Wir sind gestern Abend gut zuhause angekommen.

Den heutigen Tag benützen wir als Erholtag.

Als Ferien von den Ferien.

Als Ausruhen vom Ausruhen.

Es wird heute nichts Neues zum anlugen geben. Eher ein Resumée zu den vergangenen neun Tagen.

Neun Tage, die uns erscheinen, als seien es das Doppelte gewesen. Als wären wir wochenlang unterwegs. Aber entspannt und ohne irgendwelchen Druck.

Sooo schön!

Es mögen viele uns nicht verstehen, dass wir nach der Tour durch Savoyen gestern abend schon wieder nach Hause zurückkehren, wir haben doch noch eine Woche Zeit, die wir doch in Savoyen verbringen könnten?

Das stimmt, wir könnten noch viele Wochen in diesen wunderschönen Tälern Savoyens verbringen, unzählige Sachen entdecken, und unser gesunder Entdeckungsgwunder befriedigen.

Wie hat sich doch unser Herz geöffnet nach diesem ersten Anblick nach nur 3 1/2Stunden Anfahrt kurz vor Chamonix.

Das war für uns so der Startschuss in ein wunderbares Abenteuer Namens Savoyen.

Chamonix, die Winterolympiastadt von 1924 hat uns sehr positiv überrascht, ein herziges, schnüsiges Winterskiort mit noblem Charakter.

Dann der Ausflug zur Aguille de Midi. Schwupps und wir sind auf 3842 Meter über dem Meer, und 2800 Meter über Chamonix.

Der Blick auf den nochmals 1000 Meter höheren Mont Blanc mit dem Wetter ist unbestritten Top of the Alps.

Dann anderntags zum Mer de Glace, dem extrem beeindruckenden Gletscher, der in Rekordschnelle Eis verliert (ist ein natürlicher Vorgang, da können Plastik-Rörlis nix dafür).

Wer erinnert sich noch an das visuelle absolut beste Dessert Diesseits und Jenseits der Alpen?

Also Chamonix hat uns extrem gefallen!

Der nächste Höhepunkt war sicher die Kirche Notre Dame de la Gorge zuhinterst im Montjoie-Tal bei Les Contamines.

Mit dem Musig-Stopp.

Albertville- auch ein olympischer Austragungsort (1992)- bestach nicht durch eine grosse Altstadt, sondern eher wie der Grossteil der Franzosen tatsächlich leben.

Der Aufstieg zur mittelalterlichen Stadt Conflans hat sich sehr gelohnt.

Minou mit Brioche praline rosé im Bauch.

Dann gings über einen Col zum Kloster Tamié, dessen Käse nun in unserem Kühlschrank reift.

Der wartet mfall auf Geschwister -Du hast über die Mauer gelugt…

Zu unserem Käseplättli am wunderschönen See.

Annecy…. Hmm… Annecy… das war für uns so der Inbegriff von Disneyland von Savoyen. Nichts Echtes, nur Fassade, alles auf den zahlenden Touristen ausgerichtet.

Versteht mich nicht falsch. Annecy ist hüpsch, Annecy ist malerisch, Annecy hat viele schöne Ecken.

Aber warm wurden wir mit dieser Kulissenstadt nicht wirklich.

Und lass dir gesagt sein, die Burg

lohnt sich NUR wegen der Aussicht..

Das Palais de l’isle nur, weils im Kombiticket mit der Burg drin war.

Und der Riesenklotz von Kirche oben am Hang… Naja…

…Doch, die angezündeten Plastikkerzen waren lustig, hihi.

Aber gegessen haben wir immer sehr gut und ausreichend .

Ehrlich, das Fondue war hervorragend!

Und passt zu Annecy.

Also wenn ihr gerne euch gerne durch touristische Massenwalzen drängt und zu teure Billigsouvenirs kaufen möchtet, kann ich euch Annecy ans Herz legen.

Äbe, Disneyland. Ist per se ja auch nicht schlecht.

Aber es gibt bessere und authentischere Orte in Savoyen.

Zum Beispiel das Château Menthon.

Eine extrem interessante Führung und viele schöne Räume durften wir da besichtigen.

Toll, wurde uns ein Einblick gewährt, obwohl die Familie noch drin lebt (Hättest du es gerne, wenn zig Leute durch deine Wohnung latschen?).

Äbe, hä?

Aix-les-Bains war eher ein Verlegenheitsstop. Der uns aber sehr gefallen hat!

Für unseren traditionellen Monaco hats ämu immernoch gereicht.

Verlegenheitsstop darum, weil anderntags das absolute Highlight bevorstand.

Die Abbaye de Hautecombe!

Die gotische Kirche mit ihrem fantastischen „stil flamboyant“ war für mich was vom Schönsten, was ich an Kirchen bisher gesehen habe.

Das war Hammermässig!

Und dank des Europäischen Denkmaltages haben wir noch ja zusätzlich profitieren können.

Chambéry hat für uns den Charm und die Ausstrahlung, was uns in Annecy gefehlt hat. Diese ehemalige Hauptstadt Savoyens hat noch so was uriges, aber trotzdem erhabenes.

Wir befürchten, dass hier in zehn Jahren auch dasselbe passiert wie in Annecy.

Aber was wissen wir den schon.

Dank des europäischen Denkmaltages kommen wir auch hier in den Genuss von zahlreichen Besichtigungen, die während des laufenden Jahres gar nicht möglich gewesen wären.

So nun genug Werbung gemacht für diese Veranstaltung.

Der Gorge de Fier war sicher -wenn auch ungeplant- ein wunderbares Erlebnis. Kann man durchaus auf die To-do-Liste tun.

Und Evian ist halt speziell.

Alles in allem hat uns diese Reise extrem gut gefallen. Es waren doch über 1000 Kilometer Autofahrt (wobei sicher über die Hälfte der Weg nach und von Savoyen war).

Es ist für uns ein recht rasch erreichbares Ziel, mit vielen wunderschönen Orten. Es hat kurvenreiche Passfahrten à gogo. In wenigen Minuten von 200 M.ü.M auf 900 gibts tausende. Für gemütliche Töfftouren sehr geeignet. Auch haben wir viele Wohnmobil- Parkplätze gesehen, auch dafür würde sich ein Ausflug lohnen (am besten mit einem Camper von Allwind), smile.

Gegessen haben wir überall sehr gut, und für schweizer Verhältnisse günstig.

Hotels waren teilweise überrissen teuer. In Annecy kostete uns das Übernachten (ohne Lunchpakete/Dreigangmenü/Massage) über 250.- pro Nacht! Und das war noch eines der Günstigen…

Aber was wir hervorheben möchten, ist die herzliche Freundlichkeit der Leute. Egal ob im grössten Gstunng von Annecy, dem Parkplatzanweiser von Hautecombe , dem Ticketschalter beim Aiguille de Midi oder dem Schloss von Chambéry.

Durchs Band extrem freundlich! Und wenns französisch bitz holprig wurde, war der Switch auf Englisch was ganz normales.

Wer Frankreich und sein Stolz auf seine Sprache kennt, mag wie wir staunen.

Wir waren also nicht das letzte Mal in dieser unserer Ansicht nach völlig unterbewerteten Gegend.

Es gibt so vieles noch anzuschauen.

Ps: Ursula, das mit Courmayeur haben wir nicht vergessen- Wir verbinden dies mal mit einer separaten Reise durchs Aostatal.

Ist auf unsere getaggten Liste.

Wie gesagt, mir wird der Stoff zum schreiben nicht ausgehen.

Morgen gehts weiter- sei gespannt!!

Bisou!

Kategorien: Savoyen

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