<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Persönliches &#8211; Remos.blog</title>
	<atom:link href="https://remos.blog/category/persoenliches/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://remos.blog</link>
	<description>Das Leben ist viel zu unterhaltsam, um gewisse Anekdoten nur für sich zu behalten.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Jun 2025 20:00:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-CH</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/06/image-150x150.jpg</url>
	<title>Persönliches &#8211; Remos.blog</title>
	<link>https://remos.blog</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">167612990</site>	<item>
		<title>Manchmal ist günstig billig</title>
		<link>https://remos.blog/manchmal-ist-guenstig-billig/</link>
					<comments>https://remos.blog/manchmal-ist-guenstig-billig/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2025 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=22440</guid>

					<description><![CDATA[Es ist doch nach bald zehn Jahren wieder mal an der Zeit, mir ein neues Nasenvelo/Vorfenster/Glotzofon/ Intelligenzprothese -sprich eine Brille- anzuschaffen. Die momentan Aktuelle, eine echte Holzbrille aus dem Hinterland von Bergamo war für mich ein absolut geliebtes Designerstück und wurde sogar mit meinem Namen graviert. Das würkli Spezielle an<a class="moretag" href="https://remos.blog/manchmal-ist-guenstig-billig/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9329-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-22447" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9329-1-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9329-1-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9329-1-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9329-1-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9329-1.jpg 1500w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p>Es ist doch nach bald zehn Jahren wieder mal an der Zeit, mir ein neues Nasenvelo/Vorfenster/Glotzofon/ Intelligenzprothese -sprich eine Brille- anzuschaffen. Die momentan Aktuelle, eine echte Holzbrille aus dem Hinterland von Bergamo war für mich ein absolut geliebtes Designerstück und wurde sogar mit meinem Namen graviert. Das würkli Spezielle an dieser Holzbrille aus der norditalienischen Manufaktur war, dass sie aus über zehn feinen übereinander gelegten Holzschichten bestand und man die Schichtfarben beliebig selber auswählen, kombinieren und herstellen lassen konnte. Fand das vor gut zehn Jahren eine echt tolle Idee. Sie war entsprechend teuer, mit 1300.- Franken doch etwas hoch gepriced.</p>



<p>Es war es mir jedoch absolut wert, und ich muss sagen, die Qualität hält auch heute noch nach so vielen Jahren.</p>



<p>Trotzdem möchte man doch auch mal wieder was Anderes, was Neues, es ist ja ein modisches Accessoire, das einem begleitet. Und durchs jahrelange Tragen bei Wind und Wetter hat sich die Brille auch etwas abgenutzt. Und die Gläser weisen Kratzer vom reinigen auf. Und eine Holzbrille reinigen, das ist gar nicht so einfach- weil feuchtigkeitsempfindlich.</p>



<p>In den letzten Jahren merke ich auch, dass meine Sehstärke sich etwas zum Ungenaueren verändert hat, und neue Sehgläser mir wieder helfen würden, bitz schärfer (aus)zu sehen.</p>



<p>Dann kam ja der OP-Termin mit meiner Flügelfell-Entfernung grad recht, denn:</p>



<p>Es ist nun echt Zeit für ein neues Gebrüll!</p>



<p>Seit ich im 1997 meine zweite Brille kaufte, vertraute ich auf die fachliche Beratung von Nicole. Sie schloss damals grad die Ausbildung in Zug als Optikerin ab, und hat mich immer stilsicher und sehr gut beraten. Auch als sie nach Steinhausen arbeiten ging, schätzte ich ihre gute Einfühlsnahme und fachliche Kompetenz sehr, und kaufte einige Brillen bei ihr. Der letzte Arbeitsplatzwechsel ihrerseits war dann nach Unterägeri, und da kaufte ich vor ein paar Jahren meine erste korrigierte Sonnenbrille bei ihr.</p>



<p>Nun, nach Ägeri hoch fahren, nur wegen einer Brille, das schien mir schon bitz übertrieben.</p>



<p>Ist ja gar ab der Welt, smile.</p>



<p>Also hörte ich mich mal in meinem näheren Umfeld um. Es gab einige Optiker hier in der Umgebung. Und der günstige Fielmann aus Deutschland soll schiinz gar nicht so schlecht sein. </p>



<p>Lugen wir da mal.</p>



<p>Die <a href="https://remos.blog/?p=22391" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Odyssee mit dem Auge</a> war erst wenige Tage vorbei, ich wusste, noch kann ich mir keine neue Brille machen lassen, das muss zuerst verheilen, dann der Augentest, und erst dann kann der Auftrag zum Brillengläserschleifen gegeben werden.</p>



<p>Aber Brillengesteller könnte ich doch im Vorab schon mal angüxen gehen? Und mir so etwas Vorfreude verschaffen?</p>



<p>Äbe scho, gäll?</p>



<p>So stehen wir an der Bahnhofstrasse in Zug, und trampen an einem ganz gewöhnlichen Donnerstag Nachmittag in die Filiale von Fielmann.</p>



<p>Es hat erstaunlich viele Leute hier, es sind sicher zehn Tische an denen Leute sitzen und sich angeregt mit den Verkäufern unterhalten.</p>



<p>Okey, das scheint ja gut zu sein, wenn schon unter der Woche söfu Leute da sind.</p>



<p>Ich trete an den Tisch vom Empfang und äussere meinen Wunsch gegenüber den zwei mich musternden Damen, für mich eine neue Brille und eine neue Sonnenbrille anschauen zu wollen. Das einte Fräulein wandte sich ab, und die andere fragte, ob ich denn ein Rezept habe? Ich verneinte, da die OP erst wenige Tage vorbei war, aber es ginge nur mal um ein passendes Modell, eine Vorabevaluation..</p>



<p>Sie nahm mich mit und zeigte im Verkaufslokal auf verschiedene Gesteller in denen haufenweise Brillen ausgestellt waren. Wir sollen uns doch mal umsehen, und wollte schon wieder abtuuben.</p>



<p>Hä? Wart mal!</p>



<p>Ich tackerte sie fest mit der Aussage, ich hätte diese neuen Brillen gesehen, die mit Magneten ausgestattet sind und man die Sonnenbrillengläser nur vorne an die Brille klacken könne. Sie nahm etwas demotiviert ein Holzschachteli hervor, und gab aus fünf verschiedensten Gestellern im Laden fünf Modelle raus, das seien diese Modelle, mehr gäbe es nicht. Beim dritten Griff nach einem Modell lief sie in einen Kunden rein, der vor einem Gestell am Tisch in ein Beratungsgespräch vertieft war.</p>



<p>Chli arg ungeschickt, die Gesteller gleich hinter den Beratungstischen zu platzieren. Sieht vielleicht gut aus, wenn man aber Brillen holen möchte, muss man immer über Köpfe und vor fremden Gesichtern durch sich das gewünschte  Brillengestell erhaschen.</p>



<p>Äääh!</p>



<p>Henu. Schauen wir mal.</p>



<p>Sie drückte mir dann das Holzkistli in die Hand, und erwähnte am Davonlaufen, wenn ich noch mehr Infos bräuchte, soll ich mich wieder beim Empfang melden.</p>



<p>Wie bitte?!</p>



<p>Wieso lässt die mich jetzt alleine stehen?</p>



<p>Im Nachhinein hätte ich da endgültig den Laden verlassen sollen, aber ich wollte mal sehen, was es hier für Modelle und Auswahl gab. Denn Brillen hats hier zuhauf.</p>



<p>Die zusammengestellten Modelle mit Magnetvorrichtung gefielen mir nicht sonderlich gut. Einzig eine blaue Brille hätte in einer anderen Farbe mir noch gefallen können.</p>



<p>Ich probiere noch ein paar Modelle, zirkle immer wieder um volle Beratungstische, und den viel zu kleinen Spiegeln an der Wand, denn ich wollte doch sehen, wie die verschiedenen Brillenfassungen in meinem Gesicht aussehen.</p>



<p>Ich ging mit den probierten Modellen wie abgeboten wieder an den Empfang, und fragte die gleiche Frau vom Anfang höflich, öb es denn für die blaue Brille auch noch andere Farben gäbe…?</p>



<p>Da müsse ich mich an einen Berater wenden.</p>



<p><strong>WTF?!</strong></p>



<p>Bin ich denn hier in der Post gelandet?</p>



<p>Will man mich nicht beraten, oder was?</p>



<p>Was genau ist die Aufgabe dieser anscheinend völlig überforderten Empfangsdame? </p>



<p>Man muss dazu noch sagen, wir waren beide plusminus zirka im gleichen Alter, also von wegen „heutige Jugend“ oder „Null-Bock-Generation“, oder ähnlichem.</p>



<p>Was blieb mir übrig, als Hals über Kopf den Laden zu verlassen und zu schwören, nie wieder einen Fuss in dieses Geschäft zu setzen.</p>



<p>Also so schlecht bin ich noch nie beraten worden. Nicht mal unsere IT gibt sich sowenig Mühe. Bin recht verwundert, oder besser bitz geschockt.</p>



<p>Das war nun würkli absolut die Höhe!</p>



<p>Ich hätte es verstanden, wenn ich nur eine Billiglesebrille für 9.90 Franken kaufen wollte, aber es ging um eine neue Brille und Sonnenbrille mit geschliffenen Gläsern. Ich hätte auch hier gerne eine vierstellige Summe ausgegeben- Aber anscheinend hat man mich hier echt nicht nötig.</p>



<p>Oder ich bin nicht die Zielgruppe.</p>



<p>Nun gut! </p>



<p>Ich schnurstracks über die Strasse, zu einem Optiker. Wie gesagt, Zug hat einige Optiker. Hier drüben war das Geschäft Streuli Brillen, das von mir schon mal erwähnte Geschäft, wo Nicole nach ihrer Lehre arbeitete. Hier habe ich damals vor Jahrzehnten meine zweite Brille gekauft.</p>



<p>Es war vielleicht Zufall, vielleicht musste es so sein dass ich grade hier hin ging, ich brauchte nach der Budget-Drive-thru-Abfertigung richtige fachliche und herzliche Bedienung, die auch bitz auf mich einging. Ein paar Modelle angucken und dann wieder weiterzuziehen.</p>



<p>Ich muss sagen, die Beratung war würkli perfekt, immer wieder zauberte er neue schöne Modelle hervor, riet von diesen Magnet- oder Clipsonnenbrillen ab, und ich durfte auch ans Sonnenlicht nach draussen, um die Brillen in Natura ohne Kunstlicht zu bewundern.</p>



<p>Wir finden für mich ein recht spezielles Gestell (japanischer Herkunft, in dunklem Blau) und in die salbeifarbene Sonnenbrille hab ich mich sofort absolut verliebt.</p>



<p>Klar fühle ich mich geschmeichelt, wenn man mir sagt, dass mir fast jede Brille steht. Hab aber grad klar gemacht dass eine knappe Note 8 nicht meinen Anforderungen genügen würde, smile.</p>



<p>Challenge accepted!</p>



<p>Wir waren auf der selben Augenhöhe, und ich wollte was Schönes für mich!</p>



<p>Ich habe mich sehr wohl gefühlt hier im Fachgeschäft, und man hat mir nun diese zwei schönen Brillen reserviert, bis mein Auge verheilt, und bis ich mit einem aktuellen Brillenrezept wieder hier auftauchen werde.</p>



<p>Die Kundenkartei wurde aktualisiert, ich war noch vermerkt nach bald 30 Jahren!</p>



<p>Klar, die Brillen kosten nicht 39.90 Franken. Aber die fachliche Beratung ist mir bei der Brille halt schon noch wichtig und des Geldes wert. Sonst kann ich sie auch an jedem Kiosk oder online in China kaufen.</p>



<p>Ich freu mich grad mega riesig auf die zwöi würkli tollen Brillen, kann kaum abwarten, endlich den Augentest zu machen, und wieder bei Steuli Brillen aufzutauchen.</p>



<p>Aber erst muss das Auge verheilen und die Schutzlinse weg. Ich muss sicher sein, damit ich wieder scharf gucken kann</p>



<p>Eventuell wirds sogar was bis zum Geburtstag? Wer weiss…</p>



<p>Ich hab den Schritt über die Strasse echt nicht bereut!</p>



<p>Nun, günstig kann manchmal halt auch recht billig sein.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/manchmal-ist-guenstig-billig/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">22440</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Das Aug‘ liest mit</title>
		<link>https://remos.blog/das-aug-liest-mit/</link>
					<comments>https://remos.blog/das-aug-liest-mit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2025 16:24:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=22391</guid>

					<description><![CDATA[Dieser Beitrag wird zum Gruseln sein oder sogar für e bitz Augenwasser sorgen- Also nix für schwache Nerven! Aber keine Angst —&#62; Spoiler: Es sieht gut aus! Ich muss chli weiter ausholen, um auch alle am gleichen Ort abzuholen. Es geht hier um das Auge, genauer gesagt mein Auge, und<a class="moretag" href="https://remos.blog/das-aug-liest-mit/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="935" height="619" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9317-1.jpg" alt="" class="wp-image-22390" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9317-1.jpg 935w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9317-1-600x397.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9317-1-300x199.jpg 300w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2025/06/img_9317-1-768x508.jpg 768w" sizes="(max-width: 935px) 100vw, 935px" /></figure>



<p>Dieser Beitrag wird zum Gruseln sein oder sogar für e bitz Augenwasser sorgen- Also nix für schwache Nerven!</p>



<p>Aber keine Angst —&gt; Spoiler: Es sieht gut aus!</p>



<p>Ich muss chli weiter ausholen, um auch alle am gleichen Ort abzuholen. Es geht hier um das Auge, genauer gesagt mein Auge, und zwar mein Linkes.</p>



<p>Seit über einem halben Jahrhundert liefern meine Augen zuverlässig wunderschöne farbige Bilder ans Hirn, lassen mich an meinem Umfeld teilhaben, zielsicher nach einem Gegenstand greifen, und auch Augenrollen können sie gut. Treu und zuverlässig begleiten sie mein Leben, und auch wenn seit über dreissig Jahren die Sehkraft künstlich durch eine Brille unterstützend verschärft wird, tun meine Augen wie selbstverständlich einen wunderbaren Dienst.</p>



<p>Vor ein paar Jahren fiel mir ein sogenannter weisser „Schlirgg“ im linken Auge auf, mass dem jedoch nicht allzu grosse Aufmerksamkeit zu. Tat nicht weh, störte nicht beim luegen. Ab und zu hatte ich chli rote Augen, wenns mal wieder bitz trocken war. Mit dem baldigen Erreichen des goldenen Jahrzehnts rauffe ich mich doch noch auf, dies mal einem Augendoktor zu zeigen. Er sah sich das mal genauer an, erwiderte aber, dass wenn die Hornhaut (es war damals etwa drei Milimeter gegen die Iris gewachsen, hat aber diese nicht erreicht), nicht weiter wachsen würde, man es durchaus beobachten, aber nicht behandeln müsse. Es hat ja mein Sehfeld nicht beeinträchtigt, und man musste mir schon tief in die Augen gucken, um diesen Schlirgg zu beachten.</p>



<p>Als ich dann ein Jahr später wieder meine Augen kontrollieren lies, war der Pterygium (Der Fachbegriff für das Flügelfell, respektive die Hornhautverwachsung), um einen Milimeter weiter Richtung Iris gewachsen. Auch das andere Auge zeigt Anzeichen für ein söttiges Flügelfell.</p>



<p>Nein ich bin weder Asterix noch Hermes!</p>



<p>Diese Wucherung kann genetisch bedingt hervortreten, oder auch durch starke UV-Stahlungen der Sonne ausgelöst werden. Ich muss zugeben, Sonnenbrillen tragen ist nicht so meins, erst vor wenigen Jahren habe ich mich durchringen können, mir meine erste korrigierte Sonnenbrille anfertigen zu lassen.</p>



<p>Henu, ich habe nun diese Wucherungen, und wenn ich nichts tue, würde das bald meine Sehkraft beeinträchtigen.</p>



<p>Das will ich nicht!</p>



<p>Mein Augenarzt operiert nicht selber, verweist mich aber an die Augenklinik in Luzern, die mir einen Termin für eine Voruntersuchung zukommen lassen sollten.</p>



<p>Irgendwie ging diese Anfrage seinerseits zweimal unter, ich musste mich nach acht Wochen Funkstille und zwei weiteren nochmals beim Augenarzt melden, der dann den Termin abermals in Luzern nachfragte.</p>



<p>Nach fast einem halben Jahr warten hab ich dann am 29. Januar diesen Jahres einen Termin zur Voruntersuchung in Luzern gekriegt.</p>



<p>Gut hatte ich Zeit, und waren keine Schmerzen oder visuelle Beeinträchtigungen vorhanden.</p>



<p>Die Klinik in Luzern ist brandneu, schigg und mit Kaffeemaschine auf allen Etagen ausgestattet. Das Personal ist äusserst freundlich, und ich konnte mich vorab elektronisch anmelden, sehr kommod.</p>



<p>Der Doktor aber hatte irgendwie heute einen schlechten Tag, war unkonzentriert, oder aber mit dem falschen Fuss aufgewacht. Ich merkte, ich war hier in diesem Moment unerwünscht.</p>



<p>Na toll!!</p>



<p>Das war der erste Zeitpunkt, an welchem ich mich gefragt habe, öb ich ächt das Richtige tu, und ich mein wertvolles Auge würkli seinen Händen anvertrauen soll…</p>



<p>Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.</p>



<p>Er erklärte mir den OP-Vorgang und machte mir aber grad klar, dass sich an meiner Sehkraft nichts ändern werde. Immerhin entschuldigte er sich wegen der langen Wartezeit vom Sommer bis jetzt. Im zwei Wochen werde er selbst die OP vornehmen….. Aber hier schlug Murphy wieder zu, niemand hatte gleichzeitig mit dem heutigen Vorbesprechung einen OP-Termin reserviert.</p>



<p>Er entliess mich mit einem „Ich kümmer mich drum, sie hören von uns“…</p>



<p>Es war ein komisches Gefühl, aus der Klinik zu gehen mit der ganzen Info, wie die Operation verlaufen würde, aber nicht zu wissen wann sie denn sein wird.</p>



<p>Neben einem Foto des Auges (—&gt;Titelbild, schwach sichtbar das Flügelfell links), gabs dann noch auf dem Nachhauseweg auf der Autobahn ein Foto von der Geschwindigkeitspolizei für 40.-.</p>



<p>Fantastisch, was für ein besch… Tag!</p>



<p>Dann Tage später endlich flatterte der Termin für die OP ins Haus. Der Dienstag nach Pfingsten. Also auch schon Mitte Juni.</p>



<p>Das waren aber schon ganz lange zwei Wochen…</p>



<p>Chunnd ächt das guet??!!</p>



<p>Endlich war‘s soweit. </p>



<p>Der 10. Juni. </p>



<p>Heute.</p>



<p>Langsam wurde ich richtig nervös, ich bat den Doktor an der Vorbesprechung, mir doch etwas zur Beruhigung zu geben, eine Vollnarkose sei ja leider nicht vorgesehen.</p>



<p>Die letzte Stunde zuhause bin ich nur noch sehr unruhig durch die Wohnung getigert. Der Termin war um 14.00 Uhr. Was aber ungewöhnlich für sonstige Spitalbesuche ist, dass ich bis zum Termin am Nachmittag essen, trinken und meine Medikamente nehmen konnte. Wer schon mal ins Spital musste, weiss was ich meine. Nüchtern kann extrem anstrengend sein!</p>



<p>Ich hatte mit Mami und Mike eine ganz liebe Begleitung, welche mich mit dem Elektroauto ins Spital nach Luzern fuhren.</p>



<p>In der Augenklinik wurde ich sehr freundlich begrüsst, bekam ein Armbändeli mit meinen Daten, einen Klebestreifen übers linke Auge (nicht dass sie mir noch das Knie operieren, hihi), und eine beruhigende Pille, oder wars ein Placebo?</p>



<p>Gewirkt hatts ämel nid…</p>



<p>Bald wars soweit, ich sagte tschüss, bis bald Mami und Mike und wurde in die Umkleidekabine begleitet. Hier deponierte ich Tasche und Jacke, die Kleider durfte ich anbehalten. Es gab Schuhüberzieher, und ich durfte im Vorzimmer Platz nehmen.</p>



<p>Ganz alleine gelassen, kamen da wieder meine Zweifel hoch…</p>



<p>Soll ich nicht einfach aufstehen und gehen, weg von hier, mich im Dunklen verkriechen?</p>



<p>Ich hab‘ doch Angst! Die Spritze, das Rumgeschneide am Auge, und ich muss ja zueluegen..!</p>



<p>Nein, Remo! Das ziehst du jetzt durch!!</p>



<p>Nochli mit beiden Augen rumluegen, wer weiss wann ich das wieder so kann.</p>



<p>Öb ich das jemals wieder kann?</p>



<p>Leider war die Umgebung langweilig und weiss, ich wäre so was von froh um eine Ablenkung gewesen, sogar ein Wandtattoo oder ein langweiliges Birkenwaldbild hätte mir schon gereicht.</p>



<p>Aaargh!</p>



<p>Ich wurde dann abgeholt und durfte mich aufs Bett setzen. Mit Häubchen auf dem Kopf sass ich nun da, die liebe OP- Vorbereitung fragte mich nach Namen und Grund, kümmerte sich sehr gut um mich. Ich durfte mich hinlegen und er stellte das Bett so ein, dass es wirklich bequem war. Sogar ein Kissen wurde unter die Knie gelegt! Ausserdem gabs eine gewärmte Decke. Ich dürfe ruhig noch etwas die Augen schliessen. Als dann der OP frei wurde, hat man mich reingeschoben und mir alles Gute gewünscht.</p>



<p>So herzig.</p>



<p>Nun war mein Doktor hier und freundlich begrüsste er mich. Huh! War das der gleiche Doktor wie Ende Januar? Kann das nicht 100% sagen , die Maske verdeckte sein halbes Gesicht und die Brille war auch eine andere.</p>



<p>Er berührte mich leicht an der Schulter stellte sich vor und war sehr freundlich und gesprächig.</p>



<p>Der Doktor kam gleich zur Sache, betäubt mein linkes Auge mit einer Flüssigkeit.</p>



<p>Uff! Gut! </p>



<p>Keine Spritze!!</p>



<p>Dann deckt er mein Gesicht ab, nur das linke Auge war für ihn noch sichtbar. Er machte einen Unempfindlichkeitstest in meinem linken Auge, und wartete ein Momäntli bis die Betäubung wirkte. Ich bekam einen Spreizer, denn Blinzeln, das lag nun beim besten Willen nicht mehr drin.</p>



<p>Hier folgt der versprochene, etwas grüselige Teil, wer jetzt schon Augenwasser hat, soll den folgenden Absatz überspringen….</p>



<p>Mit dem Skalpell schnitt er über dem Flügelfell die Hornhaut weg. Weil das Auge auch Blutbahnen enthält, wurde noch Blutstiller eingesetzt. Danach schneidet er das Flügelfell raus. Ich konnte (musste!) alles mitansehen, gut wars chli verschwommen und gespürt hab ich glücklicherweise auch nichts. Nun hantiert er mit einer Art Dremel -lach nicht!- und hat damit die Kanten abgeschliffen. Jetzt musste der Doktor einen Bitz Hornhaut unter meinem Augendeckel entfernen, um ein Transplantat für das Loch mit dem herausgenommenen Flügelfell zu erhalten. Er setzte dies ein und vernähte mit feinem Faden die Hornhaut. Und zum Schluss über allem eine Schutzlinse drüber, damit die Nähte nicht am Augendeckel kratzen. Diese Linse werde ich etwa zwei Wochen noch tragen müssen.</p>



<p>Wer‘s wissenschaftlich genauer und weniger gruselig- weil warscheinlich weniger verständlich- möchte, gerne hier der offizielle Bericht:</p>



<p><em>Lidsperrer. Unterminieren und Absetzen des skleralen Pterygiumanteils. Blutstillung mit wetfield-Kauter. Präparation und Exzision der Tenonkapsel im skleralen Pterygiumbereich. Avulsion des Pterygiumkopfes. Glätten der Hornhaut. Dissektion eines freien Bindehauttransplantats aus der superioren bulbären Bindehaut. Spannungsfreie Adaption des Bindehauttransplantates im skleralen Bett mit 10-0 Vicryl Einzelknopfnähten. Tobradex Augentropfen, Verbandskontaktlinse</em>.</p>



<p>Voilà!</p>



<p>Und schon bin ich nach bloss 30 Minuten wieder draussen, der Doktor hat all seine Handgriffe ruhig kommentiert und immer informiert, was er jetzt genau tut. </p>



<p>Ich habe die grösste Hochachtung, wie ruhig und sicher er diese OP durchgeführt hat.</p>



<p>Und er hat mich zweimal gelobt, dass ich „so gut nach links unten“ geguckt habe, das mache die OP viel leichter. </p>



<p>Hihi.</p>



<p>Mit geschwelltem Auge, äh geschwellter Brust verliess ich mit einem sehr guten Gefühl auf dem Bett liegend den Saal.</p>



<p>Das Wichtigste für mich kam jetzt: </p>



<p>Wie sehe ich mit dem operierten Auge? </p>



<p>Sehe ich überhaupt was?</p>



<p>Und ich staune, es ist bitz verschwommen von der Betäubung, aber Farben, Formen, alles wie gewohnt wieder da!</p>



<p>Ein innerer Jauchzer erfüllt mich, bin grad mega häppy.</p>



<p>Und eine Augenklappe gibts auch nicht, das finde ich speziell, aber gut!</p>



<p>Die Schwester begleitet mich zur Umkleidekabine, gibt die Tasche mir in die Hand und nimmt die Jacke mit. Ob ich gerne Wasser/Tee oder einen Kaffee hätte?</p>



<p>Huh? In welchem Luxusressort bin ich den hier gelandet?</p>



<p>Ich solle im Wartsaal Platz nehmen, sie bringe noch die Medikamente. </p>



<p>Und den Kaffee.</p>



<p>Liebevoll erklärt sie, dass ich die mitgegebenen Schmerzmittel ruhig nehmen solle, wie ich die Schutzkappe für‘s Auge in der Nacht am besten anbringe und öb ich denn abgeholt werde. Sie nimmt mir die Überzieher und das Armband ab, und wünscht mir alles Gute.</p>



<p>Heieiei! So eine Behandlung! Wau!</p>



<p>Der gesamte Aufenthalt in der Klinik war äusserst angenehm und das Personal liebevoll! Die OP „angenehm“ . Fast würde man gerne morgen wieder kommen…</p>



<p>So jetzt! </p>



<p>Genug!</p>



<p>Raus aus der Klinik!</p>



<p>Oben an der Treppe stand schon Mami, und Mike führte uns wohlbehalten nach Hause, wo wir bei Kaffee und Wasser chli plauderten. Bald drauf verabschieden sich die Zwei- Herzlichen Dank fürs Fahren und bei mir dabeisein. Ist für mich nicht selbstverständlich und auch mega wertvoll!</p>



<p>Ich war dann plötzlich wieder alleine, und voll guter Eindrücke. Das Auge war nochli ramponiert und rot, aber in den nächsten Tagen erholte es sich erstaunlich schnell.</p>



<p>Ich hab echt mit einer Augenklappe und Watte auf dem Auge und tageweiser blind Rumtapserei gerechnet, bin umso mehr froh, so gut „davongekommen“ zu sein!</p>



<p>Jetzt heisst es rekonvaleszieren. Immer wieder ertappe ich mich, wie ich mich (mein Auge) überfordere, und zu schnell in den Alltag zurückwill.</p>



<p>Lass dir doch die Zeit, mein Guter. </p>



<p>Das soll doch gut verheilen!</p>



<p>In zwei Wochen kommt die Linse weg. Die Fäden sollten sich selbst auflösen (??).</p>



<p>Gucken wir mal.</p>



<p>Mann! Was für eine Odysee…</p>



<p>Wann kommt das zweite Auge dran?</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/das-aug-liest-mit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">22391</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Ich und mein Zoo</title>
		<link>https://remos.blog/ich-und-mein-zoo/</link>
					<comments>https://remos.blog/ich-und-mein-zoo/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2024 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=17554</guid>

					<description><![CDATA[Anlass dieses Berichtes ist die gute Idee, ein Zeitdokument in eine Kapsel zu stecken. Diese dann zu vergraben, und in zehn Jahren wieder hervorzuholen. So können in zehn Jahren Gedanken von heute (2024) gelesen werden&#8230; Bekannt ist dieser Brauch des Dokument hinterlegen seit Jahrhunderten vorallem bei Grundsteinlegungen von Kirchen und<a class="moretag" href="https://remos.blog/ich-und-mein-zoo/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2024/05/img_1542-1.jpg" class="size-full wp-image-17590" width="1600" height="1200" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2024/05/img_1542-1.jpg 1600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2024/05/img_1542-1-600x450.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2024/05/img_1542-1-300x225.jpg 300w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2024/05/img_1542-1-1024x768.jpg 1024w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2024/05/img_1542-1-768x576.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2024/05/img_1542-1-1536x1152.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<p>Anlass dieses Berichtes ist die gute Idee, ein Zeitdokument in eine Kapsel zu stecken. Diese dann zu vergraben, und in zehn Jahren wieder hervorzuholen. So können in zehn Jahren Gedanken von heute (2024) gelesen werden&#8230;</p>
<p>Bekannt ist dieser Brauch des Dokument hinterlegen seit Jahrhunderten vorallem bei Grundsteinlegungen von Kirchen und Gebäuden und ist da recht verbreitet. Bei Renovationen wird diese Zeitkapsel dann geöffnet und ergänzt mit aktuellen Dokumenten und für die Nachwelt wieder verschlossen.</p>
<p>So kommen Zeitdokumente zum Vorschein welche ansonsten in der Masse des Geschehens verloren gegangen wären.</p>
<p>Und das in der heutigen Zeit der medialen Überflutung.</p>
<p>Der <a href="https://www.zooalmaglio.ch/">Zoo al Maglio</a>, der herzige Zoo im Tessin hatte diese Idee zu seinem 50. Geburtstag, der im 2024 gefeiert wird. Verrückt, wenn man zurückdenkt wie dieser Zoo entstanden ist, wuchs und sich immer wieder änderte und sich den Möglichkeiten entsprechend anpasste.</p>
<p>Mein erster Kontakt mit dem Zoo im Tessin war erst mal rein akustisch: In den 90ern waren wir ab und zu im Ferienhaus, das sich mitten in einem alten von Kastsanienwäldern überwachsenen Weinberg in Curio befindet.</p>
<p>Ein herrliches Paradies, wo nachts der Uhu ruft, die Glühwürmchen im Spätfrühling tanzen, und ab und zu auch mal ein Wildschwein den Rasen umpflügt.</p>
<p>In dieser Idylle war regelmässig nachmittags ein sonderbares Brüllen zu hören, was so gar nicht in die grünen Wälder des Malcantone passte. Wie wir rausfanden, war das das imposante Löwenmännchen Sahib, das vom Zoo unten her ruft. Was für ein spezielles Geräusch. Irgendwie vertraut, aber dennoch fremd.</p>
<p>So lag denn ab und zu ein Besuch dieses Zoos drin, er ist ja nicht gross, aber recht unterhaltsam.</p>
<p>Die Zeit vergeht und mir kam eine Idee, welche ich mit der Inhaberin -Damals noch per Sie- besprochen habe. Und zwar ging es um eine Patenschaft für eines ihrer Tiere. In anderen Zoos ist dies bereits gang und gäbe. Wieso denn nicht hier?</p>
<p>Man war von meiner Idee ganz begeistert- Es wäre die erste Tierpatenschaft in diesem Zoo!</p>
<p>Und dass ich als im Sternzeichen Löwe geborener das Löwenmännchen Max (der Sohn von Sahib) zu einer Patenschaft verhelfe, liegt doch auf der Hand. Was sind das auch für stattliche und wunderschöne Tiere!</p>
<p>Ich wollte die Patenschaft dann wiederum meinem Gottenmeitli zu ihrem ersten Geburtstag schenken, und wir machten bereits Pläne, dass mein Gottenkind mal &#171;ihr&#187; Patentier besuchen, und man eventuell sogar junge Löwen auf den Arm nehmen könnte, und, und, und&#8230;</p>
<p>Die Ideen sprudeln nur so, und so ging das mit der Patenschaft seinen Lauf.</p>
<p>Ich habe sie auch wie vorgesehen mit einem grossen Löwen-Plüschtier meinem Gottenmeitli weitergeschenkt. Die Freude (nicht der einjährigen Tochter) war recht verhalten. Und mit einem Seitenhieb erklärt, es solle gscheider ein Göttikonto eingerichtet werden, als die Patenschaft von Max, dem Löwen im Tessin.</p>
<p>Und so kam ich definitiv zu meiner Patenschaft, welche ich seit 2006 aufrecht erhalte. Es vergingen die Jahre, und immer wieder hat man uns spezielle Führungen und Backgroundinfos ermöglicht.</p>
<p>Ein Highlight war sicher, dass wir die noch namenlosen drei Jungen von Max und Stella in ihrem Nest besuchen durften. Draussen stand die ungeduldige Mama, und ihre gefährliche Nähe war sehr gut zu spüren.</p>
<p>Max war wie sein verstorbenener Papa nun mit einer wunderschönen Mähne ausgestattet. Und seine kalten Augen blitzten vor Schalk, wenn er mit einem plötzlichen Sprung die Zoobesucher verschreckte.</p>
<p>Mittlerweile ist unser Paradesli in den Wäldern des Monte Mondini weiter vergeben. Wir sind weniger oft in der Sonnenstube der Schweiz.</p>
<p>So läuft die Zeit, und wir mit ihr mit.</p>
<p>Es ist aber immer wieder eine Freude den Zoo zu besuchen. Unterdessen hat eine neue Generation den Zoo übernehmen können und wir finden es immer sehr interessant, was da hintendurch läuft und was da neben den offiziellen Gleisen für Geschichtlis auftauchen.</p>
<p>Ein weiterer Meilenstein war sicher unsere Heirat, denn auch da spielte der Zoo eine nicht unerhebliche Rolle. Wir luden unsere Gäste ein, den zweiten Tag des Anlasses mit uns im Tessin zu feiern. Gestartet wurde mit einem Aperitivo im Zoo, welchen wir in die Hände des Zooteams legen durften. Wir wurden dermassen reichhaltig und fantasievoll überrascht, es war einfach wunderschön und für den Zoo ein weiterer Schritt, sich auch für andere Fästlis und Anlässe zu öffnen. Wieder standen wir als quasi Geburtshelfer einer schönen Idee, was für ein schönes Gefühl.</p>
<p>Also ich kann den Zoo als Location für eine Feier echt dringend weiterempfehlen, so viel Liebe und Kreativität wie uns da entgegenkam- Es war eifach nur schön!</p>
<p>Und auch das dazumal über uns herabbrausende Gewitter vermag nur zum Sprichwort &#171;Sposi bagnati-Sposi fortunati&#187; beizutragen und tat dem Festli überhaupt keinen Abbruch.</p>
<p>Leider mussten wir dann im September 2018 erfahren, dass Max in die ewigen Jagdgründe gehen musste und nun da seinen Schabernack treiben wird.</p>
<p>Wir könnten aber, wenn wir wollten, einem der jungen Löwenmännchen den Namen aussuchen und die Patenschaft so weiter führen.</p>
<p>Was für eine schöne und liebe Idee- wir sind nach einem Trauermoment für Max dabei.</p>
<p>Gefallen tut uns der Name Alexander oder Alex- so soll es denn auch sein. Seine Brüder Aaron und Anubis suchen immer noch einen geeigneten Platz- Wo platziert man denn bloss einen grossen Löwen&#8230;?</p>
<p>Dann kam Corona.</p>
<p>Und alles wurde anders! Man durfte sich nur noch zu fünft treffen, nur mit Maske, Begriffe wie: Geimpft und genesen wurden wie Booster und Homeoffice plötzlich fix verankert und hinzugefügt zu unserem Standardvokabular.</p>
<p>Dass die Tier im Zoo dennoch Betreuung und Futter brauchen, die zahlenden Gäste aber ausbleiben, damit hatte der Zoo recht zu kämpfen. Da kann man nicht einfach die Türe zutun und harren bis sich die Lage wieder beruhigt. Umso mehr weil nun, da der Mensch dank Kontaktverbot (wir singen und klatschen auf den Balkonen und tun uns Hunde zu, nur um die Legimitation zum Freigang zu kriegen- Wir spinnen und verlieren jedwelche gesunde Einstellung zum Leben!) nun auf &#171;soziale Medien&#187; umsteigt und so unglaubliche und rufschädigende Shitstorms loslöst, die einen einigermassen gesunden Menschenverstand regelrecht erschauern lässt.</p>
<p>Erst recht, als das vom Bundesrat ausgeübte Notrecht von den Kantonen und von Aluhutverschwörern und Allesbesserwissern dermassen verchätschet wird, dass man schlussamänd nüm weiss, was jetzt richtig und falsch ist.</p>
<p>Man jetzt dem Bundesrat seine strengen Vorkehrungen ins lächerliche zieht, besser jedoch vor seiner eigenen Türe kehren würde.</p>
<p>Wann denn Corona tatsächlich aufhörte, und man sinnbefreit möglichst schnell wieder zum altbackenen vorcorona Zopf zurückkehrt, das kann mir niemand beantworten.</p>
<p>Plötzlich wurden Impfzentren abgebaut und Massnahmen gestrichen. Und als die Impfung (Nummer sechs? -sieben? -acht?) nüm kostenlos war, ging eh keiner mehr als einige nun belächelte Verantwortungsvolle.</p>
<p>So verlief die grösste Menschenimpfung aller Zeiten völlig im Sand und der Zoo kämpfte immer noch um seine Existenz. Es war halt nicht so wie in Zürich/Basel oder Goldau, wo man auf Millionenspenden zählen konnte. Hier lebte man von den Tages-Einnahmen, den Patenschaften und Goodwill für Futter aus den umliegenden Geschäften.</p>
<p>Und doch ist es jedesmal eine Freude, hierher zu reisen, und ein paar Stunden im Zoo zu verweilen.</p>
<p>Unter den Bäumen zu sitzen, dem Treiben der Leute und der Tiere nachzugucken, und ab und zu wieder Insiderstorys vom Zooteam zu erfahren.</p>
<p>Meinem Alex gehts mit seiner Cleo gut (man munkelt, sie sei etwas rundlicher geworden. Ob da wohl was unterwegs ist?) Und es wird auch viel Beschäftigung für die Tiere organisiert.</p>
<p>Dieser Bericht wird mit einigen Fotos von mir der Zeitkapsel im Zoo beigelegt, vergraben und in zehn Jahren wieder hervorgehoben.</p>
<p>Wer weiss, wo wir in zehn Jahren stehen.</p>
<p>Gibts uns denn überhaupt noch?</p>
<p>Ist der Zoo noch da?</p>
<p>Werde ich diesen Bericht in zehn Jahren wieder lesen können?</p>
<p>Es wird einiges laufen in diesen zehn Jahren.</p>
<p>Ich bin gespannt!</p>
<p>Hallo 2034!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/ich-und-mein-zoo/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">17554</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Vermisst</title>
		<link>https://remos.blog/vermisst/</link>
					<comments>https://remos.blog/vermisst/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=17430</guid>

					<description><![CDATA[Eins, zwei, drei! Im SauseschrittLäuft die Zeit; wir laufen mit. Dieses Zeilen habe ich ausgelehnt, sie wurden von Wilhelm Busch geschrieben, welcher 1832 bis 1908 gelebt hat. Aber an Aktualität hat das Zitat bis heute nichts verloren, im Gegenteil. Tünkt’s dich nicht alle Jahre schlimmer, wie die Zeit da rast?<a class="moretag" href="https://remos.blog/vermisst/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="767" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/12/img_9799-1-1024x767.jpg" alt="" class="wp-image-17376" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/12/img_9799-1-1024x767.jpg 1024w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/12/img_9799-1-600x449.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/12/img_9799-1-300x225.jpg 300w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/12/img_9799-1-768x575.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/12/img_9799-1-1536x1150.jpg 1536w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/12/img_9799-1.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt<br />Läuft die Zeit; wir laufen mit.</p>



<p>Dieses Zeilen habe ich ausgelehnt, sie wurden von Wilhelm Busch geschrieben, welcher 1832 bis 1908 gelebt hat. Aber an Aktualität hat das Zitat bis heute nichts verloren, im Gegenteil.</p>



<p>Tünkt’s dich nicht alle Jahre schlimmer, wie die Zeit da rast? Und wir mit ihr?</p>



<p>Bereits seit 18 (!) Jahren sind wir in diesem von aussen recht dominanten und recht kantigen Wohnsilo zu Hause. Dieser Zeigefinger von Hünenberg, den man bis weit runter in den Aargau und hoch bis zur Seebodenalp sehen kann, vom Flugzeug gut sichtbar ist und auch sonst eine besondere Landmarkierung im beschaulichen Dorf darstellt. Erstellt im Jahre 1973 steht der Backstein/Betonklotz auch schon ein Weilchen hier. Dass er noch einen gespiegelten Zwilling in Inwil/Baar hat, das wissen auch nur die Wenigsten.</p>



<p>Über seine Entstehungsgeschichte konnte ich leider bis dato noch nicht viel herausfinden, geeignete Zeitzeugen (mein Onkel machte hier die Elektroinstallationen, und mein Zimmernachbar beim Gallenstein-Abenteuer war für die sanitären Installationen verantwortlich. Aber schriftlich war auch beim Eigentümer leider nicht mehr Info vorhanden. </p>



<p>Mein Grossvater hätte da sicher noch einiges zu verzellen gewüsst, aber er ist ja nicht mehr da.</p>



<p>Mag mich noch sehr gut erinnern, wie wir uns mal nach einem Besuch bei einer Steelbandkollegin im 9.Stock uns mal profilaktisch auf eine (nicht existierende) Warteliste einschreiben liessen, weil uns der Grundriss der Wohnungen sehr gefallen hat.</p>



<p>Dann ging zwei Jahre nichts, eigentlich habe ich das Ganze vergessen. Der Anruf der Verwaltung, es sei eine Wohnung im 5. Stock, die frei würde, lies unser neugieriges Auge freudig hüpfen. Eigentlich wollten wir nicht schon wieder züglen, denn wir waren an der Gartenstrasse erst grad heimisch geworden.</p>



<p>Aber angucken kann man die Wohnung ja mal, oder?</p>



<p>Ich war wie geflascht, der enge Gang öffnete sich zum Wohnzimmer hin immer weiter auf, und hinter dem Fenster leuchtete mir die fantastische Panorama-Aussicht auf die Alpen entegegen.</p>



<p>Ich wusste, die Wohnung will ich! Da würde es uns gefallen!</p>



<p>Die Wohnung war dann noch günstiger als unser jetziges Daheim, und so setzte ich alle Hebel (mein Korporations-Vitamin-B) in Bewegung, damit wir da in dieses Hochhaus rein können.</p>



<p>Die Zusage war recht schnell, und die perfide Abgabe unseres Vorgängers- Er wollte uns fast sein gesamtes Inventar teuer verkaufen, und auch nach zwei Stunden Wohnungsabnahme war die Wohnung höchstens besenrein- war denkwürdig der schlechteste Start ever! Gut hatten wir den Gemeindeweibel dabei. Auch er schüttelte nur den Kopf. </p>



<p>Irgendeinmal hats mir gereicht, und ich hab den Vormieter recht hässig zur Tür raus katapultiert- Und wir putzten die Wohnung selber. Was für ein Start, und das auf Ende Jahr..!</p>



<p>Nun gut, wir fühlten uns hier recht wohl, unser Büsi auch, und richteten naadisnaa alles nach unserem Gusto ein.</p>



<p>Mit den übrigen Nachbarn hatten wir es recht gut. Man lässt einander in Frieden, aber wenn was ist, kann man auf gute Nachbarschaftshilfe zählen. </p>



<p>Ein schönes Gefühl, auch in einem söttigen Mietsilo mit 36 Wohnungen…</p>



<p>Logisch hatts da die üblichen zwei, drei Querulanten, da wir uns aber nicht mit diesen gross einliessen, lies man uns in Ruhe.</p>



<p>Gut.</p>



<p>Somit wäre eigentlich diese Geschichte fertig.</p>



<p>Wer uns kennt und weiss, wo wir aktuell wohnen, weiss aber- Das geht doch noch weiter…</p>



<p>Oh ja!</p>



<p>Ein paar Monate nach unserem Einzug erfahren wir, dass ein Polizisten-Pärchen (welche unsere Wohnung an der Gartenstrasse auch als unsere Nachfolger besichtigte) in den 11, Stock einzogen sind. </p>



<p>Die Wohnung hat den gleichen Grundriss wie unser Dehei, eifig 6 Stöck höher.</p>



<p>Nun gut. Ist egal, unsere Aussicht über die Blöcke ist echt auch recht ansehnlich. Also ist dies absolut OK für uns.</p>



<p>Sie bekommen ihr Kind, und der Mama ist es nun so weit oben nüm recht wohl…. Also beschliessen sie, in eine Gartenwohnung zu ziehen.</p>



<p>Hier sah ich wieder eine einmalige Gelegenheit- Ihr Mietzins war läppische 10.- Franken höher als unserer! WTF!</p>



<p>Und nun forderte ich wieder gnadenlos mein Vitamin B raus- Diese Wohnung will ich, und diese Wohnung habe ich (trotz Unfähigkeit der professionellen Verwaltung) gekriegt. </p>



<p>Ich bin ja normal nicht so pedrant und fordernd, hier aber durchaus!</p>



<p>Hier oben haben wir sogar Laminat, statt Teppich! Und die Aussicht!</p>



<p>Ich säge dir- Diese phänomenale Aussicht!</p>



<p>Die ist eifig nur Hammer! Losgelöst und ab und zu über dem Nebel bewundern wir auch heute noch diese einmalige Aussicht hier oben im 11fi.</p>



<p>Die Übergabe war es echt auch nicht würdig, aber wenn man 400.- Franken für eine Wohnungsreinigung zahlt, und der nicht mal eine Leiter und Putzmittel bringt…. Also ich würde mich schämen….</p>



<p>Also war wieder einmal Reinigung durch unsere Hände angesagt. Immerhin übernahm die Verwaltung die Hälfte unserer Reinigung.</p>



<p>Aber dies war schnell vergessen, weil diese Aussicht dich echt immer wieder umwirft!</p>



<p>Mittlerweile sind wir auch schon 14 Jahre hier oben, und fühlen uns würkli heimisch. Uns wurde sicher schon dreimal die Attikawohnung gegenüber angeboten, aber&nbsp;uns ist’s würkli wohl hier.</p>



<p>Mit den übrigen Mietern haben wir’s gut, und ab und zu gibt’s ein Schwätzchen, oder wir gehen auf Besuch vorbei.</p>



<p>Nun hat die Verwaltung auf letztem Jahr auf Antrag von Mietern grosszügigerweise den alten Grillplatz wieder aufgehübscht, und es steht nun neben einem Schmine auch eine Box mit Bänken und Tischen zur freien Verfügung.</p>



<p>Wir haben die inoffizielle Einweihung auch mitgefeiert, und sogar unser Faltzelt kam dank des Regens auch zum Einsatz.</p>



<p>Die offizielle Einweihung folgte, siehe Flyer. Unkompliziert und locker- so wies wir eigentlich mögen.</p>



<p>Wir konnten da leider nicht teilhaben, waren an diesem Datum nicht da, aber dies spielte keine Rolle, das Fäschtli wurde anscheinend auch ohni uns ein recht gemütlicher und gesellliger Anlass.</p>



<p>Irgendjemand hat uns dann einige Zeit später den Anmeldecoupon in den Briefkasten gelegt, unseren Balkon mit Leuchtstift angemalt und das Wort «Vermisst» handschriftlich drauf notiert.</p>



<p>Wie herzig!</p>



<p>Wie süss ist dass denn?</p>



<p>Bis heute wissen wir nicht, wer uns denn vermisste&#8230;</p>



<p>Wenn man söttige Nachrichten von Nachbarn bekommt, wer würde sich nicht hier zuhause fühlen??</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/vermisst/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">17430</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Ou nei!</title>
		<link>https://remos.blog/ou-nei/</link>
					<comments>https://remos.blog/ou-nei/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2023 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=16040</guid>

					<description><![CDATA[Das hätt‘ ich nie vermutet! Jetzt ist uns doch der Tisch auf dem Balkon kaputt gegangen. Hörst du‘s splittern? Warum nur! Wieso jetzt! Och nöö! Der Tisch- an für sich gar nix Spezielles, nichts Wertvolles, nichts Schönes- ist es doch einfach nur ein Tisch. Jedoch hat er für mich eine<a class="moretag" href="https://remos.blog/ou-nei/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/03/img_5963-scaled.jpg" class="size-full wp-image-16039" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/03/img_5963-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/03/img_5963-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/03/img_5963-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/03/img_5963-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/03/img_5963-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/03/img_5963-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Das hätt‘ ich nie vermutet! Jetzt ist uns doch der Tisch auf dem Balkon kaputt gegangen. Hörst du‘s splittern? Warum nur! Wieso jetzt! Och nöö!</p>
<p>Der Tisch- an für sich gar nix Spezielles, nichts Wertvolles, nichts Schönes- ist es doch einfach nur ein Tisch. Jedoch hat er für mich eine tiefere Geschichte, und irgendwie tut‘s weh, ihn nun zu entsorgen&#8230;</p>
<p>Als ich im 2001 aus dem Tessin nach Hause zurückkehrte, und nach meiner Wohnungs-und halt auch Arbeitssuche war (mein Arbeitgeber war nach nur einem Monat, wo er mich unter Vertrag nahm, in den Konkurs geritten worden, die Pensionskasse war geplündert, und wir mussten 5 Jahre prozessieren, um unser Geld wieder zu erhalten), hab ich für einen für Zuger Verhältnisse günstige Wohnung in Hagendorn gefunden, eine Dreizimmer-Dachwohnung für 1200.-. Sollte reichen, erstmals. Hatte da eine grosszügige Küche, konnte sogar einen Tisch reinstellen, wo man auch dran essen konnte. Diesen musste ich aber erst noch kaufen gehen, und da eine Kollegin auch grade neu einrichtete, gingen wir zwei zum schwedischen Möbelhaus in Spreitenbach. Er war noch am alten Ort, da wo er 1975 in der Schweiz sein erstes Möbelhaus eröffnete. Wir füllen unseren Wagen bis obenhin, das war noch zu der Zeit, als das Haus günstiges und originelles Einrichtungszeug hatte. Am Schluss unserer Tour gings zur Fundgrube, manchmal hatt‘s da äben noch Schnäppchens. Ich sehe einen Tisch, 120x70cm, der wär tipptopp für meine Küche. Milchglas und Aluminium fand ich zu der Zeit eine u-schöne Kombination. Meine Kollegin findet ein Schubladenmöbel aus Massivholz für die Tochter, mit sechs oder sieben Schubladen. Da diese Sachen bereits zusammengesetzt waren passten sie nicht mehr in den Wagen- ich musste einen zweiten holen, und lud die zwei Sachen aus der Fundgrube drauf. So gingen wir vollbepackt zur Kasse und bezahlten die Ware.</p>
<p>Vor dem Auto gings an‘s Verladen, und es war sicher eine Gaudi, uns zuzugucken, wie wir mit den Dingen Tetris gespielt haben.</p>
<p>In diesem Moment stieg mir ein Verdacht auf, stiess ihn aber gleich wieder weg. Beladen das Auto fertig, und ich dränge die Kollegin, schnell den Parkplatz und damit das Geschäft zu verlassen. Ich würde ihr die plötzliche Eile baldmöglichst erklären&#8230;</p>
<p>So düsen wir vollbepackt los, und erst weit weg bringe ich mein Auto in einem Parkfeld zum stehen, denn ich wollte was prüfen. Die fragenden Blicke meiner Begleitung ruhten auf mir, was isch au los?</p>
<p>Ich nehme den Kassenzettel hervor, studiere die traditionell kurligen Namen der Möbel, und mein Verdacht bestätigte sich: An der Kasse wurde der zweite Wagen mit Kommode und Tisch glatteweg vergessen zu tippen.</p>
<p>Wir kamen so sehr günstig zu Tisch und Kommode, was uns grade gelegen kam. Denn erstens, mussten wir auch aufs Geld gucken und zweitens, war es Fundgrube-ware, mit Kratzern und Markierungen. Also eigentlich unverkäuflich. Und der Besitzer des Hauses war eh der reichste Schweizer, also wird er den Fauxpas sicher verschmerzen können.</p>
<p>Zurückzukehren kam für uns nun nicht mehr in Frage, denn wir waren fast zuhause.</p>
<p>Der Tisch war wie erwähnt in der Küche, passte gut dahin und stand mir treu als Ablagefläche und Esstisch zu Diensten.</p>
<p>Nach dem Umzug nach Hünenberg hatte er in der Küche keinen Platz mehr, aber auf dem Balkon grad die ideale Grösse, um nicht gleich den ganzen Balkon zu verstopfen, aber wir doch auch zu fünft dran Platz haben könnten. Durch seine Eigenschaft aus Glas und Alu, hat auch das Wetrer und winterliche Verhältnisse ihm nichts ausgemacht. Viele weitere Jahre stand er auch im Hochhaus -erst im fünften, dann im elften Stock- treu in unseren Diensten, und auch wenn die Stühle fast regelmässig alle paar Jahre ausgetauscht wurden, der Tisch blieb doch über zwanzig Jahre ohne Risse oder Beschädigungen auf unserem Balkon.</p>
<p>Bis dann eines schicksalhaften windigen Tages&#8230;</p>
<p>Wir sind es uns ja mittlerweile gewohnt, an dieser exponierten Lage unsere Sachen jeweils bei Wind und Sturm festzuzurren, die Windkraft trifft unseren Block amigs mit ungeheurer Wucht. Wenn ich erzähle, dass sich die Glasplämpel unserer Kronleuchter hin und herbewegen, werde ich viel angelächelt- ist aber so. Draussen auf dem Balkon haben wir so eingerichtet, dass der Wind nicht allzuviel anrichten kann, und auch der Tisch steht schon seit unserem Einzug immer an der gleichen Stelle.</p>
<p>Nun ist wieder einer der stürmischen Tage, wir waren grad unterwegs und sehen auf dem Nachhauseweg, uns hats den Vorhang auf dem Balkon verhäddert, und das untere Ende lamped über die Brüstung. Ist nicht schlimm, sieht einfach chli unorganisiert aus. Deheime wollen wir dann den Vorhang wieder richten, er hat sich noch um die Lampe über dem Tisch gewickelt.</p>
<p>Das gabs bis dato auch noch nie!</p>
<p>Da der Stoff auch schon jahrelang hier hängt, war er mittlerweile spröde, und hatte nun wohl von den eckigen Kanten der Lampe einen Schranz. Macht nix- Können wir ersetzen.</p>
<p>Aber ein komisches, knackendes Geräusch fällt uns auf, und wir sehen, es hat uns die Tischplatte zersplittert! Zwei Plämpel wurden durch den Vorhang runtergerissen, und der eine fiel wohl in genau dem saublöden Winkel auf die dicke Glasplatte- dass sie gesprungen ist.</p>
<p>Oh nei!</p>
<p>Wir begüxeln uns die Sache -sieht doch eigentlich noch ganz gut aus, hihi- und merken: Der Tisch ist hin.</p>
<p>Oh nei!</p>
<p>Nach all den Jahren, all den Zügeleien, den unzähligen Essen&#8230; einfach so ein apruptes Ende&#8230;</p>
<p>Es schwebte noch die Idee rum, ein neues Tischblatt reinzutun, aber der Tisch war an den Ecken genietet, das wäre nur ein Gwääsch geworden. Nun gut, bye-bye treuer Tisch. Warst unbezahlbar, irgendwie.</p>
<p>Hihi!</p>
<p>Gut, hier muss ein neuer Tisch hin. Kommt bitz ungelegen, aber ist nun so. Die Masse waren für uns perfekt, meist sind die Tische grösser, und kommen für uns nicht in Frage. Es sollte ebenso wetterfest sein- also Holz fällt gleich raus. Und die heutigen mit den Lücke n dazwischen nerven eh- wir möchten eine geschlossene Platte, ohne Verlängerung, ohne Schischi.</p>
<p>Ist mfal gar nid so einfach!</p>
<p>Und eigentlich möchten wir denselben Tisch, weil praktisch.</p>
<p>Aber nach über zwanzig Jahren, hat auch das Möbelhaus aus Schweden den Tisch nüm.</p>
<p>Oh nei!</p>
<p>Nun gut: Wies jetzt weitergeht, warum ein Hirsch mit der Sache zu tun bekommt, und ob wir fündig nach einem neuen Tisch werden, das sei an dieser Stelle noch nicht erraten&#8230;</p>
<p>Denn der zweite Teil folgt in einer Woche.</p>
<p>Oh nei!</p>
<p>So gemein.</p>
<p>Aber gut.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/ou-nei/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">16040</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Variel AG</title>
		<link>https://remos.blog/variel-ag/</link>
					<comments>https://remos.blog/variel-ag/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=15631</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin wieder mal bitz am Stöbern im Nachlass meines Vaters. Also eher geistig und auf Gedankenebene wie materialistisch. Es eröffnen sich für mich seit seinem Tod immer wieder neue Sichtweisen, und interessanterweise lerne ich ihn nun nachträglich von einer etwas differenzierten, mir bis dato unbekannten Seite kennen. Wenn man<a class="moretag" href="https://remos.blog/variel-ag/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/02/img_5565-scaled.jpg" class="size-full wp-image-15640" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/02/img_5565-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/02/img_5565-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/02/img_5565-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/02/img_5565-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/02/img_5565-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2023/02/img_5565-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Ich bin wieder mal bitz am Stöbern im Nachlass meines Vaters. Also eher geistig und auf Gedankenebene wie materialistisch. Es eröffnen sich für mich seit seinem Tod immer wieder neue Sichtweisen, und interessanterweise lerne ich ihn nun nachträglich von einer etwas differenzierten, mir bis dato unbekannten Seite kennen. Wenn man mal ein bisschen Abstand halten kann, und auch mal loslässt, um dann mit einer gewissen Neutralität wieder auf das Thema eingeht, eröffnet sich manchmal ganz interessante und schöne Erkenntnisse. So auch bei mir bei Dädi.</p>
<p>Allzu viel Detailliertes weiss ich nicht von meinem Vater, er war ein ganz vielseitiger und begnadeter Sportler, Schütze und auch sonst gerne aktiv in diversen Vereinen. Durch seine unheilbare (und anfangs noch gänzlich unbekannte) wachsende Krankheit Morbus Bechterew mussten die diversen von ihm so geliebten sportlichen Aktivitäten leider endgültig eingestellt werden. &#8211; Bechterew ist heute noch unheilbar, und eigentlich ungemein brutal. Eine Entzündung im Gelenk erweitert sich zum knöchernen Umbau der Wirbel. Dieses wuchernde Verknöcherung kann sich durchaus auf sämtlicher Gelenke (Nacken/Rücken/Finger/Füsse) des Körpers ausdehnen, und verläuft meiner Erfahrung mit Dädi gegenüber mit sehr schmerzhaften Schüben. Die Krankheit ist noch nicht vollständig erforscht, ein Gegenmittel ist noch in weiter Ferne, und die Aussichten für den Patienten sind recht trist, weil er sich über die Jahre immer weniger bewegen kann, schlussamänd im Rollstuhl landet, und eigentlich so im eigenen Körper unbeweglich wird. Im Falle meines Vaters hofften wir immer, dass sich, wenn alle Gelenke betroffen und überwachsen waren, die Krankheit sich dann nicht mehr ausbreiten (und so jedesmal schubweise höllische Schmerzen bereiten) kann, wir haben dem „ausbrennen“ gesagt.</p>
<p>Auch wenn`s nun wehtut, soweit ist es bei ihm nicht mehr gekommen, was in den nächsten Jahren für unvorstellbare Schmerzen auf ihn hereingestürzt wären (körperlich und auch geistig), davor wurde er -und auch wir- verschont. Die Schübe mussten unvorstellbar schmerzhaft gewesen ein, man hat es ihm jeweils gut angemerkt.</p>
<p>Pragmatisch gesehen war das besser so&#8230;</p>
<p>Als gelernter Hochbauzeichner war er einige Jahre für die Firma Variel in Auw tätig. Und dieses Kapitel hat mich chli wunder genommen, dieses möchte ich e bitz für mich beleuchten- Ich erinner‘ mich, das er einige Jahre da gearbeitet hat, als wir in den &#8217;70ern in Auw gewohnt haben.</p>
<p>Die Firma Variel war auf Fertigung von ihrem patentierten Beton-Fertigbauteilsystem spezialisiert. Ende der 1950er Jahre entwickelte der Zuger Architekt Fritz Stucky (welcher bei Frank Lloyd Wright in Amerika ein Architekturpraktikum absolvierte) diese geniale modular aufbaubare Schnellbauweise für Gebäude. In diesen Jahren setzte der Bauboom ein, es wurde überall nach dem Krieg tüchtig gebaut, schneller Bezug der Wohnungen und Gebäude war eminent wichtig.</p>
<p>Die Erfindung „Programm 63» beruht auf einem Gebäude mit mehreren Stockwerken das aus vorfabrizierten Raumzellen gebildet wird. Jede Raumzelle weist eine Bodenplatte und mindestens zwei senkrecht zur Bodenplatte verlaufende Endelemente. Die Raumzellen wurden soweit fertig gestellt, dass sie am Ort nur noch zusammengestellt und bezogen werden konnten (inklusive Installationen und Tapeten). Ein echt revolutionäres System, welches mit den Jahren an Verfeinerung gewinnt.</p>
<p>Mit einer Montagehalle in Auw etablierte die Variel AG eine Produktionsstrasse nach rationellen Prinzipien, an der Fachkräfte aus insgesamt 17 Berufen in einem koordinierten Ablauf den Roh- und Ausbau mit typisierten Bauteilen witterungsunabhängig und in gleichbleibender Qualität anfertigten. Es war eine Art Fertigungsstrasse, so wie es auch beim Autobau anzutreffen war.</p>
<p>Mit dem Bau zahlreicher Schulen und Kindergärten gelang der neu gegründeten Niederlassung in Deutschland bald, was in der Schweiz noch bitz zäh verlief: Die serielle Produktion von Systembauten. Weitere Lizenzverkäufe nach Frankreich und in die Beneluxstaaten folgten. Zwischen 1959 und 1974 wurden in der Region Paris Variel-Bauten mit rund 12&#8217;000 Raumelementen produziert, in Deutschland stellte man ca. 9500, in den Niederlanden und Norddeutschland je knapp 7500, und in Auw etwa 4500 Raumelemente her. Im Zuge der Rezession in Europa verlagerten sich die Absatzmärkte zudem ins aussereuropäische Ausland, nach Algerien, Südafrika und Venezuela. Ende der 1970er Jahre hatte Fritz Stucky Lizenznehmer in 40 Ländern und 13 Fabrikationsstandorte weltweit.</p>
<p>Und das aus dem kleinen Schweizer Bauerndorf Auw mit rund 800 Einwohnern.</p>
<p>Ein Beispiel seines Erfolges sei hier angegeben: Die Gemeinde Hauterive nahe Neuchâtel entschied 1967, 41 Raumelemente bei der Variel zu bestellen für ihr neues Schulhaus mit neun Klassenzimmern. Innert drei Tagen montierte ein leistungsstarker Pneukran die in Auw gefertigten Elemente auf den vor Ort gegossenen Betonsockel. Nach vier Monaten war der Bau bereits bezugbereit, und konnte den Lehrern und Schülern übergeben werden.</p>
<p>Einige Bauten aus dieser Zeit stehen immer noch, und eigentlich wäre eine Unterschutzstellung gelungener Bauten würdig. Die ersten sieben Jahre meines Lebens habe ich auch in einem so einen Variel-Block gelebt, und ich hätte es nie für möglich gehalten, dass diese Wohnung aus fixfertigen Elementen bestehen würde. Heute interessieren mich die Bauten eher aus architektonischen Beweggründen, ich finde die klare Sprache der Bauweise grossartig, die modular auf(und-aus)baubare Weise der Baukörper nach wie vor einfach eine geniale Idee.</p>
<p>So schnell wies obsi ging, gings leider auch nidsi: Auf den Bauboom und die gesteigerte Nachfrage nach billigen Baumöglichkeiten reagierte die Bauwirtschaft bald nicht mehr mit vermehrtem Einsatz der vorgefertigten Serienteile von Variel, sondern mit Anwerbung billiger Arbeitskräfte aus dem Ausland. Das industrielle Bauen geriet auch in Verruf, weil es Arbeitsplätze zu vernichten schien.</p>
<p>Die Firma geriet etwas in Vergessenheit, und die Hallen in Auw wurden bald dem Erdboden gleichgemacht. Heute findet man nur noch vereinzelt gut erhaltene Bauzeugen wie die Villa Mijnssen in Zug am See,&nbsp; oder eben den erwähnten Wohnblock im Unterdorf in Auw, diverse Schulhäuser und Turnhallen in der Schweiz (von Grenchen über Bern, Baar, Hägendorf, Winterhur, Romanshorn bis Thusis) und im Ausland, Verwaltungsgebäude wie bei der Brauerei Feldschlösschen Rheinfelden, das Haupthaus Reusspark Gnadental, die Kantonsschule Zug, die psychiatrische Klinik Königsfelden, oder das Kantonsspital Aarau.</p>
<p>Und vielleicht bist ja du auch in einer der Pavillons der Variel in die Schule gegangen?</p>
<p>Ich jedenfalls halte immer bitz die Augen offen, denn die Bauten sind echt charismatisch.</p>
<p>Dass Dädi bei Variel als Hochbauzeichner gearbeitet hat, macht mich – wenn auch erst jetzt im Nachhinein-irgendwie scho no chli mächtig stolz.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/variel-ag/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>11</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">15631</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Erwartungsvoll</title>
		<link>https://remos.blog/erwartungsvoll/</link>
					<comments>https://remos.blog/erwartungsvoll/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=15390</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich liebe ich diese Zeit abends, es wird langsam dunkel, aus den Fenstern der Häuser leuchtet es in die Dunkelheit und zeigen mir, dass hier zringseltum jemand wohnt. Ein wirklich beruhigendes Gefühl, nicht ganz alleine zu sein. Wäre das Dorf, in dem wir zuhause sind, stockdunkel und keine Lichtquelle rundume<a class="moretag" href="https://remos.blog/erwartungsvoll/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/11/img_4795-scaled.jpg" class="size-full wp-image-15389" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/11/img_4795-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/11/img_4795-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/11/img_4795-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/11/img_4795-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/11/img_4795-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/11/img_4795-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Eigentlich liebe ich diese Zeit abends, es wird langsam dunkel, aus den Fenstern der Häuser leuchtet es in die Dunkelheit und zeigen mir, dass hier zringseltum jemand wohnt. Ein wirklich beruhigendes Gefühl, nicht ganz alleine zu sein. Wäre das Dorf, in dem wir zuhause sind, stockdunkel und keine Lichtquelle rundume zu sehen, ich glaube das wäre schlimm für mich, ich bekäme gröbere Angstzustände.</p>
<p>Wer macht schon einen Lichterweg ohne Lichter? (Äähm- Meine Wohngemeinde- Aber das ist eine ganz andere -mich deucht überaus peinliche- Geschichte.)</p>
<p>Auch wenn wir wunderschön hoch über den Wolken zuhause sind, möchte ich hier niemals alleine sein. Mich beruhigt es, wenn über mir mal ein Gegenstand auf den Boden fällt, oder unten in der Wohnung die Türe geschletzt wird. Das heisst für mich, ich bin nicht alleine, rund um mich sind liebe Leute, zu denen ich im Notfall gehen könnte. Fühle mich so aufgehoben und zuhause.</p>
<p>Dies beruhigt mich.</p>
<p>Wobei ich mich korrigieren muss, denn seit gut einer Woche ist über uns keiner mehr, der Nachbar ist 77-jährig gestorben. Er ist schon seit dem Rohbau des Hochhauses im Jahr 1974 hier wohnhaft, und hat uns mal gesagt, dass er solange hier bleiben möchte, wies gesundheitlich geht. Dieser Wunsch ist ihm nun erfüllt worden, auch wenn er immer wieder zur Kur fahren musste, und darum wochenweise abwesend war. Wir hatten es gut mit ihm, und die Begegnungen waren immer herzlich. So hinterlässt er bei mir -auch wenn nur ein sporadisch gesehener lieber Mensch- eine einerseits schmerzliche Lücke, anderseits bin ich zufrieden, denn ich weiss, dass es ihm nun gut geht.</p>
<p>So Ereignisse geben einem wieder mal die nötige Weile, sich zu erden, mal tüüf durchzuschnuufen, und sich an das Geschehene zu erinnern.</p>
<p>Mich überwältigt jetzt der Wunsch, auf mein vergangenes Jahr retour zu blicken:</p>
<p>Bei mir fing das Jahr mit der Ausheilephase meiner turbulenten Gallenstein-OP-Triologie an, und mein erstes Buch (!!!) sollte doch auch noch erscheinen.</p>
<p>Tiefe traurige Gefühle riefen im Januar innerhalb zwei Wochen die zwei Todesfälle in meiner nahesten Familie aus. Es war eine unfassbar dunkle, schmerzvolle und hilfesuchende Zeit, teilweise habe ich um Luft regelrecht gerungen.</p>
<p>Danach gings um die Neuorganisation der Familie, an zwei Orten auf verschiedenste Ebenen dazusein, das muss ich erst noch lernen.</p>
<p>Trotz dem emotionalen denkbar schlechten Jahresstart gabs doch durchaus auch Wunderschönes.</p>
<p>Zum Beispiel im April wars dann endlich soweit: Ein Besuch im wunderschönen Fricktal bei ganz lieben Leuten, konnte eine Abmachung endlich eingelöst werden. Es war ein mega schöner und lehrreicher Tag auf dem Bauernhof.</p>
<p>Im heissen Juni gings dann in die Ferien ins unbekannte Trentino, den Spuren der Ahnen nach. Zwei wunderschöne Wochen mit vielen wunderschönen Erlebnissen bereichern uns und tun auch richtig gut.</p>
<p>Meinen traditionellen Ausflug an meinem Geburtstag ging dieses Mal in den Meriangarten in Basel. Zu dritt staunen wir, dass es in der Schweiz so was Schönes und Gepflegtes gibt.</p>
<p>Im Herbst dann die seit Jahren verschobene Reise in die Normandie (Erst kam meine Nierenstein-Odyssee, dann auch noch Corona dazwischen), war auch dies ein Wunsch, der endlich realisiert werden konnte. Wir es jedoch mit keiner Sekunde bereuen, sogar bis nach Calais (wow!) gefahren zu sein, oder unseren Hubi vor das goldene Tor von Versailles parkiert zu haben (wow!).</p>
<p>Meinem Liebsten wurde durch seine Vorgesetzte die Lust auf seine Arbeitsstelle nach 18 Jahren vollends vergällt- Und es eskalierte mit der eingereichten Kündigung. Hier wird im neuen Jahr sich anders ausgerichtet.</p>
<p>So Chindsgi hatt er echt nicht verdient.</p>
<p>Vor uns nun liegt unsere Lieblingszeit, die Adventszeit. Das Glitzern und Einkuscheln zuhause ist für uns immer sehr speziell, wir geniessen diese ruhigere Zeit sehr für uns und fühlen uns mitten unserer Dekoration sehr wohl.</p>
<p>Wir tun uns noch zusätzlich was Gutes, und gehen bald für ein paar wenige Tage nach Paris und lassen uns &#171;unter dem Eiffelturm&#187; in diverse Weihnachtsmärkte fallen. Haben günstige Angebote für Zug und Hotel gekriegt -Und ein kleiner Traum für uns wird endlich auch greifbar.</p>
<p>So heute nun an dieser Stelle gestanden und reflektiert, ist das Jahr 2022 extrem schnell vorbeigezogen und neue Pläne fürs 2023 schwirren bereits wage im Hinterkopf herum.</p>
<p>Was uns unsere Zukunft wohl bringen mag? Ist es überhaupt sinnvoll, sich längerfristig Pläne zu machen? Müssen wir nicht immer mehr auf kurze Phasen umgewöhnen? Das aktuelle Geschehen wie Corona (ist das nun vorbei oder nicht?) der Krieg in der Ukraine und die Panikmache um zuwenig Strom, zeigt uns halt schon, dass wir länger wie mehr nur noch in kurzen Abständen unser Leben (wenn überhaupt) planen können.</p>
<p>Das kann aber auch durchaus reizvoll sein.</p>
<p>Ich für meinen Teil freue mich nun rüüdig auf die kommende Advendszeit, den Trip nach Paris, und bin rächt neugierig aufs 2023.</p>
<p>Schon mal hier wünsche ich dir eine wunderschöne Adventszeit, lass warmes Lichter in deine Seele leuchten, nimm dir Zeit für deine Liebsten, und tu auch Andern mal was Gutes.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/erwartungsvoll/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">15390</post-id>	</item>
		<item>
		<title>15 Jahre bloggern</title>
		<link>https://remos.blog/15-jahre-bloggern/</link>
					<comments>https://remos.blog/15-jahre-bloggern/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2022 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=14584</guid>

					<description><![CDATA[Heute gibts einen Sondereintrag! Und ich grabe extra zu diesem Anlass entsprechend ein 15-jähriges Fotti aus! Denn ich feiere den 15. Geburtstag meines Blogs! Ich finde, das ist in der heutigen extrem schnälläbigen Zeit doch durchaus einen speziellen Eintrag und doch ein anerkennendes &#171;Oooooh!&#187; wert. Wenn ich so mal wieder<a class="moretag" href="https://remos.blog/15-jahre-bloggern/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/08/img_2999-scaled.jpg" class="size-full wp-image-14583" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/08/img_2999-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/08/img_2999-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/08/img_2999-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/08/img_2999-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/08/img_2999-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/08/img_2999-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p><strong><em>Heute gibts einen Sondereintrag!</em></strong></p>
<p>Und ich grabe extra zu diesem Anlass entsprechend ein 15-jähriges Fotti aus!</p>
<p>Denn ich feiere den <strong><em>15. Geburtstag meines Blogs</em></strong>! Ich finde, das ist in der heutigen extrem schnälläbigen Zeit doch durchaus einen speziellen Eintrag und doch ein anerkennendes &#171;Oooooh!&#187; wert.</p>
<p>Wenn ich so mal wieder gerne durch mein Geschreibsel surfe, muss ich zugeben: Ich bin eigentlich scho no recht stolz, was in diesen ganzen Jahren sich hier entwickelt und angesammelt hat. Wie umfangreich meine Verzellerei doch geworden ist (sind es doch schon weit über 500 Beiträge hier!).</p>
<p>Das mit gerne Schreiben habe ich seit den Kinderjahren intus, bereits in der Schule liebte ich das Fach &#171;Aufsatz schreiben&#187; und war auch recht gut darin, spannende Geschichten zu schreiben wie zum Beispiel einer Geschichte mit zwei Enden, von denen man sich dann eines aussuchen kann.</p>
<p>Eines mit einem guten Ende, eines mit tödlichem Ausgang&#8230;</p>
<p>Bei Schulreislis griff man gerne auf meine Erzählkunst zurück und auch beim Projekt &#171;Newspaper&#187; war ich der, der die längsten und unterhaltsamsten Berichte schrieb. In meiner Ausbildung als Drucker hab ich den einten oder anderen Bericht in der lokalen Wochenzeitung (immerhin 5000 Exemplare Auflage) veröffentlichen können, und auch in der Steelband -wo ich als Aktuar fungierte- war der Brichtlischreiber immer klar mein Ämtli.</p>
<p>Eigentlich hätte ich heute noch gerne meine Schreibstücke aus der Schule gehabt, um mal drin zu stöbern -Aber diese fielen wie mein Tagebuch dem Altpapier zum Opfer.</p>
<p>Henu.</p>
<p>Somit gibt es wenig Schriftliches, was in meiner Jugendzeit aus meiner Feder kam, bis ich ebenda am 15. August 2007 anfing, noch vor dem hippen Boom mit Bloggern/Vloggern/wasauchimmer auf einer Gratisseite im Internet meine Gedanken aufzuschreiben -Eben zu bloggen.</p>
<p>Mit der Zeit habe ich diese Notizen ausgebaut, und es wurden Berichte, welche man unterdessen gut lesen kann. Wagte auch den Schritt an die Öffentlichkeit, schnappte mir einen coolen Domain (gibt zu: Remos.blog &nbsp;-Der ist einfach cool!) und damit nicht mehr so versteckt, wo niemand mich je gefunden hat. Irgendwie war mein Gedanke, dass wenn man auf Reisen geht, die Ereignisse sich ja aneinanederreihelen und man später gar nicht mehr weiss, wo man überall war, was man gemacht hatte und welch schöne Sachen es auf der Welt gibt. Ich wollte festhalten, um später noch ein mal einzutauchen, in die vielen wunderschönen Begebenheiten, die wir in den ganzen Jahren hatten. Quasi das Ereignis nochmals erleben- Heute in Zeiten der Nachhaltigkeit bin ich so aber voll im Trend&#8230;</p>
<p>Und auch um den Leser gluschtig zu machen, selber diese Sachen zu erkunden, oder Neues zu entdecken. Es sind keine verrückten Dinger, die ich hier poste, eher die kleinen Unscheinbaren, welche meiner Ansicht nach es wert sind, auch mal erzählt zu werden. Hier heisst es Hagendorn statt Hawaii, Mettmenstetten statt Malibu.</p>
<p>Erst war es auch eine Zusammenfassung nach den Ferien, und ab 2016 (Reise nach Belgien) intensivierte ich die Einträge, indem ich täglich vom Reisen berichtete. Dies sicher auch, um den Daheimgebliebenen ein Update zu senden, wo wir grad sind, was wir tun. Und um nach Jahren wieder nachzustöbern, was wir denn damals alles angestellt haben.</p>
<p>Es waren immer harte Entbehrungen, wenn ich abends amix stundenweise Brichtlis zwägstiflete (Für mich und meinen Liebsten).</p>
<p>Und wenn wir grad keine Ferien hatten, gab es doch immer ein Thema, an dem ich mich wöchentlich guttun konnte, und irgendwie hat sich der Mittwoch bei mir eingebürgert zum Aufschalten der Berichte. Weil meist hatte ich was am Wochenende erlebt, und die Zugsfahrt an den Anfangszeiten des bloggens eröffnete mir die Möglichkeit, am Montag und Dienstag das Erlebte aufzuschreiben -und gewissenhaft zu&nbsp;redigieren- so, dass es am Mittwoch lesbar und relativ fehlerfrei dem geneigten Leser unterbreitet werden, respektive, hier an dieser Stelle erscheinen konnte.</p>
<p>Mein wöchentliches Ziel, etwa 800 Wörter (finde das grad eine gute Länge, nicht zuviel, nicht zuwenig) und ein selbstgeschossenes Bild zu einem mir einfallendem Thema bunt durch den Gemüsegarten zu posten, habe ich seit geraumer Zeit immer wieder versucht zu erreichen. Mängisch mit mässigem Erfolg, mängisch werden die Berichte halt chli länger&#8230;</p>
<p>Scho na erstaunlich, über was es alles zu berichten gibt, zu welchen Themen mir da was einfällt. Welche Gedanken ich dazu hatte. Es gibt Zeiten, da fällts mir leicht, und manchmal gnaage ich dermassen an einem Thema, aber ich denke, das merkt man dem Brichtli gut an, öbs flüssig geschrieben, oder mühsam aus den Fingerspitzen gezogen ist.</p>
<p>Soll man ja auch.</p>
<p>Es soll ja ein Spiegel meiner sein, und auch wenns mir mal nicht so gut ging, so kann dies durchaus auch mal hier Platz haben.</p>
<p>Dieser Druck -regelmässig was zu veröffentlichen- gefällt mir, treibt mich an, erfüllt mich irgendwie. Logisch könnte man noch etwas an der Satzstellung büschelen, klar hat es doch da und dort Schraibfehler drin&#8230;.</p>
<p>Aber das Format Blog verzeiht einem das.</p>
<p>Hier kann ich schreiben was ich will, wie ich will, wo ich will.</p>
<p>Vielleicht höre ich ja mit der wöchentlichen Schreiberei gänzlich auf, um mich was Neuen zu widmen.</p>
<p>Denn das bin ja ich. Kann ja tun, worauf es mir gelüstet. Brauche keinen festen Einband und eine vorgegebene Anzahl Seiten zum füllen.</p>
<p>Sonst könnte ich ja ein Buch schreiben.</p>
<p>Oh- Wie du ja sicher weisst- Das habe ich ja sogar&#8230; Und dies war ein unsagbar schönes Experiment, und ganz sicher ein riiiesen Meilenstein im Leben eines Gschichtliverzellers. Aber es fehlt mir noch viel zum professionellen Schriftsteller, und ich weiss nicht, öb ich mir das nochmals antu, und nochmals ein richtiges Buch schreib.</p>
<p>Na gut, ich kann ja mal als Projekt anteiggen, meiner treuesten Fans wegen.</p>
<p>Aber dieses Format hier passt mir. Und sonst passe ich es halt an.</p>
<p>Dass ich heute hier zu diesem Anlass schreibe, ich hätts vor 15 Jahren echt nie für möglich gehalten!</p>
<p>Ich gratuliere mir von ganzem Herzen zum 15-Jährigen!</p>
<p>Bin uhuere stolz!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/15-jahre-bloggern/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">14584</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Zu heiss!</title>
		<link>https://remos.blog/zu-heiss/</link>
					<comments>https://remos.blog/zu-heiss/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2022 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=14367</guid>

					<description><![CDATA[Nimm&#8217;s mir bitte nicht übel, aber mir ist&#8217;s momentan echt chli zu heiss zum hier was zu schreiben. Die Temperaturen sind weit über dem Wohlfühlmodus und Tropennächte gehören momentan zur Tagesordnung. Am Abend ist der Kopf leer, und bei diesen Gegebenheiten noch was zusammen stiflen, was dich interessieren könnte? Uff-<a class="moretag" href="https://remos.blog/zu-heiss/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/07/img_2649-scaled.jpg" class="size-full wp-image-14366" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/07/img_2649-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/07/img_2649-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/07/img_2649-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/07/img_2649-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/07/img_2649-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/07/img_2649-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Nimm&#8217;s mir bitte nicht übel, aber mir ist&#8217;s momentan echt chli zu heiss zum hier was zu schreiben. Die Temperaturen sind weit über dem Wohlfühlmodus und Tropennächte gehören momentan zur Tagesordnung. Am Abend ist der Kopf leer, und bei diesen Gegebenheiten noch was zusammen stiflen, was dich interessieren könnte?</p>
<p>Uff- Das ist auch für mich unmöglich.</p>
<p>Drum hier als Trost ein schönes Bild als Platzhalter. Es zeigt ein Lilienfeld in Hedingen, wo wir letzte Woche ein paar schöne Exemplare dieser blühenden Blumen gepflücket haben, und sie uns Zuhause sicher noch eine Woche mit ihrer Blüte erfreuen konnten.</p>
<p>Es ist bereits die zweite grosse Hitzewelle in diesem Jahr, die-mit über 35 Grad- hier herrscht und sie rollt (oder äben nid rollt) über uns hinweg, und dies nicht allzu knapp. Erste Gemeinden der Schweiz rationieren bereits das Wasser (im Tessin oder im Jura), und wenn hier Korn gemäht wird, stübt es übelscht wie ein Sandsturm desume, weil die Felder und Ähren so furztrocken sind. Die Früchte an den Bäumen und Sträuchern sind fast einen Monat im Voraus, alles ist chli früher dran heuer. Also wenn in diesen Tagen ein Bauer noch Erdbeeren im Hofladen als seine Eigenen darbietet, ist da schon gesunde Vorsicht geboten, öb ächt die tatsächlich von seinem Feld stammen, oder nicht schlussamänd morgens um halb sechs mit dem Früchte-Camion aus den Lagerhallen des Früchte- und Gemüsehändlers angeliefert werden.</p>
<p>Du da git&#8217;s! Kannst mir glauben. Habe ich nämmli schon etliche Male selber beobachtet, mfal.</p>
<p>Übel!</p>
<p>Aber nun gut.</p>
<p>Kurligerweise weht jedoch viel eine frische kühle wohltuende Bise, eigentlich völlig abnormal für den Sommer bei uns. Diese willkommene Frische macht die doch beeindruckenden Temperaturen etwas erträglicher, im Schatten lässt sich&#8217;s drum recht gut aushalten.</p>
<p>Hier als mein Pro-Tipp an dich folgendes: Eventuell kann ein schattiger Liegestuhl mit kühlem Wasser und einer <a href="https://remos.blog/?product=hoodie-with-logo">süffig zu lesenden Lektüre</a> (es sind nur noch wenige Exemplare verfügbar) helfen, die Temperaturen unbeschadet zu überstehen. Greif zu, bevor es ein Anderer tut, denn ich sage dir:</p>
<p>Es lohnt sich.￼</p>
<p>Nichtsdestotrotz schauen wir doch positiv in die Zukunft, denn wenn wir die teilweise überbewertete und nun völlig versandende Pandemie ziemlich unbeschädigt überstanden haben, werden wir ganz sicher auch diese heisse Zeit irgendwie überleben, uns halt dem Schatten nach bewegen, und dafür später davon unseren Enkelkinder berichten können, dass wir denn dann mfall auch dabei gewesen seien.</p>
<p>Wenn es dann Enkelkinder gäben würde.</p>
<p>Und ich was zu erzählen hätte.</p>
<p>Mal schauen, öb ich nächste Woche mehr Material für ein Brichtli zusammenbringe&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/zu-heiss/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">14367</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Miis Schätzi</title>
		<link>https://remos.blog/miis-schaetzi/</link>
					<comments>https://remos.blog/miis-schaetzi/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2022 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://remos.blog/?p=14251</guid>

					<description><![CDATA[Sie ist wieder da! Endlich!! Ich bin soo froh! Ach, wie bin ich froh! Kann dir gar nicht sägen, wie froh! Die Vorgeschichte zum heutigen Beitrag findest du hier. Und wie du sicher bemerkt hast (spätestens bei den nächsten Worten), sind bereits drei Monate seit dennen durchs Land gezogen. Zwölf<a class="moretag" href="https://remos.blog/miis-schaetzi/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/06/img_2438-scaled.jpg" class="size-full wp-image-14250" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/06/img_2438-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/06/img_2438-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/06/img_2438-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/06/img_2438-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/06/img_2438-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2022/06/img_2438-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Sie ist wieder da!</p>
<p>Endlich!!</p>
<p>Ich bin soo froh!</p>
<p>Ach, wie bin ich froh!</p>
<p>Kann dir gar nicht sägen, wie froh!</p>
<p>Die Vorgeschichte zum heutigen Beitrag findest du <a href="https://remos.blog/?p=13516">hier</a>.</p>
<p>Und wie du sicher bemerkt hast (spätestens bei den nächsten Worten), sind bereits drei Monate seit dennen durchs Land gezogen.</p>
<p>Zwölf lange Wochen, in denen ich das vertraute Tick-Tack vermisst hab.</p>
<p>Zwölf Wochen, in denen es Zuhause einfach leer scheint, weil kein schöner, beruhigender Glockenschlag ertönt.</p>
<p>Zwölf Wochen, in denen mir sogar das regelmässige Aufziehen des Uhrwerkes fehlt.</p>
<p>Scho no verrückt, wie man sich an einen Gegenstand, einen zwar ziemlich lautstarken, aber immer zuverlässigen Zeitgenossen gewöhnt.</p>
<p>Und er erst fehlt, wenn er nicht mehr da ist und dessen Fehlen sich damit hörbar macht, indem sich eine seltsame (irgendwie bedrückende) Stille in der Wohnung breitmacht.</p>
<p>Ich hatte jedesmal, wenn seltenerweise die Uhr mal stehen blieb (und nicht mehr die 60-mal Tick und 60-mal Tack in der Minute machte) immer ein so komisches flaues Gefühl. Hatte irgendwie ein fahles Gspüüri, als sei jemand in diesem Moment von uns gegangen&#8230;</p>
<p>Eine ganz ganz seltsame Schwingung hing in der Luft- Hab das gar nicht gerne!</p>
<p>Gut hat sich dieses Gspüüri nie bewahrheitet, das wäre für mich sonst der Horror. Aber es ist trotzdem ein gschmuuches Gefühl. Drum bin ich auch so drauf, dass diese Uhr immer läuft. Und jahrelang hat sie nun den zuverlässigen Dienst bei uns getan, ihre stabile Ganggenauigkeit hat mir würkli immer Eindruck gemacht.</p>
<p>Aber äben- Sie ist ja nu in Revision.</p>
<p>Eigentlich ist der Uhrmacher eher auf kleinere Uhren, Tischuhren, Armbanduhren und Neuenburger Pendülen spezialisiert, und als ich ihm meine Gustav Becker auf den Fotos gezeigt hat, war seine erste Frage:</p>
<p>Ist es ein Erbstück oder wurde sie bei einer Auktion gekauft? Denn eine Revision lohne sich nur aus sentimentalen Gründen, der Service übersteige den Kaufwert meist bei weitem&#8230;</p>
<p>Finde diese seine Ehrlichkeit toll, und auch wenn die zwei Uhrmacher sich nicht grad wie Geier auf mein Schätzi stürzen, merke ich: Hier ist meine Uhr in guten Händen.</p>
<p>So verabschiede ich mich von meiner Uhr mit gutem Gewissen, sie in guten liebevollen Händen zu wissen.</p>
<p>Bereits wenige Tage später habe ich eine schriftliche Offerte im Postfach, und ein Telefonanruf zur Erklärung.</p>
<p>Megaflott!</p>
<p>Hätte jetzt immer noch die Gelegenheit, mir das mit der Reparatur zu überlegen, die Offerte ist im höheren dreistelligen Bereich.</p>
<p>Überlegen? I wo!!</p>
<p>Das Geld ist es mir alleweil wert, die Uhr soll ihre verdiente Revision kriegen, damit sie weitere 120 Jahre zuverlässig und genau die Zeit anzeigen und schlagen kann.</p>
<p>Sie soll mich ruhig überleben, das stört mich nicht.</p>
<p>Den Auftrag zur Revision erteile ich mündlich wie auch schriftlich, mir wurde eine Wartezeit von etwa neun Wochen mitgeteilt, wobei sie momentan grad eine volle Reparaturwerkstatt hätten, und es sich villicht e bitz verzögert mit der Revision.</p>
<p>Ist mir recht, auf ein/zwei Wochen kommt&#8217;s auch nicht an. Und Ostern/Pfingsten ist ja auch noch, da verzögert sich halt die Wartezeit.</p>
<p>Aber es ist schon irgendwie leer dehei.</p>
<p>Trotz vercheertumme hängendem Pilzlibild aus dem Tessin, entwickelt im Fotolabor der Zuger Radarpolizei&#8230;</p>
<p>Da fehlt was.</p>
<p>Und obwohl wir eigentlich gar nicht auf dunkles, gedrechseltes, geschnörkeltes Holz von 1890 stehen- Diese Uhr gehört einfach hier her, diese Uhr gehört zu mir/uns.</p>
<p>Soifz&#8230;.</p>
<p>Irgendwie vergingen die zwei Monate, aber wie wenn man bei einem Lied den Bass wegnimmt, fehlt halt das beruhigende TickTack, der schöne Dreiklang des Gongs, die sogenannte Baseline, welche uns im Hintergrund stets begleitet hat.</p>
<p>Immer wieder fällt mein Blick beim vorbeigehen auf den Platz, wo statt der Uhr das choge Pilzfotto hängt.</p>
<p>Und manchmal in der Nacht, da habe ich den viertelstündlichen Gong vermisst.</p>
<p>Nun gut, irgendwie gings, und wir waren auch mit Vorbereitungen für unsere Ferien beschäftigt. Irgendwann gingen wir denn auch in die Ferien, und ich musste kein schlechtes Gewissen haben, weil die Uhr niemand aufzieht.</p>
<p>Nach den Ferien wollte ich mich beim Uhrmacher melden, denn es waren bereits 12 Wochen vorbei. Nicht zum stressen, aber vielleicht ist ja meine Adresse verloren gegangen, oder die Uhr dermassen kaputt (Horrorvorstellung!) und irreparabel, dass man sich nicht getraut, mir anzurufen.</p>
<p>Aber wie wenn er es geschmöckt hätte, kriege ich Post mit dem Bescheid, meine Uhr sei ab Samstag abholbereit!</p>
<p>Juhuuu!</p>
<p>Ich melde meinen Besuch an, denn ich möchte doch miis Schätzi schnällschtmöglich wieder haben.</p>
<p>Hab&#8217;s halt schon sehr vermisst.</p>
<p>So machen wir uns relativ früh morgens auf um nach Zug zu fahren, wo an bester Lage sich das Geschäft befindet. Der Parkplatz direkt vor dem Geschäft war wie vor zwölf Wochen zufällig frei. Hatten schon Bammel, dass man wegen des am Abend stattfindenden Seenachtsfest&#8217;s jetzt schon alles verbarrikadiert, aber so waren wir bloss zwei Schritte vor dem Geschäft!</p>
<p>Ideal.</p>
<p>Die zwei Uhrmacher sassen gebeugt über ihrer Arbeit, mit Lupe und Pinzette, eine Finöggeli- und Gänggeliarbeit. Für das musst du auch gemacht sein.</p>
<p>Meine Uhr hängt an der Wand und tickt zufrieden. Mir kommen vor Freude die Tränen, bin sichtlich gerührt.</p>
<p>Die Dame erklärt mir, dass sie diese Uhr revidiert habe, und es das erste Mal für sie gewesen sei, eine Uhr diesen Typs unter die Fittiche zu nehmen. Sie hat das Uhrwerk auseinandergenommen und gereinigt, zusammengesetzt und geölt. Und findet den Gong auch sehr beruhigend. So wie ich sie einschätze, hatte sie viel Freude und eine lehrreiche Zeit mit meiner Uhr. Ich denke, ist mal was anderes wie eine Cartier-Armbanduhr. Sie ist sicher auch ein bisschen stolz, dass sie es so gut hinbekommen hat.</p>
<p>Weil sie sieht nun auch, dass ich sichtlich gerührt bin, und eine unsinnige Freude an der Uhr zeige.</p>
<p>Das gibt ihr sicherlich ein gutes Gefühl.</p>
<p>Wir fachsimpeln no e bitz und der Uhrmacher versichert mir, dass das Uhrwerk schon was präzises sei, was diese Gustav Becker Uhr habe. Denn die Technik und die hohe Materialqualität der in Schlesien produzierten Uhren waren mehrere Goldmedaillen an Weltausstellungen wert. Aber die Produktion dieser Uhren wurde schliesslich arg ins Bedrängnis gebracht, als die billiger herzustellenden Schwarzwalduhren den Markt überschwemmt haben.</p>
<p>So war man gezwungen zu sparen und mit anderen Uhrfabriken zu fusionieren (Junghans), und den ehemals bedeutensten Standort in Deutschland produzierten Grossuhren dann schlussamänd vor dem zweiten Weltkrieg leider geschlossen werden musste.</p>
<p>Interessanterweise erzählt der Uhrmacher auch von stehen gebliebenen Uhren, welche einen Todesfall ankünden, oder von Menschen (deren Herzschlag nicht auch im 60er Takt schlagen) nicht mit diesen Uhren zschlag kommen und sie als nervös machend empfinden, oder gar entfernen müssen, weil es nicht mehr geht.</p>
<p>Verrückt!!</p>
<p>Der Uhrmacher gewährt mir 24 (!) Monate Garantie auf die gemachte Arbeit. Ein beruhigender Zug!</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass die Uhr nun für die nächsten sechzig Jahre sicher und zuverlässig laufen wird.</p>
<p>Danach ist es mir egal. Auch öb sie noch irgendwann Antikwert kriegt, und für Tausenden von Franken vertschuttet werden könnte.</p>
<p>Sie ist miis Schätzi, ich liebe sie, und ihr TickTack sowie der beruhigende Gong geben mir wieder ein gutes Gefühl zu Hause.</p>
<p>Willkommen zurück!!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://remos.blog/miis-schaetzi/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">14251</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
