Deutsche Städte sind abends immer schnell leer und ruhig. Das ist uns schon auf früheren Reisen hierhin aufgefallen. Auch dass die Restaurants teilweise um 18.30 Uhr schliessen, man sich mit dem Abendessen würkli beeilen muss, wenn man nicht vor verschlossenen Türen stehen will.

Muss man sich daran gewöhnen, oder nicht hier her kommen.

Das Frühstück war enorm vielfältig.

Wir kommen aber langsam in den Genuss vom Spruch: Qualität vor Quantität.

Lieber einen feinen Espresso aus der italienischen Kaffeemaschine wie Automatenplörre.

Lieber frisch gepresster Orangensaft wie ein mit Wasser verdünntes Konzentrat.

Lieber einige wenige feine lokale Käse, wie dieser Gummi-Schnittkäse vom Billigdiskonter.

Aber ja. Wir sind ja wegen dem Schloss hier, also los.

Wir werden geführt, sind aber keine zehn Stück. Perfekt.

Herrlich Barock!

Der Hauptsaal

Eine wunderschöne Führung in knapp einer Stunde.

Zu empfehlen, solltest du mal in der Nähe sein.

Amor-por favor!

Das Schlösschen Favorite etwas ausserhalb hätten wir auch gerne angelugt, scheint aber eine Hochzeitshochburg zu sein, hab heute mehr Bräute in Brautkleidern gesehen wie das ganze Jahr.

So wurde die Führung um 14.00 Uhr wegen Hochzeitsanlass abgesagt. Bitz enttäuscht schlendern wir im Schatten des Parks. Aber wir wollen ja echt nichts erzwingen. Gehen wir ein anderes Mal hier hin.

Da eh schon 14.30 Uhr ist, wollen wirs versuchen auf die 15.00 Führung zu kommen?

Au ja. Voller Hoffning gehts zum Tresen.

Leider ist die Führung schon voll.

Och nöö!

Bitz enttäuscht wollen wir davonzotteln, denn bis um 16.00 Uhr warten, das mögen wir nicht.

Der hübsche Mann hinter dem Tresen spricht mit jemandem im Nebenraum. Wir empfinden das als mangeldem Interesse, und als er noch eine Frau hinter uns anspricht, „Welche Sprache? Français, Englisch..?“…

Da wars für mich klar, für uns gibts keine Schlossbesichtigung mehr heute.

„Bleib da, bleib da“, ruft er uns zu, weil wir uns zum gehen abgewandt haben.

Er quetsche uns noch in die 15.00 Uhr Führung, das sei okey gemäss seinem Kollegen.

Uuuuh- ich hätte ihn dafür knuddeln können, aber ich war nicht sicher, ob er das eventuell sogar gerne gehabt hätte, smile.

Glücklich gehen wir mit der nächsten Führung mit.

Danke, mein Süsser. Rawr.

Was wir hier auf diesem Jagd- und Lustschloss zu sehen kriegen, ist einfach nur fantastisch!

Der Gartenraum ist wunderschön!

Wir lernen, das Fayaence nicht Porzellan ist, das haben wir auch nicht gewusst.

Und das es anscheinend Usus war, Schauküchen zu haben. Hier wurde nie gekocht, nur wertvolles Fayencegeschirr dem Besucher unter die Nase gerieben, zum zeigen- Ich bin dann wer.

Dann dürfen wir selber noch in den Gartensaal!

Wow! Ist der schön! Wenn man das Tor vorne und hinten öffnet, kommt der Blick in den Garten, die Erbauerin wollte mit allen Sinnen spielen!

Fantastisch!

Das hat sich aber echt gelohnt! Diese kurzweilige Stunde war fast noch üppiger wie das Residenzschloss in Rastatt.

Wir gönnen uns ein Spaghetti-Eis, und ein Amarena-Eis. Sind nicht ganz so gut wie die letzten, die wir hatten.

So schlendern wir no bitz im Park, kaufen uns zwei Stück Kuchen.

Und machen uns langsam (auf der A5) auf den Heimweg.

Holen noch unterwegs was zum habberen und rasten an einem wunderschönen Platz bei Sonnenuntergang und Alpenglühen.

Was für ein schöner Schluss meines Berichtes.

Wenn du Fragen oder Anregungen hast- immer gerne.

Ich hoffe, dir hats genauso gefallen wie uns.

Grand grand bisou!


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