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	<title>Täglich &#8211; Remos.blog</title>
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	<description>Das Leben ist viel zu unterhaltsam, um gewisse Anekdoten nur für sich zu behalten.</description>
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		<title>18</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2021 15:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die erste Woche wieder go schaffen nach dieser nötigen Auszeit ist schon chli hart. Die Ferien hallen herrlich no e bitz nach, und wenn ich ganz zufrieden zurückschaue, dann ist doch einiges Schönes, Interessantes und in den Erinnerungen bleibendes geloffen. Huu-jo! Auf die eine Seite freut es mich wieder meinen<a class="moretag" href="https://remos.blog/text/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/06/img_5259-scaled.jpg" class="size-full wp-image-11431" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/06/img_5259-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/06/img_5259-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/06/img_5259-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/06/img_5259-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/06/img_5259-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/06/img_5259-1536x2048.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Die erste Woche wieder go schaffen nach dieser nötigen Auszeit ist schon chli hart. Die Ferien hallen herrlich no e bitz nach, und wenn ich ganz zufrieden zurückschaue, dann ist doch einiges Schönes, Interessantes und in den Erinnerungen bleibendes geloffen.</p>
<p>Huu-jo!</p>
<p>Auf die eine Seite freut es mich wieder meinen vollen Einsatz zu geben, gebraucht zu werden, andererseits könnte ich mich schon noch an Ferien gewöhnen (oder neumödisch gesagt frührentnern). ￼</p>
<p>Ich frage mich würkli, für was man sich das ganze Chrüpplen eigentlich antut, kann doch nicht gesund sein. Auf der anderen Seite wäre keine Arbeit (also auch keine Aufgabe) zu haben auch nicht grad förderlich, und auf lange Sicht nüm lässig.</p>
<p>Wir alle brauchen doch das Gefühl, gebraucht zu werden.</p>
<p>Ich habe recht Respekt vor dem Moment meiner Pensionierung, wo ich nüm aktiv für die Wirtschaft gebraucht werde, und mich dann sälber mit meinem Leben, meiner verdienten Freiheit beschäftigen muss.</p>
<p>Als arbeitender Angestellter plange ich jetzt jeweils doch auf Ferien/Freizeit und selber Gestalten des Tagesablaufs, siehe aber die nachziehenden Tatsachen des Rentendaseins -das endgültige zur Ruhe setzen- noch nicht so reel, ist ja auch noch so weit weg.</p>
<p>Man wird nach dem in Rente gehen eigentlich nüm gebraucht, keiner braucht einem noch am Arbeitsplatz. Jemand Jüngeres ist schneller/effizienter/günstiger. Ich bin von heute auf morgen kein nützliches Rädchen im Gefüge mehr.</p>
<p>Ich selber habe ja bei meinem jetzigen Arbeitgeber auch zwei Arbeitskollegen in die Rente geschickt (leider leben beide nüm). War da auch schneller/effizienter/günstiger&#8230;.</p>
<p>Klar, ich kann die ehemaligen Kollegen mal undertags im Geschäft besuchen gehen, aber seien wir doch ehrlich: Fühlt man sich da nicht leicht überflüssig im Raum, wenn die Anderen arbeiten, und ich sie mit meiner Anwesenheit nur ablenke. Und es braucht nur wenige Jahre, dann ist das Team doch komplett ausgewechselt, und ich kenne am Änd keinen mehr, oder nur die, welche ich doch eigentlich gar nicht sehen wollte (&#171;Jösses- Du bist <strong>immer noch</strong> da?!!&#187;).</p>
<p>Ich muss sagen, ich kann mir das jetzt noch gar nicht vorstellen, wie das ist. Und ich &#171;muss&#187; ja auch noch (aktuell) 18 Jahre arbeiten, bis ich das reguläre Pensionierungsalter erreichen tu.</p>
<p>Aber wenn man denkt und reflektiert, was vor 18 Jahren war&#8230;</p>
<p>Das Jahr 2003.</p>
<p>-Das Jahr, als ich den eidgenössischen Prozessfachmann erfolgreich abgeschlossen hab.</p>
<p>-Das Schaf Dolly, das erste geklonte Säugetier der Welt, nach immerhin sieben Jahren starb.</p>
<p>-Ich meinen zukünftigen Liebsten kennen gelernt habe.</p>
<p>-Ein heissester Jahrhundertsommer, der es schaffte, dass Ventilatoren in den Läden restlos ausverkauft waren.</p>
<p>-Ich noch bei HOWAG Kunststoffe in Wohlen arbeitete, und die strube Zeit bis zum mobbenden Ende noch weit entfernt war.</p>
<p>-Das erste Mal in der Schweiz das &#171;Wort des Jahres&#187;(Konkordanz) und das &#171;Unwort des Jahres&#187; (Scheininvalide) gewählt wird.</p>
<p>-Ich in einer (hüpschen) 3 -Zimmer Dachwohnung in Hagendorn zuhause war.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Jösses, also wenn ich nun so zurückguck, muss ich nun aber zugeben, diese Zeit ist aber choge schnell vorbei!</p>
<p>Nicht dass in dieser Zeit nichts gelaufen wäre -Oh nein-! Ich habe die schönste Zeit meines Lebens in eben diesem Jahr begonnen (und ein Ende dieser wunderschönen Zeit mag ich mir auch in 18 Jahren noch nicht wünschen).</p>
<p>Aber es gibt einem die Relation, wie schnell so rund 18 Jahre vorbei sein können. Am besten merkt man es doch an den Kindern. Chuum noch im Stubenwagen, oder eingeschult, sind sie (mit 18) auch schon Volljährig.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass Menschen mit Jahrgang 2000 ab heuer sogar in den USA legal in Bars einen heben können, oder diese Millenials am Änd schon eigene Kinder auf die Welt gesetzt haben&#8230;</p>
<p>Kinder, Kinder&#8230;</p>
<p>Zu meinen Gedanken passt grade wie ein Puzzleteil aufs andere, dass ich eine Meinungsumfrage erhalte, in welcher es um meine Pensionierung sowie meine Vorstellung dessen geht.</p>
<p>Wie ich mir den Tag vorstellen tu.</p>
<p>Was ich nach dem in die Rente gehen fördern möchte, wovor ich Angst habe, wie alt ich werde (was für eine kurligen Frage?!), und lauter so settige Fragen rund um meine Vorstellung von meinem Ruhestand.</p>
<p>Ich beantworte die Umfrage meines jetzigen Wissens möglichst wahrheitsgetreu, denn was in öppen so 18 Jahren sein wird, das kann ich unmöglich heute schon mit Sicherheit sagen.</p>
<p>Grad die zwei letzten Jahre haben mir (und der ganzen Welt?) gezeigt, wie fragil wir eigentlich leben, wie unselbstständig und naiv wir reagieren.</p>
<p>Drum geniesse ich das Hier und Jetzt, in meinem Megalieblingsohrensessel, nehme sehr gerne die zwei Franken, welche diese Umfrage für mich parat hält.</p>
<p>Der Spatz in meiner Hand, statt die Taube auf dem Dach.</p>
<p>Die macht ja eh nur Lärm, nervt und macht nur Mist, so weit weg oben, pfff.</p>
<p>18 Jahre sind ja nicht alle Welt, und wer weiss, vielleicht werden es ja weniger bis es soweit ist.</p>
<p>Jedes Jahr sicher eines weniger.</p>
<p>Und bis da treibe ich diesen Motor noch e bitz mit, ich als Zahnrad bin gut in Schuss.</p>
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		<title>So oder so- Frühling ist do!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein jährlich kehrendes Ritual: Z&#8217;erscht lange Hose und Wollenschal, dann plötzlich Tiischi und Sonnenbrill- Das Wetter macht doch, was es will! &#8230; Die Tage, grad noch warm und klar, Dann -schwupps- wieder Frostgefahr! Scheint se sun bright over se hill wärmt&#8217;s den Buggel, wie ich will. &#8230; Doch<a class="moretag" href="https://remos.blog/so-oder-so-fruehling-ist-do/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/04/img_3852-scaled.jpg" class="size-full wp-image-10833" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/04/img_3852-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/04/img_3852-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/04/img_3852-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/04/img_3852-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/04/img_3852-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/04/img_3852-1536x2048.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Es ist ein jährlich kehrendes Ritual:</p>
<p>Z&#8217;erscht lange Hose und Wollenschal,</p>
<p>dann plötzlich Tiischi und Sonnenbrill-</p>
<p>Das Wetter macht doch, was es will!</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Die Tage, grad noch warm und klar,</p>
<p>Dann -schwupps- wieder Frostgefahr!</p>
<p>Scheint se sun bright over se hill</p>
<p>wärmt&#8217;s den Buggel, wie ich will.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Doch heute lange Unterhosen</p>
<p>Händschen, Kappe, Kerzen in Dosen</p>
<p>sind entwintert, was nicht nur mir</p>
<p>missfällt, auch genauso andren hier.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>So toll der erste Schnee auch war-</p>
<p>Wir wollen Frühling! Ist das klar?!</p>
<p>Die Flora reichlich blühen sehen,</p>
<p>und mal ohne Bise raus zu gehen.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Endlich weggesteckt der dicke Schal</p>
<p>wird es doch Zeit, taminomal!</p>
<p>Werden uns gar nie gewöhnen</p>
<p>das Wetter hier nicht zu beklönen.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Denn: Sicher wie ein alter Hut</p>
<p>es auch next Jahr heissen tut:</p>
<p>Wieso hat es denn- Heieiei,</p>
<p>noch Schnee bis fast Mitte Mai?</p>
<p>&#8230;</p>
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		<title>Ich versteh‘s nicht!</title>
		<link>https://remos.blog/waer-eigentlich-noch-amuesant/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Das hier muss ich für die Memoiren aufbewahren- Denn wer hier nicht dabei war, der kann und wird es mir nicht glauben&#8230; Geschossen wurde dieses Foto in unserer Dorflandi, nach Migros und Coop immerhin der drittgrösste Detailhändler der Schweiz. Weil der eigentlich für Landwirte und Agrarberufsleute bestimmte Fachmarkt auch Lebensmittel<a class="moretag" href="https://remos.blog/waer-eigentlich-noch-amuesant/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/01/img_3138-scaled.jpg" class="size-full wp-image-10495" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/01/img_3138-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/01/img_3138-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/01/img_3138-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/01/img_3138-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/01/img_3138-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2021/01/img_3138-1536x2048.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Das hier muss ich für die Memoiren aufbewahren- Denn wer hier nicht dabei war, der kann und wird es mir nicht glauben&#8230;</p>
<p>Geschossen wurde dieses Foto in unserer Dorflandi, nach Migros und Coop immerhin der drittgrösste Detailhändler der Schweiz. Weil der eigentlich für Landwirte und Agrarberufsleute bestimmte Fachmarkt auch Lebensmittel undsoweiter anbieten tut, darf er auch in der Coronazeit offen haben. Wobei ich denke, wenn er ausschliesslich Agrarprodukte hätte und der Zugang nur für Bauern wär, wäre alles normal offen. Weil ja die das brauchen tun. Und es ohne ja gar nicht geht.</p>
<p>Aber äben.</p>
<p>Wir gehen seit Corona gerne hier hin, denn auch wenn er nicht der grösste Laden ist, es das Wichtigste für den täglichen Bedarf abdeckt. Manchmal staunen wir, was es da zwischen Grabkerzlis, Katzensand, Duschmittel und Stereoanlagen noch alles zu kaufen gibt. Er ist für uns zu Fuss gut erreichbar, drum sind wir ab und zu da anzutreffen. Zum Coronastart vor knapp einem Jahr war der Laden auch offen, einfach wirklich nur das Nötigste konnte vom Gestell entnommen und gekauft werden.</p>
<p>Dann kam wieder eine Zeit, wo wieder alles verfügbar war. Einzig die Maskenpflicht erinnerte noch an unsere Pandemie.</p>
<p>Seit gut drei Wochen jedoch finde ich wird eine Politik betrieben, welche -von gesunder Distanz aus gesehen- gradezu lächerlich wirkt.</p>
<p>Nicht nur hier- zum Beispiel auch im Migros können wir aufs gesamte Sortiment zugreifen &#8211;&gt;Ausser auf Kinderspielzeug.</p>
<p>?!</p>
<p>Ich sehe ein TikTok, wo eine Userin erzählt, auch im selben Unternehmen zwar Babykleider und Mädchenkleidung kaufen kann, Bubenkleider sind aber abgesperrt und nicht direkt kaufbar.</p>
<p>Mit welcher Logik ich zwar jetzt im Winter Holzkohle und Anzündhilfe kaufen kann, den Grill aber nicht- ich glaube, das entzieht sich nicht nur meiner Kenntnis. Ich kann Batterien posten, aber keinen Toaster. Blumenerde, aber keinen Koffer.</p>
<p>Es ist eigentlich noch ein lustiges Spiel.</p>
<p>Ich meine- ich darf ja auch auf die Skipiste, aber in kein Restaurant. Darf ja auch an keinen öffentlichen Platz und mich mit 6 Personen treffen. Aber ÖV fahren geht wieder.</p>
<p>Die ganze Sache geht noch abstruser. Ich kann den Plastikbob/ Reisekoffer/ Gummistiefel zwar nicht reell in meinen Warenkorb tun.</p>
<p>Aber per Telefon oder Internet hier bestellen.</p>
<p>Es wird mir dann parat gemacht zum abholen.</p>
<p>Diese Idee hat sogar seit Neuestem einen ganz schiggen Namen: Click and collect.</p>
<p>Na, jetzt komm ich mir nicht nur dumm vor. Sondern von hinten bis vorne verarscht.</p>
<p>Was soll das?</p>
<p>Dieser Zustand wird bis Ende Februar vorgegaukelt, dann gibts wieder neue Richtungsweiser vom BAG.</p>
<p>Aber glaubt dann ja nicht, dass ihr auf unbestimmte Zeit mit dem mündigen Bürger machen könnt, was ihr wollt.</p>
<p>Irgendeinmal reicht es auch uns, im Ausland sind bereits erste Ausschreitungen im Gange, weil die ganzen Leute nicht mehr zu jeder Einschränkung bereit und blindlings der Regierung vertrauen können und wollen.</p>
<p>Anderntags gehen wir in unseren Liebings-Baumarkt (der mit dem hüpschen Verkaufspersonal)- Die haben ja offen, muss ja mein Gartenhäuschen/die Verbundsplatten hinter dem Haus jetzt im Winter haben, nicht im Frühling &#8230;</p>
<p>?!</p>
<p>Auch hier staunen wir. Es kann fast alles aquiriert werden, Farben/Scharniere, Bodenbeläge, Pflanzen, Velos, Boxen, Dübel, Bohrmaschinen. Duschbrausen, elektrische Schalter, Schaumstoffe.</p>
<p>Nur LED Leuchtbänder, Ständerlampen und Bilderrahmen nicht.</p>
<p>?!</p>
<p>Wir flirten nochli mit der Filialleiterin, welche uns an der Kasse freundlich erkennt, und nach unserem Wohlergehen fragt. (Sind hier wohl bekannt, wie bunte Hunde&#8230;. So was, smile). Und auch die Kassiererinnen müssen auf eine Liste gucken-welche recht übersichtlich ist- was denn da nicht verkauft werden darf.</p>
<p>Es wiehert der Amtsschimmel, es ist würkli amüsant.</p>
<p>Wir jedenfalls kriegen, was wir wollen, ein Vorprojekt zu unserer neuen Idee. Mehr sei hier noch nicht verraten.</p>
<p>Wer uns kennt, ahnt was- Es darf gerätselt werden. Zu gegebener Zeit folgt dann die Auflösung (Das heisst, sobald wir Lust dazu haben das Projekt auszuführen, und ich dann drüber schreiben tu).</p>
<p>Bis des Weiteren verharren wir nochli in dieser wahrlich kurligen Vorschriftendschungelei, und hoffen auf bessere und sinnvollere Massnahmen.</p>
<p>Was auch so überaus gefördert gepusht wird sind die nun möglichen Impfungen. Es seien schon drei (!) Prozent der Bevölkerung geimpft. Wirksam?</p>
<p>Kann man nicht wissen.</p>
<p>Wie lange wirkt denn dieses Gift?</p>
<p>Drei Wochen?</p>
<p>Fünf Monate?</p>
<p>Ein ganzes Leben?</p>
<p>Zehn Minuten?</p>
<p>Ist man würkli immun gegen Corona danach, oder müssen regelmässig die zwei Impfungen sein?</p>
<p>Chas ja au nid sii, oder?</p>
<p>Langsam verliere ich den Überblick, welcher Hersteller welches Medikament an welche Zielgruppe abgeben will. Und ich warte immer noch drauf, dass unsere beiden eigenen Pharmagiganten vom Nachbarkaff auch ein Mitteli auf den Markt werfen. Weil momentan da -tünkt es mich- ist es verdammt still in Rochekreuz.</p>
<p>Zu still.</p>
<p>Da kommt noch was, bin mir da sehr sicher. Und weil es &#171;hier&#187; hergestellt wird, und dann garantiert subventioniert werden muss-nach dem Motto aus der Schweiz, für die Schweiz-(wer will das Gift den schon bezahlen, da sind ja noch weniger bereit zum impfen??!), werden nochmals viele Batzeli von unserem Staat an die ach so bedauernswerten Pharmazien fliessen.</p>
<p>Ich lese grad aktuelle Zahlen:</p>
<p>Grade mal lächerliche 10% der Bevölkerung hat im Kanton Luzern sich für eine Impfung angemeldet. Von denen haben bloss 2% auch tatsächlich einen Termin bekommen&#8230;</p>
<p>Wie will man denn da verlässliche Daten/eine Eindämmung erreichen??</p>
<p>*Kopfschüttel*</p>
<p>Und grad lese ich noch was -Welches doch soo unmöglich schien!- Dass der Kindergarten <strong>hier im Quartier</strong> für zehn Tage in Quarantäne muss, es sei die &#171;Südafrikanische Virusmutation&#187; festgestellt worden.</p>
<p>Whut??! Es hies doch immer- Kinder können keinen Corona verbreiten? Kinder &#8211; und wir reden hier konkret vom Chinzgi!- Waren ja immer fein raus. Von wegen Masken tragen und so.</p>
<p>Als ob das Virus sagen würde: Oh ein Kind, Nein- das lass ich schön in Ruhe. Und diese kleinen Geschöpfe seelenruhig weiter die Pandemie verteilen.</p>
<p>Ich habe es ja schon längst gesagt, dass auch Kinder jeden Alters zumindest Träger/und akuter Verteiler des Virus sind.</p>
<p><strong>Neeeeein</strong>! Wie kann ich nur sowas dreistes behaupten?!!!</p>
<p>Tja&#8230; äbe.</p>
<p>Verrückt- diese Welt.</p>
<p>Also wenn ich nicht dabei wär, würde ich es echt nicht glauben. Es wäre Stoff zum verfilmen, oder eine Serie draus zu machen. Mit Unterhaltungswert. Dramatik, Ratlosigkeit, Tragik und ein undefinierbares Ende wären sicher ein Garant, ein Kassenschlager zu werden. Und erzähl mir nicht, dass man mit so ernsten Themen kein Publikum vor die Leinwand kriegen würde.</p>
<p>Ich sag nur &#171;Titanic&#187; oder &#171;Schindlers Liste&#187;&#8230;</p>
<p>Na?</p>
<p>Das Einzige, was ich in der ganzen Situation ganz ganz arg vermisse, ist der gesunde Menschenverstand.</p>
<p>Hirn einschalten.</p>
<p>Aber weltweit.</p>
<p>Und bitte subito!</p>
<p>Sorry- Kann&#8217;s nicht mehr so ernst nehmen.</p>
<p>Tut mir leid.</p>
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		<title>Steckdose ist gedimmt</title>
		<link>https://remos.blog/steckdose-ist-gedimmt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Von diesem Ereignis muss ich dir hier verzellen: ZU gut die Story, um sie nur im Kopf zu behalten. Und ich will ja in 20 Jahren auch noch was Schriftliches davon haben. Wie gewohnt muss ich chli ausholen, um dir den Background zur Story zu geben. Seit 2008 sind wir<a class="moretag" href="https://remos.blog/steckdose-ist-gedimmt/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/11/img_2203-scaled.jpg" class="size-full wp-image-10053" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/11/img_2203-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/11/img_2203-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/11/img_2203-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/11/img_2203-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/11/img_2203-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/11/img_2203-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Von diesem Ereignis muss ich dir hier verzellen: ZU gut die Story, um sie nur im Kopf zu behalten. Und ich will ja in 20 Jahren auch noch was Schriftliches davon haben.</p>
<p>Wie gewohnt muss ich chli ausholen, um dir den Background zur Story zu geben.</p>
<p>Seit 2008 sind wir schon in diesem von aussen schrecklich in die Umgebung passenden Hochhaus zuhause. Wir haben uns damals so extrem in die würkli gute Aufteilung der Wohnung verliebt. Ich weis heut noch -Wie wenn&#8217;s heute gewesen wäre- wie es mich beeindruckt hat, im Gang zu stehen, und die Wohnung sich gegen Süden, mit Panoramablick auf Rigi und Pilatus weit zur Stube öffnet. Herrlich faszinierend- Auch heute noch!</p>
<p>Dieser Wohnsilo, im Jahr 1975 erbaut, wurde durch die Eigentümer (Korporation Hünenberg) immer recht gut in Schuss gehalten.</p>
<p>Wir hören immer die Erzählungen von anderen Bewohnern -Es war im Jahr 2001- als der gesamte Block eine grosse Innenrenovation bekam. Es hiess, die Duschen/WC&#8217;s der Einzimmerwohnungen zu renovieren, und die Kochnischen auszubauen, und einen Durchgang zur danebenliegenden Dreieinhalbzimmerwohnungen zu schlagen. Bei diesen das Bad inklusive Badwanne/WC zu renovieren. Die Küchen rauszureissen, und komplett neu einbauen.</p>
<p>Die Zweizimmerwohnung kriegt auch ein neues Bad und Küche, und die Viereinhalbzimmerwohnungen werden auch mit neuem Bad, einem neuen WC und einer neuen Küche ausgestattet. Der Bodenbelag wird überall ausgetauscht, und die Wände gemalt. Eigentlich eine komplette Innenrenovation.</p>
<p>Logistisch sehr interessant, denn der Block war die ganze Zeit bewohnt. Wir haben erfahren, dass die einzelnen Parteien etwa für drei Wochen in bereitgestellte Wohncontainer zügeln mussten- Das wäre sicher auch noch interessant für uns gewesen. Zügelmänner haben die Wohnungen etappenweise ausgeräumt und die Habseligkeiten in Containern zwischengelagert. Sowie nach dem Umbau wieder an seinen Platz in der neu renovierten betreffenden Wohnung gestellt.</p>
<p>Gleichzeitig gab es viele Umstrukturierungen in der Mieterschaft, die Einzimmerwohnungen fielen komplett wegg, und die Dreizimmerwohnungen hatten plötzlich ein Zimmer und ein WC mehr, plus zusätzlich eine Dusche.</p>
<p>Es war-gemäss den Erzählungen- eine spannende Zeit, und im Sommer so was wie eine Wagenburg zu haben, also gereizt hätte uns dies auch.</p>
<p>Aber im 2001 war für mich der Block bloss der Stinkefinger von Hünenberg, und mein Liebster wusste nicht mal, dass es dieses Dorf gibt, geschweige denn, er mal hier wohnen würde.</p>
<p>Zeitsprung: Wir können durch glückliche Zustände und gnadenlosem Einsatz meiner Rechte als Korporatiönler nach zwei schönen Jahren im fünften Stock, die im Grundriss gleiche Wohnung fast zuoberst im elften Stock beziehen.</p>
<p>Grund für das Streben nach oben war einerseits, dass in unmittelbarer Nachbarschaft eine Wohnüberbauung entstand, welche gefährlich nahe an unsere Aussicht kommt, aber der eigentliche Hauptgrund war, dass wir für lächerliche 10.- Franken pro Monat von der wunderschönen Aussicht auf einen phänomenal gigantisch und praktisch unerreichbarem Panoramablick switchen konnten.</p>
<p>Wer kann schon behaupten, Rigi/Pilatus/Titlis/Eiger/Mönch/Jungfrau/Säntis vom Balkonstuhl in Sichtweite zu haben? Plus unzählige Berge der Schweizer Alpen.</p>
<p>Äbe.</p>
<p>Drum war der Entschluss schnell und richtig, und ganz praktisch, denn es konnten die Möbel aus einem Zimmer genommen werden mit dem Lift sechs Stockwerke höher gefahren und wieder in das &#171;gleiche&#187; Zimmer gestellt werden.</p>
<p>Das war sehr komfortabel, den Ärger mit dem lausigen Iraki-Putzinstitut, und der fehlenden Verwaltungsunterstützung mal beiseite geschoben, war dieser Move- wie ich ihn gerne nenne- absolut ein Gewinn.</p>
<p>Als angenehmen Nebeneffekt habe ich unsere ehemalige Wohnung im fünften Stock meinem Cousin zuschustern können, welcher grad in einer unschönen Lage war. Es brauchte da auch wieder chli vill Korporationsdruck meinerseits, aber schlussamänd konnte mein Cousin mit Tochter einziehen.</p>
<p>Win-win!</p>
<p>Wir beziehen unsere Viereinhalbzimmerwohnung und fühlen uns hier sehr wohl. Da wir nur zu zweit (und der Katze) sind, können wir uns den Luxus leisten, ein Zimmer als Büro für mich, ein Atelier für meinen Industrieschneider einzurichten.</p>
<p>Die kleine Vierbeinerin ist eh überall und hat Körbchen und Schlafplätze überall- Wer Katzen hat, nickt nun.</p>
<p>*Nick*</p>
<p>Wir fühlen uns wohl hier, und klar gibt es das Eine oder Andere, was man verbessern könnte, aber ey, wenn wir sehen, wie andere Einschränkungen machen müssen, wenn Sie selber bauen &#8211; Zum Beispiel in der Küchenabdeckung aus Stein ein rundes Loch für den Seifenspender klafft, obwohl man dies noch ausdrücklich nicht gewünscht hat. Man aber beim besten Willen nach etlichen etwa gleich mühsamen Baustellen verständlicherweise nüm so den Elan und die Kraft hat, die Platte nochmals korrekt zu ordern. Denn die Folgearbeiten würden ja da auch gestoppt- Oje, die alte Wohnung ist ja schon gekündigt, wir müssen den Termin halten&#8230;</p>
<p>Stattdessen halt die energiesparende Alternative des Preisnachlasses eingeht.</p>
<p>Kann ich nachvollziehen. Will ich aber nicht für uns selber.</p>
<p>Dann zahle ich lieber Miete, habe aber dafür eine tipptopp unterhaltene Wohnung, muss mich nicht um Heizung/Wasser oder gemeinsam verwaltete Räume (Garage/Waschküche/etc.) kümmern.</p>
<p>Und das Lieblingsargument, es sei dann deine eigene Wohnung&#8230;.</p>
<p>Nun ja, der &#171;niedrige&#187; Zins sind ja nur die Hypotheken für die Bank, Rückstellungen musst ja auch noch machen, und wenn der Nachbar trümmlig tut (in der Schweiz gang und gäbe), wie soll man denn da in Frieden leben können, wenn schon über die Höhe des Gartenhags oder dessen Farbe gestritten wird.</p>
<p>Wir hätten so grosse Anforderungen (der eine möchte ein Haus auf unserem Block, welches sich dreht, der andere besteht auf zwei Küchen(!)). So, dass dieser Wunschtraum ein Wunschtraum bleiben wird.</p>
<p>Stört uns aber gar nicht.</p>
<p>Wir machen es uns in unsrem Adlershorst gemütlich, und richten unseren Rückzugsort unseren Bedürfnissen gerecht ein. Da darf auch schon mal eine Wand in Schwarz oder Senfgelb gestrichen sein.</p>
<p>Oder das Verlegen von Parkett in den Arbeitsräumen organisiert werden. Oder das berühmte Ersetzen des Milchglasfensters in der Dusche, welches durch uns nun den Durchblick bekommen hat, denn Klarglas lässt uns sogar beim Duschen die Aussicht geniessen.</p>
<p>Seit neuestem haben wir sogar eine eigene (abschliessbare) Steckdose in der Garage für Lucy. Yess!</p>
<p>Das Thema Steckdose und Elektizität am passenden Ort kennt glaub jeder, nie ist die Steckdose wirklich da, wo man sie braucht.</p>
<p>Auch wir sind da amix händeringend auf Suche nach geeigneten Anschlüssen für unsere elektrischen Geräte.</p>
<p>Da reichts halt würkli nüm, wie 1975 eine Steckdose pro Raum zu haben. Drei sind heute doch absolutes Minimum.</p>
<p>Am liebsten eine Wand aus Steckdosen, hihihi.</p>
<p>So verlegen wir immer wieder, mit kräftiger Mithilfe unseres professionellen Stromerkollegen, Steckdosen und das dazugehörige Kabel und den dazugehörigen Anschlüssen.</p>
<p>Oder lassen Leitungen legen für Tumbler/Waschmaschine, mit separaten FI-Schalter. Nix Gepfuschtes- Solides Handwerk. Denn wir sind Gegner von Freileitungen und provisorischen Steckdosen.</p>
<p>Naadisnaa passts für uns, und durch geschickte Verhandlungen kommen wir sogar zur Steckdose auf dem Balkon. Erst Aufputz, dann nach der Aussenisolation eben fix eingebaut.</p>
<p>Hihi.</p>
<p>Letzes Jahr hiess es dann Strominspektion! Alle 20 Jahre müssen Hausinstallationen durch einen unabhängigen Fachmann geprüft und abgenommen werden.</p>
<p>Ist in der Schweiz so.</p>
<p>An der Begehung durch den Inspektor sind wir nicht dabei, der Hauswart übernimmt die Begleitung.</p>
<p>Huh! Wird schon schiefgehen. Es gäbe dann eine Mängelliste, welche behoben werden müsse.</p>
<p>Wir haben trotz professioneller Ausführung halt scho choge vill Anschlüsse montiert, wir wirzeln immer wieder, dass das <a href="https://www.kkl.ch/home">AKW Leibstadt</a> nur durch uns am Laufen gehalten wird.</p>
<p>Chli mit einem Gschmuuch im Bauch erwarten wir diese Liste, fragen uns, öb wir viele Steckdosen demontieren müssen, und woher wir dann den Strom für die Geräte nehmen.</p>
<p>Das Jahr verging, wir vergessen, dass da noch eine Mängelliste kommen sollte.</p>
<p>Bis sie dann letzte Woche kam.</p>
<p>Mit Beiblatt, und säuberlich fotografierten Orte der Mängel sowie Beschreibung des Mangels wird auf die zu behebenden Mängel aufmerksam gemacht.</p>
<p>Uns schwant Böses, mehrere Seiten mit Bilder und Beschrieb sind das sicher, bei unsren gefühlten Tausend Anschlüssen.</p>
<p>Ein sorgenvoller Blick aufs Papier- Okee, nur <strong>ein</strong> A4 Blatt.</p>
<p>Drei Mängel werden zur Erledigung angegeben?</p>
<p>Hü? Nur?</p>
<p>Das Einte sei die Auswechslung der Lichtschalter in den Bädern, da müssen so Nassschalter hin, wegen der Nähe zur Badwanne.</p>
<p>Dann die von uns montierte dreifach Steckdose oben an der Wand. Wir wollen da eben durch die Steckdose die Möglichkeit haben, verschiedene Lampen unkompliziert zu wechseln. Anscheinend ist ein Problem, dass diese Steckdose über den Dimmer läuft. Als ob man auf 2,3 Meter Höhe einen Staubsauger einstecken würde.</p>
<p>Tz.</p>
<p>Und der dritte Mangel, die Kabel der Phase/dem Nullleiter an der Steckdose beim Balkonfenster wurde verkehrt montiert (Jaha- ich bin halt Drucker, kein Stromer). Mein Fehler.</p>
<p>Keine Woche später steht der Dorfstromer an der Tür, um die aufgelisteten Mängel zu beheben.</p>
<p>Den ersten Mangel kam nur allgemein bei den anderen Viereinhalbzimmerwohnungen zum Einsatz- Da der erforderliche Mindestabstand von 60cm (Danke unserem Lieblingsstromer und Fachmann) bei unseren Bädern eingehalten kann, müssen wir keine so gruusigen Schalter haben.</p>
<p>Er habe sich informiert -sagt der Dorfstromer- und weist auf den zweiten Mängel, die Dreifachdimmersteckdose hin. Es müsse die Steckdose nicht ausgebaut und der Anschluss fix gemacht werden, sondern eine Beschriftung reiche hier vollauf.</p>
<p>Hä? Gut hatte ich die Maske auf, den für eine gute Stunde konnte ich mein Dauergrinsen unter der Maske. verstecken.</p>
<p>Jetzt eifach nicht laut loslachen.</p>
<p>Er beschriftet die Steckdose, wechselt beim dritten Mängel die Drähte um, und verlässt mit einem freundlichen Gruss unsere Wohnung.</p>
<p>Ungläubig gucken wir uns an, gucken auf die Steckdose (Beitragsbild), gucken uns an.</p>
<p>Grinsen und lachen.</p>
<p>Somit ist für die nächsten 20 Jahre wieder Ruhe, wir können mit unseren Installationen weiterschauen, denn wir wohnen in einer geprüften Wohnung.</p>
<p>Äh- Kann ich das noch schriftlich haben, liebe Verwaltung?</p>
<p>Smile.</p>
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		<title>100-Tage-Bilanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2020 15:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bei Politikern und sonstigen schampar wichtigen Amtspersonen steht die ganze Journischar zuverlässig in hundert Tagen nach der Wahlfeier wieder an seiner Türe und interviewt den Amtsinhaber zu seiner Einarbeitungszeit, bittet um ein Feedback, und ob da amänd schon eventuelle Erfolge zu verzeichnen der da wären. Ist hart, nach nur so<a class="moretag" href="https://remos.blog/kleines-roesuemee/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/08/img_0532-scaled.jpg" class="size-full wp-image-9397" width="1920" height="2560" srcset="https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/08/img_0532-scaled.jpg 1920w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/08/img_0532-scaled-600x800.jpg 600w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/08/img_0532-225x300.jpg 225w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/08/img_0532-768x1024.jpg 768w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/08/img_0532-1152x1536.jpg 1152w, https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/08/img_0532-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<p>Bei Politikern und sonstigen schampar wichtigen Amtspersonen steht die ganze Journischar zuverlässig in hundert Tagen nach der Wahlfeier wieder an seiner Türe und interviewt den Amtsinhaber zu seiner Einarbeitungszeit, bittet um ein Feedback, und ob da amänd schon eventuelle Erfolge zu verzeichnen der da wären. Ist hart, nach nur so kurzer Zeit ein Resümee zu ziehen, sind diese Befragungen doch die erste Bewährungsproben. Meist sind diese Interviews wortgeladen und schwülstig, schampar tiefgründig und klimaneutral sowieso&#8230;. Die Wahlversprechen werden nochmals runtergeleiert. Ein paar Monate später jedoch längst vergessen und höchstens nur noch im Jahrbuch der Zeitungsverlegerei als <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Druckfahne">Fahne</a> abgelegt.</p>
<p>Ich bin aber weder Politiker noch in einer Partei, und hundert Tage sinds auch nicht her&#8230; Aber egal. Wenn ich dich bis hierhin locken konnte, ist die Warscheinlichkeit überzeugend, dass du hier den Bericht auch schön zu Ende mitliest.</p>
<p>Seit über 15 Jahren pendle ich ja mit den ÖV vom Wohnort zum Arbeitsplatz. Dafür brauche ich zirka 1 1/2h von Tür zu Tür. Es gibt dabei viel- seehr viel zu verzellen- Vergiss nicht, auch dieser blog verdankt seine Existenz dem Pendeln (er hiess mal &#171;Reisezug&#187;&#8230;) Ich hatte viel Zeit, in der guten Stunde morgens und abends mir was zurechtzubüschelen, und das Niedergeschriebene wöchentlich Mittwochs ins Netz zu stellen.</p>
<p>Doch dann kam das Jahr 2020, und mit ihm die grösste Umstellung der Menschheit seit der Menschheit: Covid-19.</p>
<p>Auch ich war unmittelbar betroffen, habe hierdrüber aber schon genug berichtet.</p>
<p>Trotzdem soll es weitergehen, wir müssen die Wirtschaft wieder ankurbeln, eine Lähmung der gesamten Ökonomie nützt niemandem was. Systemrelevanz hin oder her.</p>
<p>Ich hatte im Gegensatz zu meinen Arbeitskollegen halt mit dem Homeoffice doch einschneidende Massnahmen getroffen, so fiel es mir auch leichter, neue Wege zu gehen und andere Blickwinkel zu gewinnen.</p>
<p>Irgendwie ein fortwährender Eiertanz zwischen Abstand halten/Masken tragen/Hände waschen.</p>
<p>Es ist täglich eine Herausforderung, seine goldene, richtige Einstellung zu festigen, wie gerne knicken wir doch ein, wollen wieder zum Zustand vor Coronavirus zurück. Ich bin da keinen Deut besser.</p>
<p>Nur- das geht jetzt nicht mehr. Das ist vorbei. Wir können unseren Nachfahren erzählen, wie schön und unbeschwert es früher war- Fast schon wie unsere Vorfahren nach dem Krieg&#8230;</p>
<p>Wir sind mittendrin Geschichte zu schreiben, auch wenn wir&#8217;s so gar nicht wollen.</p>
<p>Nun gut. Wir beide entscheiden, dass wir (auch aus Umweltgründen) kein zweites Auto möchten, ging es über 15 Jahre doch auch, und wir haben uns gut damit arranchiert. Jedoch mein auslaufendes teures Jahresabo der SBB (welches statt vier unbenutzten Monaten, nur mal zwei mikrige Wöchelis gutgeschrieben hat ) nun nicht mehr zu erneuern.</p>
<p>Da mein Allerbester nun begeistert mit Lucy fährt, probiere ich es mit Hubi.</p>
<p>Im Klartext, ich fahre mit dem Auto zur Arbeit. Etwas, was ich eigentlich würkli nie wollte. Etwas, was nie so angedacht war. Es sind eigentlich nur zirka 56 Kilometer Fahrweg und etwa 35 Minuten Fahrzeit, und es ist quasi alles Autobahn.</p>
<p>Es ist eher der Begriff &#171;Gubristtunnel&#187;, der mir recht Angst und Respekt einflösst. Passieren auf diesen vier Spuren immerhin 100&#8217;000 Fahrzeuge täglich die zwei Röhren, und nimmt der Verkehr kontiuierlich um etwa 5% jährlich zu. Man eine verlässliche Verkehrsmeldung der die im 1985 eröffneten cirka drei Kilometer langen Verbindung doch immer wieder hört, morgens und Abends, ein Graus&#8230;</p>
<p>Trotzdem möcht ich&#8217;s versuchen, die letzten paar Wochen Sommerferien sind noch im Gange, also sollte das Verkehrsaufkommen nicht so arg stark sein.</p>
<p>Eine gewisse Parallelität zum ÖV ist durchaus gegeben, denn auch da gibt es Leute, die einem freundlich den Vortritt lassen, jedoch man näher an Zürich kommt, deso hektischer, hirniloser und rücksichtsloser werden die Leute. Und ich spreche von den identischen Personen. Welche mit mir abfahren und wir gemeinsam reisen. Ist dermassen frappant, wie sich der Mensch selber ändert, sich mitreissen lässt.</p>
<p>Ich merke das ja selber auch, lasse mich manchmal auch mitziehen.</p>
<p>Gspässig.</p>
<p>Ich habe das Glück, dass im Februar nach dem Tunnel die Fahrspuren auf vier Spuren (vier Jahre lang) ausgebaut wurden, denn so staut sich der Verkehr weniger im und vor dem Tunnel. Denn es ist schon gwaltig,&nbsp;was sich da täglich wuselt vor dem Tunnel. So fahre ich ziemlich flott durch die ganze Strecke, füge mich in den Verkehr ein, fliesse mit- und geniesse es auch ein bisschen, selber zu fahren. Weil ich früh dran bin- macht mir nichts aus- kann ich auch relativ ungehindert durch den Morgenverkehr, ich denke später stockt und würgt es nervenaufreibend.</p>
<p>Wie fragil das Ganze ist, und es eigentlich kein einziges Fehlmanöver der Verkehrsteilnehmer erlaubt, weil der Tunnel über seinen Kapazitäten schlucken muss, merke ich eines Morgens, als ich ungewohnt in der Kolonne vor dem Tunnel stehe, im Nu werden es Kilometer, es staut sich bis weit vor Zürich der Verkehr. Eine Spur im Tunnel ist gesperrt, es müssen sich alle auf einer Spur durchwürgen. Im Tunnel dann selber der Unfall, ein Motorradfahrer, welcher ins Heck des Vordermanns Auto fuhr, und so den Unfall verursachte. Es gab keinen Personenschaden, und Polizei und Abschleppwagen waren schnell zur Stelle. Trotzdem waren 45 Minuten vergangen.</p>
<p>Das Verhalten einiger Drängler/Würger ist hier fast normal, es wird mächtig von allen Seiten gedrückt. Für mich ist der Gubrist immer auch quasi wie ein Grenzübergang, sobald ich den geschafft habe, entspannt sich die Lage, eventuell auch weil von zwei auf vier Spuren sich die Autobahn weitet. Es ist wie auf einer Wasserrutsche, im Kanal mal links mal rechts, hin und her, und danach im Becken, Aaaaaah, welche &#171;Ruhe&#187;.</p>
<p>Bin immer wieder froh &#171;durch&#187; zu sein. Ein Gefühl, welches ich vom Gotthardtunnel kenne, nur da ist es noch extremer, weil Gegenverkehr (dass sowas heute überhaupt noch erlaubt ist!!,) herrscht.</p>
<p>Ich probiere, so möglichst mitzufliessen, den Verkehr nicht zu bedrängen aber auch nicht zu behindern, und irgenwie ist es recht beruhigend, sich im Fluss zu bewegen. Und wenn alle fliessen, dann fliesst es auch. Bis wieder einer kommt, der noch schnell&nbsp;vorne innenwürgt, dann fängt das Gebremse, Spurgewechsel, Verlangsamen wieder an, wie ein Handorgel zieht sich so ein Fehlverhalten nach hinten.</p>
<p>Der Rückweg nach Hause ist auch immer spannend: Durch Gleitzeit seitens des Arbeitgebers ergibt es die Möglichkeit e bitz vor dem Berufsverkehr sich auf den Heimweg zu machen.</p>
<p>Hier widerholt sich das Spiel, vorbeiwürgen, vorne reinquetschen, schnell noch die Spur wechseln&#8230; Und wieder- Sobald der Gubrist durch ist, löst es mir die Spannung, obwohl es da Baustellen zuhauf hat. Ich habe gewiss keine Klaustrophobie, und mir macht das Tunnelfahren nichts aus, aber es ist so befreiend, aus der Röhre zu fahren, den stehenden Gegenverkehr (chli Schadenfreude, hihi) zu sehen und zu wissen, bald zuhause zu sein.</p>
<p>Was mich am Ganzen würkli erstaunt, ist die Unzuverlässigkeit, die Nichtvoraussehbarkeit des Verkehrsaufkommens. Kann durchaus sein, dass ich Montags, wenn wieder alle zu arbeiten beginnen, fast nur schleichend vorankomme, eine Woche später gleichentags, gleicherzeits aber mit 120 km/h die gleiche Stelle passiere. Mir alsodann eine Regel bereit lege- falls es stockt beim Glattzentrum, ich dann schneller danach beim zweiten Stau vor dem Tunnel bin.</p>
<p>Mumpitz.</p>
<p>Es gibt absolut keine Regelmässigkeit. Es kann sein, dass Freitags, wenn alle chli früher Feierabend machen weniger anstehe als tags zuvor. Dies am nächsten Freitag aber wieder wiederlegt wird.</p>
<p>Es gibt sowohl als auch. Die Fahrtzeit des Pendeln pendelt zwischen 40 Minuten und einer Stunde.</p>
<p>Viel weniger wie gedacht.</p>
<p>Und was ich auch nie für möglich gehalten hätte: Mir gefällts, mit dem Auto den Arbeitsweg zu machen, obwohls mehr Konzentration braucht wie im ÖV. Kann aber durchaus sein, dass dies nur initial ein positives Empfinden sein wird.</p>
<p>Wer weis denn das schon-</p>
<p>Nach nur 50 Tagen.</p>
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		<title>Bahnhof Knonau</title>
		<link>https://remos.blog/bahnhof-knonau/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jan 2020 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Hu! Heut morgen -im Schiff und aufkommendem Sturm- stehe ich hier und warte auf meine S-Bahn, welche mich zum Arbeiten bringt. Sie lässt sich heute wieder recht viel Zeit, und mir chli Musse zum reflektieren. Als ich die ersten Male hier auf dem Bahnsteig stand, hätte ich mir nie- NIE-<a class="moretag" href="https://remos.blog/bahnhof-knonau/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://remos.blog/wp-content/uploads/2020/01/img_7760.jpg" class="size-full wp-image-7705" width="3024" height="4032"></p>
<p>Hu! Heut morgen -im Schiff und aufkommendem Sturm- stehe ich hier und warte auf meine S-Bahn, welche mich zum Arbeiten bringt. Sie lässt sich heute wieder recht viel Zeit, und mir chli Musse zum reflektieren.</p>
<p>Als ich die ersten Male hier auf dem Bahnsteig stand, hätte ich mir nie- NIE- ausmalen können, diese Strecke längerfristig zu meinem Arbeitsweg zu machen. Ich mag mich noch sehr gut erinnern, hab mich dannzumal beim jetzigen Arbeitgeber vorgestellt, auf Empfehlung eines Headhunters aus Zürich. Aber dieses Volketswil- Oje- war das weit weg von zuhause. In der Pampa vom bösen, arroganten Züri. Brr&#8230;</p>
<p>Ich hätte gerne was in meiner Nähe gehabt, um meinen befristeten Job bei der <a href="https://www.plasti-pac.ch/">Plasti-Pac</a> abzulösen. Nun gut- ich hab mich da in diesem mir bis dato völlig unbekannten Ort halt mal vorgestellt, und lief mit der Überzeugung raus, höchstens die Probezeit da zu überstehen. Nachane gucken wir andersweitig weiter. Mitgeholfen zum Entscheid, doch noch mehrmals dahin zu pendeln hat sicher auch, dass damals die S9 von Zug direkt nach Uster fuhr, ohne Umsteigen konnte ich sogar in Zürich Hauptbahnhof sitzenbleiben. Würkli kommod!</p>
<p>Knapp eine Stunde bin ich amigs unterwegs, erst dachte ich noch, einen Laptop zuzutun, und wie so einige der Pendler (das Wort war noch chli exotisch) auf der Tastatur rumzuhacken, und so einige Arbeiten zu erledigen. Hab das aber bald fallengelassen, lieber Bücher gelesen, Musik gehört, auf dem Handy Spiele gespielt, oder seit ein paar Jahren diesen Blog mit interessanten Berichten gefüttert.</p>
<p>Oder einfach auch einmal durchgeschlafen.</p>
<p>Oder die Gegend beginöffelt.</p>
<p>Oder unzählige Male umgestiegen, wenn da irgendwo eine Störung am Zug vorlag&#8230;</p>
<p>Aus ganz praktischen Gründen fuhren wir von Anfang an von Zuhause nach Knonau. Dem ersten (oder letzten) Halt auf zürcherischem Boden. Das sicher auch aus preislichen Gründen. Der Kanton Zürich hatte schon länger einen tipptopp ausgebauten ÖV, und wirklich preiswerte Abo&#8217;s.</p>
<p>Und es sind bloss 10 Minuten von Deheime.</p>
<p>Und ich muss äben nicht umsteigen.</p>
<p>Und wir brauchen so nur ein Auto- damals aus finanziellen, heute mitunter auch aus ökologischen Gründen. Ein kleiner Beitrag, aber ist doch ein Anfang.</p>
<p>Mit dem Auto zum Arbeitgeber zu fahren, kam für mich nie in Frage- Das Gewürgel, Gedränge, Gestaue auf dem Nordring nimmt immer bösere Ausmasse an- Jetzt fangen sie bereits um sechs Uhr morgens an zu stauen! Uuuh!</p>
<p>So fahren wir morgens zu zweit nach Knonau, ich werde abgeladen, und das Auto wird für den Arbeitsweg nach Ebikon gebraucht. Abends wieder umgekehrt, geht&#8217;s zusammen nach Hause.</p>
<p>Ich bin meinem Liebsten unendlich dankbar, dass er (meistens) auf mich wartet. Wenn da nicht -sagen wir z.B. ein Marco/ eine Barbara- versäumt&#8230;Hihihi.</p>
<p>In all den Jahren hat sich der Bahnhof Knonau gemacht- neue Toiletten, neue Beleuchtung, neuer Velounterstand, neue Parkplätze, neuer Durchbruch aufs andere Gleis. Anfangs konnte man auf dem selben Gleis Richtung Zürich oder Zug abfahren. Erst der Ausbau der Strecke mit 1/4h Takt von Zürich nach Affoltern verlangte auch in Knonau nach getrennten Geleisen in beiden Richtungen.</p>
<p>Mittlerweile wurde (leider) die achso praktische direkte S9 von Uster nach Schaffhausen umgeleitet, neu übernimmt die S5 die halbstündige Verbindung ins Knonaueramt. Das heisst für mich umsteigen am Züri HB.. Grrrr.</p>
<p>Ich hab auch mal versucht, ein Abo für bis ganz nach Hause zu lösen, ein recht kostspieliges Jahresabo, hat sich nicht würkli gelohnt.</p>
<p>Also wieder zurüch zum Züri-Abo. Passt. Inkl. Taxidienst meines Liebsten. Top.</p>
<p>Ab und zu hatte mein Taxi andere Verpflichtungen, ich musste &#171;alleine heim&#187;, wie wir das nennen.</p>
<p>So habe ich mir eine Mehrfahrtenkarte gekauft, und diese beim Halt in Knonau schnell auf dem Perron entwertet. Das musste recht schnell gehen, der Zug wollte ja weiter. Erst später dann kam FAIRTIQ, und das hat mein Leben würkli vereinfacht. Kann nun nur noch einen Schalter streichen, statt abzustempeln, muss keine Karten mehr haben, es ist alles überaus praktisch auf dem Händy hinterlegt. Toll!</p>
<p>Zu den Anfangszeiten war ich noch recht alleine am Bahnhof am Warten auf den Zug, mittlerweile sind wir schon recht viele geworden. Die Einten kennt man seit dem Anfang, andere kamen später dazu. Andere sieht man plötzlich nüm, haben einen späteren Zug, einen andere Arbeitsweg. Tschjä, so geht the way of life&#8230;</p>
<p>Ansonsten gibt es auch sonst viel zu berichten vom Bahnhof Knonau:</p>
<p>-Die nicht mehr funktionierende Unterführungsbeleuchtung wurde nach Reklamation nun wieder in Gang gesetzt. War scho chli mulmig, so im Düsteren zu tapsen. Danke der Schar aus Ebikon.</p>
<p>-Da kann man durchaus auch mal im grössten Boulevardblatt der Schweiz <a href="https://www.google.ch/amp/s/amp.blick.ch/news/schweiz/zuerich/beim-rueckwaertsfahren-am-bahnhof-knonau-zh-skoda-bleibt-auf-dem-gleis-stecken-id6719478.html">erscheinen</a>. Hihi. Keine Bange, es geht allen Beteiligten gut!</p>
<p>-Oder mit Erlaubnis am überaus reichlich mit roten Mirabellen behangenen Baum ein paar Kilogramm Früchte zu ernten und diese zu feinster Konfi zu verarbeiten.</p>
<p>Man kennt sich untereinander. Auch die Mieter der Wohnung im Bahnhof Knonau, da gibts ab und zu ein Pläuderchen, schön, das es sowas zwischenmenschliches in unserer digitalen Welt gibt.</p>
<p>Seit neuestem fährt ein Bus von Knonau direkt nach Cham- Woohoo! Ich bin ja fast schneller, als wie mit meinem Taxi? Für drei Jahre mal ein Testbetrieb, ob das Bedürfnis da ist. Aufjedenfall! Hab diese Verbindung schon ein paarmal gebraucht und liebe sie.</p>
<p>Ich habe viel gesehen in all den Jahren am Knonauer Bahnhof. Mittlerweile ist auch auf den Perron untersagt zu rauchen, ein zweifelhaftes Verbot -Haben wir halt denen zu verdanken, welche so blöd waren, die Stummel der Zigaretten immer auf die Gleise zu werfen.</p>
<p>Denk dran, so Verbote kommen erst, wenn sich die Einten nicht im Griff haben.</p>
<p>Trotz allem: Am Samstag feier ich bereits das 15 Jährige Pendeln nach Volketswil&#8230;</p>
<p>Oh- Der Zug kommt, ich winke, nehme drin Platz, los geht&#8217;s.</p>
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		<title>War früher wirklich alles anders?</title>
		<link>https://remos.blog/war-frueher-wirklich-alles-anders/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2019 15:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich, als Angehöriger der schwarzen Kunst, als Jünger Gutenbergs, Kenner der Bleilaus habe eine Affinität für schön Gedrucktes und kunstvolle Druckerzeugnisse. Meine Lehrbude hatte noch Lettern, Bleisatz, Punzen. Musste auch lernen Auszuschiessen, Zusammenzutragen, Pudern, was ein Moiré ist, vier Jahre intensiv mit Farbnuancen und Papiereigenschaften auseinandersetzen. Eine solide, handwerkliche Ausbildung.<a class="moretag" href="https://remos.blog/war-frueher-wirklich-alles-anders/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://reisezug.files.wordpress.com/2019/06/img_3735.jpg" class="size-full wp-image-5678" width="3024" height="4032"></p>
<p>Ich, als Angehöriger der schwarzen Kunst, als Jünger Gutenbergs, Kenner der <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bleilaus">Bleilaus</a> habe eine Affinität für schön Gedrucktes und kunstvolle Druckerzeugnisse. Meine Lehrbude hatte noch Lettern, Bleisatz, Punzen. Musste auch lernen Auszuschiessen, Zusammenzutragen, Pudern, was ein Moiré ist, vier Jahre intensiv mit Farbnuancen und Papiereigenschaften auseinandersetzen.</p>
<p>Eine solide, handwerkliche Ausbildung. Ich weiss noch, wie wir über die damaligen Kopiergeräte gelacht haben, wie schlecht doch die Duplikation war. Heute drucke selbst ich Fotos und Bilder über den Billigdrucker in erschreckend guter bestechender Qualität. Und oft wirklich schöner als gedruckt (Wo bleibt da der Berufsstolz, hallo?!).</p>
<p>Ich hab&#8216; mal in den 1990ern in Interlaken an einem Openair-Flohmarkt eine gebundene Jahresausgabe der &#171;Schweizer Frauen-Zeitung&#187; aus dem Jahre 1885 ergattert. War mir gar nicht so bewusst, was ich mir da für wenige Franken ergattert habe. Es war eher die alte Schrift, welche mich fasziniert hat, die Zeitung, an welcher man die Handarbeit noch sehen und auch spüren konnte.</p>
<p><a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Elise_Honegger">Elise Honegger</a> gründete 1879 die wöchentlich erscheinende Zeitung zur &#171;Stärkung der Rolle der bürgerlichen Ehefrau und Mutter, und ihr den Zugang zu breiteren Berufsmöglichkeiten zu verschaffen&#187;.</p>
<p>Wenn man bedenkt, es wurde in diesem Jahr die elektrische Eisenbahn erfunden, die Registrierkasse, die Glühbirne. Das Auto gabs gar noch nicht, die Industrialisierung begann, es war eine durch und durch von Männern bestimmende Gesellschaft. Die Frau hat in dieser Zeit immer hinter ihrem Mann zu stehen und stets ihn und seine Karriere zu fördern&#8230;. Hatte weder Recht an Geld oder den eigenen Kindern.</p>
<p>Und in dieser Zeit bringt die progressive Frau eine durchaus erfolgreiche Zeitung heraus. Erst mit ihrem Mann, danach alleine.</p>
<p>Den Jahrgangsband 1885 besitze ich immer noch, und manchmal blättere ich wieder mal drin, und lese einige Artikel.</p>
<p>Immer wieder staune ich, wie aktuell immer noch die Themen darin sind;</p>
<p>-Ein über mehrere Ausgaben dauerndes Essay über wieviel Sackgeld man seinem Kinde geben soll.</p>
<p>-Ob es besser ist, einem kränkelnden Patienten mit offenem oder geschlossenen Fenster zu rekonvaleszieren.</p>
<p>-Es Kindern bei Strafe verboten sei, mit Steinen zu werfen, sich unerlaubt Feldobst oder Früchten anzueignen, das Betreten fremden Eigenthums sei ebenso zu unterlassen. Auch ist das Rauchen sowie der Besuch der Wirtshäuser ohne Eltern oder Pflegeeltern streng untersagt.</p>
<p>&#8211; Dass das Tragen einer Brille in der Schule sehr wichtig sei und die veraltete Ansicht, die Brillen seien &#171;Verräterinnen höheren Alters&#187; (Herrlich, nid?) als nichtig einzustufen sei.</p>
<p>-Allerhand Tipps gegen hartnäckige Flecken geben kann. Wusstest du, dass man Obst-/Tintenflecken mit saurer Milch rausbringen konnte (&#171;Einen Tag Einlegen der Schurz voller Zichorienflecken in saurer Milch ohne Zugabe von scharfen Mitteln oder Zitronensaft wurde wieder weiss hergestellt&#187;)?</p>
<p>So finde ich immer wieder ganz spannende Zeitzeugen- und ich muss sagen, an Aktualität hat dieses grossartige Dokument überhaupt nicht eingebüsst.</p>
<p>Im Gegenteil.</p>
<p>Die Zeitung wurde nach dem Tod von der Herausgeberin vom dazumal florierenden Ringierverlag aufgekauft und in ihr unfangreiches Portefeuille aufgenommen. Umbenannt in Frauen- und Modezeitung der Schweiz, rückte die von Frau Honegger angestebte Besserstellung der Frau in der Gesellschaft ins Vergessen.</p>
<p>Ich weis nicht, wieviele dieser Zeitungen noch existieren, aber meinen Band gebe ich nicht her. Noch lange möchte ich stöbern,</p>
<p>staunen,</p>
<p>zustimmen,</p>
<p>Aha-Effekte haben,</p>
<p>schmunzeln.</p>
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		<title>Natürlich wunderschön</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2019 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese würkli wunderschönen Mohnblumen blühen momentan im Garten meiner Mama. Kraftvoll und mit einem warmen Rot-Orange leuchten sie mir entgegen. Ich stehe zmitzt drin, bin ganz fasziniert von der Schönheit, der Leuchtkraft, der Intensität dieser Blume. Dass die Natur dermassen schöne Sachen hervorbringt, das muss man aber auch bewusst erleben<a class="moretag" href="https://remos.blog/natuerlich-wunderschoen/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://reisezug.files.wordpress.com/2019/06/img_4011.jpg" class="size-full wp-image-5459" width="3024" height="4032"></p>
<p>Diese würkli wunderschönen Mohnblumen blühen momentan im Garten meiner Mama. Kraftvoll und mit einem warmen Rot-Orange leuchten sie mir entgegen. Ich stehe zmitzt drin, bin ganz fasziniert von der Schönheit, der Leuchtkraft, der Intensität dieser Blume.</p>
<p>Dass die Natur dermassen schöne Sachen hervorbringt, das muss man aber auch bewusst erleben können. Wie mängisch gehen wir an blühenden Obstbäumen vorbei und beachten nicht deren schlicht herrliche Schönheit.</p>
<p>Setzen uns ins Auto, brausen über die Strasse und merken gar nicht, was für eine Vielfalt an wunderbaren Lebewesen am Rand der Asphaltpiste in ihrem eigenen Mikrokosmos leben.</p>
<p>Als Kinder sind wir viel bewusser damit umgegangen, konnten stundenweise einem Marienkäferli beim chräsmen zueluegen- Die Zeit vergessen. Je mehr wir eingeschult wurden, desto mehr ging von der Beobachtungsgabe verloren.</p>
<p>Eigentlich paradox, odr?</p>
<p>Und schampar schad.</p>
<p>Ich sage ja nicht, dass man jeden Grashalm sezieren muss- Oder über jedes Insekt eine Doktorarbeit schreiben soll.</p>
<p>Aber sich bewusst sein, was die Natur um einen herum schafft. Das nenne ich Respekt vor dem Umfeld, das bewusste Schätzen des Lebensraumes, der mich umgibt.</p>
<p>Je mehr und intensiv du dich mit der Natur einlässt, desto mehr kann sie dir zurückgeben.</p>
<p>Dafür brauchts kein geplantes Time-out, keine Organisation eines Outdoorevents, die Mitgliedschaft in einer biodiversen Ökologiegruppe oder die hachso modischen &#171;teambildenden Kurse&#187;.</p>
<p>Das kann man ganz einfach tun.</p>
<p>Wann du willst, wieviel du willst, wie lange du willst.</p>
<p>Jederzeit rausgehen.</p>
<p>Überall hingucken.</p>
<p>Tu es! Immer wieder!</p>
<p>Nimm dir die Zeit- Geniesse die grossartige Natur, sie zeigt dir immer wieder Neues, Faszinierendes!</p>
<p>Musst es nur sehen.</p>
<p>Können.</p>
<p>Ist nämmli wunderschön und uhuere wertvoll, was da auf dich zurückkommt!</p>
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		<title>Sprachen sprechen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2019 15:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer etwas interessiert und aufgeschlossen in die Welt schaut, staunt doch, wie die Welt kommuniziert. Ich spreche nicht von der visuellen Kommunikation-wobei das eine nicht zu unterschätzende Art der Mitteilung ist- Ich meine hier eher die Konversation in Wort und Schrift, und der Art und Weise wie das funktioniert. Seit<a class="moretag" href="https://remos.blog/sprachen-sprechen/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://reisezug.files.wordpress.com/2019/05/img_3694.jpg" class="size-full wp-image-5118" width="3024" height="4032"></p>
<p>Wer etwas interessiert und aufgeschlossen in die Welt schaut, staunt doch, wie die Welt kommuniziert. Ich spreche nicht von der visuellen Kommunikation-wobei das eine nicht zu unterschätzende Art der Mitteilung ist- Ich meine hier eher die Konversation in Wort und Schrift, und der Art und Weise wie das funktioniert.</p>
<p>Seit dem <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Turmbau_zu_Babel">Turmbau zu Babel</a> kommt erschwerend dazu, dass wir einander teilweise ja gar nicht verstehen. Muss doch vorher gediegen gewesen sein.</p>
<p>Da müssen wir uns seit dato halt mit Händen, Gesten und Mimik aushelfen, oder eben diese fremde Sprache erlernen um miteinander zu reden und das Gegenüber richtig zu verstehen.</p>
<p>Dies kann für die Einten mühsam sein, andere lernen dies einfacher. Falls du mehrsprachig aufgewachsen sein solltest, deine Erzieher auf beide Sprachen Rücksicht nahmen, bist du eines der bevorzugten Individuen, denn meines Erachtens hilft eine Zweitsprache extrem.</p>
<p>Klar, gehen Piktogramme und Gesten auch, aber für tiefere Gespräche brauchts doch chli Wüssen.</p>
<p>Ich für meinen Teil, bin zwar einsprachig aufgewachsen, die Sprachen liegen mir aber sehr. Ich habe es gerne, wenn man mich versteht, ich mich einigermassen verständlich ausdrücken kann. Drum habe ich in meiner Schulbildung das Maximum herausgeholt, wenns um Sprachen ging. Vier Jahre Französisch, Zwei Jahre Englisch, Ein Jahr Italienisch und eines in französischer Konversation. Das Schriftdeutsch rechnen wir als Schweizer ja gar nicht mit, wird in den ganzen neun Jahren obligatorischer Schule gefördert. Haben wir intus.</p>
<p>&#8230;Wobei das Italienische nicht wirklich zählt, ich habe da Aufgaben gemacht, weil ich gewartet hab, bis mich mein Vater am Mittag abgeholt hat (Der Schulweg war lange und steil, aber das ist eine andere Story&#8230;). Hab die Sprache auch nicht gross mitgeschnappt, meine Liebe galt eher dem Französischen- auch wenns elend kompliziert wurde (conditionell passé), könnte das noch irgendwie eventuell gefallen haben. Musterschüler war ich nicht, aber genügt hats. Wui-wui.</p>
<p>Meine Lehre im grafischen Gewerbe liess die Fremdsprachen wegschlummern, da war deutsche Grammatik und eine gute Farben-/ Papierkunde elementar.</p>
<p>Auf meinen Reisen als Interrail- Backpacker mit sprachunfähigem Kollegen schlugen wir uns im Sommer 1993 durch Paris, Amsterdam, Prag, Budapest, Verona, Turin und Dijon.</p>
<p>Dank meiner Fremdsprachenstärke bekamen wir immer Hotel und Essen plus die jeweiligen Sehenswürdigkeiten.</p>
<p>Und dies ohne Mobile/GPS/Internet.</p>
<p>Meine Grosse Reise im 1998 nach Neuseeland war toll- Konnte ämu eine Skiausrüstung mieten und auf dem Vulkan Ruhapehu auf Schnee die Pisten runterflitzen. Oder- ich Spinner- die völlig neue Fun-Attraktion <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zorbing">Zorbing</a> (das Bild ist genau der Hügel, den ich auch zweimal runterrollte) ausprobieren. Favolous!</p>
<p>Verschiedene Umstände führten auch noch im alten Jahrtausend dazu, dass ich mit Sack und Pack in die Südschweiz emigrierte. Mit wenig- sehr wenig- Italienisch übernahm ich eine 12-Stundenschicht in einer Druckerei nahe Lugano, richtete die damals modernste Flexodruckanlage der Welt ein. Meine schnelle (und durch den rauhen Umgang in der Fabrik sicher nicht lupenreine Aussprache) Akklimatisierung half auch, am Telefon sich auf ein Inserat zu bewerben, für eine hüpsche 3 1/2 Zimmerwohnung in Bosco Luganese. In italiano- naturalmente. Das hat Mut gebraucht.</p>
<p>Nach drei Jahren hatte ich genug, die Weiterbildung im Südzipfel der Schweiz hat noch- sagen wir mal- viel Entwicklungspotenzial.</p>
<p>So habe ich mir einen schönen Sprachenrucksack angeeignet. Den ich inmer wieder einzusetzen weiss.</p>
<p>Manchmal gibts au ein Chrüsimüsi, wenn ich zum Beispiel in der Armee am Col des Mosses bei Martigny als Verkehrssoldat (Bundesrocker!) den Verkehr sperren muss wegen einer Panzerkarawane die angerauscht kam. Und trotz grösster Mühe ich kein Wort französisch dem Waadtländer Automobilist entgegnen konnte, welcher sich französisch nach dem Grund der Sperre erkundigte, und ich am Änd nur auf Italienisch was daher stotterte.</p>
<p>O Dio!</p>
<p>Gut hellte sich seine Miene auf, und ich erklärte dem aus Bellinzona Stammenden die Lage, und wir plauderten munter auf italienisch, bis das ganze Gesperre vorbei war.</p>
<p>Haha- Wenn <strong><em>das</em></strong> jemand gefilmt hätte.</p>
<p>Oder wir in Inverness (Schottland) in ein italienisches Restaurant treten und ich wie selbstverständlich auf Italienisch einen Tisch ordere. Der Blick vom Schotten, der nur Bahnhof -äh Railwaystation- verstand- -Unbezahlbar.</p>
<p>Wo ich aber hässig wurde, war in Rom. Obwohl wir Italienisch sprachen, und uns nach höflich der Menukarte erkundigten, beharrte der italienische Cameriere auf seinem schlechten Englisch, und antwortete auf jede italienisch gesprochene Frage mit einer englischen Antwort. Ekelhaft. Habs ihm aber gesagt. Auf italienisch. Pirla!!</p>
<p>Wenn hier jemand behauptet, Pariser seien die überheblichsten Leute, und behandeln dich nur von oben herab- der war noch nie in Rom. Oder nur mit deutsch geführter Schnellabfertigung.</p>
<p>Aso nei.</p>
<p>Verständlich, dass so ein Sprachengeheu einem unangenehm ist. Wobei ich es liebe schweizerdeutsch und Italienisch zu mischen, bilingual zu sprechen. Find ich kool. Probiere auch immer, dies zu pflegen, damit ich es nicht verlernen tu.</p>
<p>Brauche in den Ferien auch immer chli Anlauf mit Fremdsprachen, aber dann können wir loslegen.</p>
<p>Eine englische Whiskyführung inkl. Angels Share in Dufftown/Schottland erleben.</p>
<p>In Napoli durch die sehr interessanten &#171;Sotterranea&#187; in italienisch führen lassen.</p>
<p>In Auxerre und Fontainbleau dem Barista auf französisch die koolen Espressolöffeli (Café Kimbo) abkaufen.</p>
<p>Cool- real formidable, ça me piace!</p>
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		<title>GedankenZug</title>
		<link>https://remos.blog/gedankenzug/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Remo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 15:09:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Täglich]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich sitze hier in der S-Bahn kurz vor Zürich, es ist sieben Uhr morgens und ich geniesse die langsam erwachende Schweiz. Neben mir döst eine verhalten vorteilhaft aufgebrezelte junge Frau (18? 16? 12?), aus ihren Earplugs tönt billiger Hitparadentrash. Mzmzmz, shashasha, mzmzmz&#8230; No matters. Hab mir &#8217;nen Fensterplatz geschnappt. Denn<a class="moretag" href="https://remos.blog/gedankenzug/"> Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://reisezug.files.wordpress.com/2019/05/img_3626.jpg" class="size-full wp-image-5072" width="3024" height="4032"></p>
<p>Ich sitze hier in der S-Bahn kurz vor Zürich, es ist sieben Uhr morgens und ich geniesse die langsam erwachende Schweiz. Neben mir döst eine verhalten vorteilhaft aufgebrezelte junge Frau (18? 16? 12?), aus ihren Earplugs tönt billiger Hitparadentrash.</p>
<p>Mzmzmz, shashasha, mzmzmz&#8230;</p>
<p>No matters.</p>
<p>Hab mir &#8217;nen Fensterplatz geschnappt. Denn auch nach all den Jahren als Pendler fasziniert mich die Zugfahrt immer noch, gibt es doch auch hier durchaus Hüpsches und immer wieder Interessantes zum Useguggen.</p>
<p>Rauschen wir an Kuhherden, Autoschlangen, Seen, wartenden Menschen auf den Perrons vorbei. Vorbei an idyllischen Landschaften, Schlössern, Kirchen, Langstrasse, Industrie, Deponien, durch Tunnels und über Brücken. Und je nach Jahreszeit oder nach Helligkeit des Tages ändert sich die Aussicht wieder. Entstehen entlang der Strecke ganze Quartiere, Kirchen, Haltestellen, verschwinden Häuser, Strassen, Wiesen.</p>
<p>Dies zu beobachten erfüllt mich nicht mit Wehmut. Eher mit Neugier- Was entsteht denn da drüben Neues? Weshalb muss das jetzt so? Ist aber hässlich, dieses Gebäude, ih! Oh! Das war aber letztens noch gar nicht da&#8230;</p>
<p>Auch meine Mitpendler ändern sich, manche mehr, manche weniger. Man kennt sich, begegnet man einander doch immer wieder. Ist ein Teil der mobilen Gesellschaft. So wie ich. Denn ich bin auch ein Teil dieser täglichen Meute. Profitiere von der problemlosen Verbindung zum Arbeitsplatz, auch wenn ein Weg -wenns reibungslos läuft-etwas über eine Stunde Weg bedeutet. Für viele unvorstellbar, für andere normal. Zugegeben, manchmal ist&#8217;s mühsam, manchmal aber auch würkli recht unterhaltsam.</p>
<p>Kenne inzwischen jede Haltestelle auf der Stecke, weil die Bahn sicher schon überall unfreiwillig &#171;Endstation&#187; hatte, und ich auf Bus und Tram umsteigen musste, um voranzukommen.</p>
<p>Unvergesslich nach dem Ausfall des Zuges die vergnügliche Fahrt von Birmensdorf mit dem Bus über Berg und Aeugstertal durch ganz Zürich- mit wunderschönem Sonnenaufgang, über den Friedhof Sihlfeld und nahtlosem Anschluss in Zürich Hardbrücke. Oder in Bonstetten sitzenbleiben nach der Durchsage &#171;technischer Defekt an der Lokomotive&#187; in der S-Bahn, während sich andere hetzend und mit zerquetschen Gesichtern ins einte Postauto würgen- Mein Tschutschu fuhr verspätet aber dafür mit viel Platz weiter&#8230;</p>
<p>Es gibt viel z verzellen auf diesen Fahrten, welche mir den Luxus erlauben, doch recht entspannt am Ziel anzukommen.</p>
<p>Auch auf der Retourfahrt so um 17.00 Uhr gibts wiederum viel zu</p>
<p>sehen,</p>
<p>schmunzeln,</p>
<p>studieren,</p>
<p>sinnieren,</p>
<p>sowasaberau.</p>
]]></content:encoded>
					
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