren. Gemütlich gondeln wir über Berg und Tal, lassen Raser an uns vorbeiziehen und geniessen die Urtümlichkeit dieses Fleckens Heimat.

In Stein gehen wir in die Appenzeller Schaukäserei, feinen Appenzeller Käse posten. Mmmmh, fein (Und einen Schinken, der mich noch tagelang plagen wird…).

In Herisau biegen wir links ab, wir möchten nicht auf die Autobahn. So gondeln wir weiter, der Bahn entlang Richtung Degersheim, Mogelsberg…

Mogelsberg? War da nicht…? Jaaa, genau der erste Baumwipfelpfad der Schweiz. Im letzten Jahr eröffnet, und mit über 300’000 Besucher ziemlich überrannt.

Wir waren auf unserer Deutschland- Reise schon einmal auf einem söttigen Pfad– hat uns da schon sehr gut gefallen.

Wären sicher auch schon früher hierhin ins Neckertal gekommen-Nur liegt es ziemlich im Gjätt, wenn man nicht grad aus dem Neckertal kommt. Neckertal? Kenn ich ja nicht mal. Wo ist denn das? Das Tal gehört zum Toggenburg, mit Lichtensteig, Hemberg, Brunnadern ein paar hüpsche Perlen, welche einen Ausflug lohnen. Und halt eben der Baumwipfelpfad in Mogelsberg. Sehr gut beschildert führt uns der Weg zur Sportanlage, wo das Auto abgestellt werden kann (sogar in einer ausrangierten Tennishalle- wo gibts denn so was?). Der Weg zum Ziel ist zwar steil, aber eröffnet den weiten Blick ins hüglige Toggenburg, bei guter Sicht bis in die Glarner Alpen.

In gemütlichen 10 Minuten ist man oben auf dem Hügel- hier ist die Sicht herrlich- Sehe ich da den Bodensee?

Vor dem Baumwipfelpfad sind viele Feuerstellen mit Bänken, laden zum grillen ein. Auch ein Blockhaus steht da, kann gemietet werden. Wir werden freundlich begrüsst, der Shop bietet auch für söttige, die das Grillgut vergessen haben Ersatz an (inkl. Körbli mit Anfeuerholz und Anzünder- Hammer!). Wir brennen aber auf den Pfad- Los!

In den TripAdvisor Bewertungen sticht eine negative Bewertung aus, welche ehrlich uns bis dato davon abhielt, hier hin zu kommen. Wenig informativ sei es, schnell durchlaufen…. Da muss ich vehement widersprechen, und hab dies auch mit einem eigenen TripAdvisor Eintrag gemacht. Denn wenn man sich die Zeit nimmt, und vom Grossstadtgetue runterkommt, hat man hier vergnügliche Stunden, kann verschiedene Holzarten begreiffen, lernt die Waldbewohner kennen, und hat immer wieder wunderschöne Aussicht auf die Region. Sieht die verschiedenen Abschnitte des Baumes, und kann sich immer wieder hinsetzen, um zu betrachten.

Auf dem Waldboden laden Spielmöglichkeiten wie die Holzkugelbahn, das Holzxylophon, und weiteres zum Verweilen ein.

Wir finden- lohnt sich für den, der auch das Auge (und die Nase) offen hat. 15.– sind auch nicht viel. Für das was einem geboten wird. Wir beobachten das Ausfliegen der Flugameisen- ein eindrucksvolles Ereignis. Und lernen einiges über die Waldbewohner.

Und von den Leuten her, war es fantastisch- etwa 10 Nasen- haben da wohl ein perfektes Zeitfenster erwischt.

Nach dem Besuch des Pfades höcklen wir noch chli auf den Picknick-Bänken und lassen den Gang durch die Baumwipfel nochmals in Gedanken passieren.

Auf dem Heiwäg hat’s uns noch wunder genommen, ob der Kägi-Shop in Lichtensteig nicht doch noch eventuell einen Selbstbedienungsautomat hat. Leider nein- Das wär der Clou gewesen. Gemütlich tuckern wir über den Ricken, in Rappi über den Damm, über Feusisberg nach Menzingen. Staunen, vom Ägerital her kommend über die Grösse der Arena in Zug, welche nächstes Wochenende voll sein wird: Das Eidgenössische Schwing-und Älplerfest. Wie du weisst, haben wir sogar Tickets. Und freuen uns usinnig drauf.

Ich muss nur noch meine Unpässlichkeit (eben-der Schinken) bis dann weghaben. Uff!

Angeguckt

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