
Heute morgen ist wieder tolles Wetter- wir haben eh ein wahnsinniges Glück, wir möchten nicht hier sein wenns hudlet und stürmt. Die Temperaturen sind mit Jäggli im Schatten durchaus erträglich, in der Sonne ist T-Shirt angesagt! Herrlich!

Heute ist Märt in Annecy, aber nur überteuerte Temu-Ware.

Wir lassen es mit dem Besuch, möchten zur Basilique de la Visitation hoch oben im Berg.

Ein enormer Chämpen- wir sind beeindruckt.
Die Basilika wurde von 1922 bis 1930 erbaut und beherbergt die Gräber von den Heiligen Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal, den Gründern (1610) des Salesianerinnen Klosters.
Die Säulen im Kirchenschiff sind aus blauem Marmor aus Savoyen, das Mosaik in der Apsisaus Email aus Venedig und Briare.


Ein beeindruckender Ort.



Nicht anzünden, liebe Leute! Bitte einfach nicht.

Die Aussicht ist wunderschön.
Wir fahren nun zum Schloss Menthon.

Müssen da kurz warten- Die tun erst nachmittags auf.
Macht nix. Wir haben immer noch Ferien.
Das Schloss gehörte vom 13. bis 18. Jahrhundert und – nach einer kurzen Unterbrechung im 17. und 18. Jahrhundert – bis heute der einflussreichen Adelsfamilie de Menthon, deren Mitglieder erst Herren und dann Barone waren, ehe sie schließlich in den Grafenstand erhoben wurden. Die Burg war im Laufe ihrer Geschichte immer bewohnt und wurde deshalb stets gut unterhalten. Nach Umgestaltungen im Stil der Neugotik öffnete die Eigentümerfamilie die Anlage 1903 für Besucher.
Wir nehmen an einer sehr interessanten Führung teil, welche uns sehr kompetent durch die öffentlichen Räume (gemäss Führung ca. 3% des Schlosses) führt. Familie de Menthon lebt immer noch hier, und es gehört Respekt dazu, ihnen die Privatsphäre zuzugestehen. Man kriegt eh genug zu sehen, in den 1 1/2 Stunden.

Nur schon der kleine Innenhof ist megaschön.





Die Schlosskapelle







Dann gehts zur Küche



Mit kaltem und warmem Wasser aus dem Wasserhahn! Ein echter Luxus.
Und das in der Küche.
Der echte Hingucker folgt sogleich: Eine 15 Meter lange „Durchreiche“. Von der Küche direkt ins Esszimmer.

Die Behälter waren mit Kohle beheizt. Das Essen wurde mit Seilen auf den Schienen bewegt.
Wir staunen ab dem Einfallsreichtum!
Dann folgt die enorme Bibliothek. Mit Büchern aus allen Genren. Bücher, die teilweise Gutenberg himself noch in seinen Händen gehalten haben konnte.








Alles Originale. Teilweise von Hand verziert und in Latein.
Dem Umstand, dass Savoyen unversehrt blieb in den Weltkriegen, verdanken wir, dass solch wertvolle Bücher von nahem gesehen zu haben.
Dann folgt der salle grand.











Recht üppig und hoch! Mit seinen anschliessenden Zimmern.



Das Zimmer der Comtesse




Inklusive Bild von Chagall mit drei Generationen de Menthon.

Zum Schluss die Wache- oder Pilgerkammer.




Also diese 90 Minuten haben sich voll gelohnt, der Besuch war äusserst lehrreich. Und wenn wir den Namen de Menthon nun irgendwo hören sollten, wissen wir, woher die stammen.
Draussen ist wieder Prismalo-Farbstift-Wetter, lueg:







Wunderschön die Sicht über den Lac d‘Annesy.
Wir gönnen uns eine sehr gut gefüllte Crèpe.

Einfach nur herrlich!



Weiter geht’s- wir möchten den schönen See umrunden. Aus einem unbekannten Grund ist ein Teil der Strasse am See gesperrt, wir müssen über eine Ausweichstrecke, die über den Col de Forclaz führt, das sind doch 700 Meter Höhenunterschied.

Leider hats keine Ausweichstellen, oder wenn doch, sind Bäume davor, und die Aussicht nüm so schön.
Die Fahrt über diesen Pass war trotzdem wunderschön, Wahnsinn, wie sich links die Berge erheben, und rechts der See in türkisem Blau entgegenlächelt.
Es scheint alles bitz überkoloriert, als ob ein Insta-Filter drüber liegen würde.
Beim Schloss Duingt ein Halt, das Schloss ist nicht zugänglich.

Aber die Aussicht ist schon spektakulär.


Näbedraa hats ne Kirche, lass uns den alten Kerzenrauchduft inhalieren.



Weiter geht’s vom Lac d‘Annecy weg Richtung Aix- les-Bains, wir nehmen ein ruhiges Seitental und sind bald wieder auf 900 Meter über Meer.



„Blöderweise“ liegt eine Fromagerie auf dem Weg, unser Sortiment an Käse ist auf gutem Weg, ein eigenes Geschäft zu eröffnen.
In Aix-les-Bains angekommen deponieren wir das Auto, die Kleider und den Käse im reservierten Hotel.

Schigg, gell?




Hättest jetzt auch nicht erwartet, gäll?
Passt, wir gehen in die vieille Ville.









Und schon schreit der Apero.

Daa eindunkelnde Aix zieht uns in den Bann.







Hier gibt’s einen Chambord Spritz (rot) und einen Savoie Spritz (weiss).

Dazu einen feinen Burger respetive ein leckeres Tartar.

Wir kommen noch in den Genuss einer Tanzveranstaltung. Auch noch speziell.



Überraschend!
Bisou et bonne nuit!
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