
An alle, die so tapfer durchgehalten haben, stündlich meinen Blog nach neuen Berichten durchsuchen, all den lieben und treuen Menschen, die ich mit diesem Format erreiche:
Danke fürs Ausharren. Für die Geduld, die Ausdauer und die gute Portion Neugier (-wohii gönz ächt?)
Hiermit sei der Schleier gelichtet, denn wir sind ein paar Tage im Elsass. Die Gegend, wo man nicht weiss, ist man nun in Deutschland oder Frankreich? Wo die Orte kurlige Namen wie Dorlieville tragen. Wo es vor Wiistube und Flammchueche kein Entrinnen gibt. Genau da sind wir für ein paar Tage. Aber äben, nicht zur Weihnachtszeit, nicht zu Weinproben oder am Änd noch Heizdeckeli-Busfahrten mit Unterhaltung.
Nein.
Wir nutzen den wunderschönen beginnenden Herbst mit den altsömmerlichen Temperaturen für eine Stadtbesichtigung, die schon lange mal auf unserer Liste erscheint.

Man erkennt es ohne Weihnachtsmarkt fast nicht.
Wir sind in Strasbourg.
Strasbourg ist Sitz zahlreicher europäischer Einrichtungen, unter anderem Europarat, Europaparlament, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Europäischer Bürgerbeauftragter und Eurokorps.
Also uhuere vill. Dies interessiert uns aber wenig, genauso wie der nicht stattfindende Weihnachtsmarkt- Wieso denn auch, Ende September…
Wir beginnen unseren Ausflug aber nicht mit dieser pulsierenden Stadt etwa drei Stunden von Zuhause weg, sondern lassen uns ein sehr spezielles Baudenkmal nicht entgehen.
Das Fort de Mutzig, oder die Festung Kaiser Willhelm II.
Dieses gewaltige militärische Verteidigungswerk muss man mal erlebt haben! Ein Bauwerk, dass einem ins Staunen versetzt. 1893 (!) wurde mit dem Bau begonnen. Da die Festung nie ernsthaft umkämpft wurde, gehört sie weltweit zu den am besten erhaltenen Festungsbauten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Seit 1984 restaurieren Deutsche und Franzosen in ehrenamtlicher Arbeit die Anlage.
Und diese dürfen wir besichtigen.









Wahnsinn was hier gebaut wurde.
Ein kundiger Führer erzählt uns, dass nur ein kleiner Teil der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Würde man das gesamte Areal (in zwei Teilen ist noch heute die französische Armee einquartiert, und somit militärisches Sperrgebiet) für die Besichtigung freigegeben, eine Führung würde zwei Tage dauern.

Dies ist die gesamte Bunkeranlage.

Und dies der von uns zu besichtigende Teil.
Die Dimensionen sind gwaltig.










Gut versteckt befindet sich eine regelrechte Stadt unter der Erde. Mit Küchen, Backstuben, Lazarette, sanitären Anlagen, Mannschaftsunterkünften.



Uns wurde glaubhaft vermittelt, dass die beiden Motoren in der Mitte noch einwandfrei funktionieren und laufen. Es gäbe Videos im Internet. Wir sind tief beeindruckt!






Der Gang nach draussen und über die Geschützstellen zeigen erst, wie gut versteckt die Anlage liegt.






Das waren 2 1/2 Stunden, die sehr lehrreich und unterhaltsam waren. Die Anlage ist dank des unermüdlichen Einsatzes unzähliger Freiwilliger top und in super Zustand, und wir können den Besuch allen sehr empfehlen.
Bringt Zeit mit. Ihr werdet belohnt.
Wir belohnen uns mit Kaffee und Süssem.


So nun gehts nach Strasbourg.
Das Hotel ist schnell bezogen, die schon lange gesuchten Schuh- Eisen für die nächste „Ballade sur le neige“ gekauft- Los geht’s!









Wow!

Apero-Zeit!











Es ist uns hier etwas gar zu touristisch, finden aber in einem Innenhof vis-à-vis des Münsters ein feines Plätzchen für unser Diner.







Mmmmmh, formidable!



Wir sind gespannt, was uns die Stadt morgen zeigt.
Danke fürs mitkommen.
Bonne nuit.
Bisou!
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