Nachdem wir von der eigenwilligen Architektur und derer Intaktheit des Ortes Binz richtiggehend angezogen wurden, war es Zeit, unserem Magen was zu gönnen.

Auf der Promenade lädt uns ein hübsches Restaurant ein, und wir nehmen gerne Platz.

Als Vorspeise eine Knoblauchpizza, noch ganz warm.

Danach gabs Tagliatelle an einer Tomatensauce mit Pilzen und Rindsfilet.

Sowie mit Mozzarella überbackene Rigatoni mit Gorgonzola und Champignons.

Mmmh! Fein!

Und endlich- ENDLICH!- hatte nach dem Essen auch noch ein Eis platz. Hihi.

Eis essen scheint eh ein deutscher Nationalsport zu sein, was da täglich an Tonnen von mehr oder minderwertiger Eisspeisen in den Becher oder die Waffel der Leute fällt ist enorm!

Wir geniessen die zwei Kugeln Amarena (mit echten Kirschen drin!) und Toffifee sehr.

Es war eine aussergewöhnlich gute Qualität.

Und es gibt doch keinen romantischeren Ort wie gemeinsam auf der Seebrücke bei Sonnenuntergang ein Eis zu geniessen.

So- genug jetzt- mir schmilzt vor Romantik noch das Eis davon.

Wir promenieren die Promenade rauf.

Hier wäre ein Stopp angesagt gewesen.

Aber die Strandkörbe waren alle besetzt, und die gelangweilten Gesichtsausdrücke der faden Gäste liessen uns wieder weiterziehen.

Dafür sahen wir diesen Gesellen (ich musste recht zoomen):

Hast ihn entdeckt?

Und promenieren die Promenade wieder zurück. Wir geraten noch in eine Art Musikwochenende mit Livekonzerten.

Und geniessen einfach die schöne Stimmung.

Das Ding hier am Ende des Strandes mussten wir einfach gogen anlugen gehen:

Ein ehemaliger Rettungsturm vom lokalen Bauingenieur Ulrich Müther 1982 gebaut und bis in den 1990ern in dieser Funktion genutzt.

Heute ist eine Aussenstelle des Standesamt darin untergebracht.

Eine Ja-Sage-Kapsel, hihi.

Toll! Gefällt uns!

Nun ziehen dicke Wolken auf und wir schaffens noch trocken nach Hause.

Auf der lauschigen Terasse begleiten wir die letzten Minuten des Spieles Schweiz-Katar und ärgern uns, dass der Sieg von unseren Leuten so naiv vermasselt wurde.

Jänu.

Guet Nacht!

Das Frühstück am nächsten Morgen war wieder recht ausgiebig, der Frühstücksraum im Bunker- ääh- Kellergeschoss des Hauses eher gewöhnungsbedürftig.

Heute gehen wir zurück nach Prora. Hier steht seit 1938 das damals längste Gebäude der Welt- Wir waren gestern schon schnell an dieser Anlage.

Wir möchten heute an eine Führung, welche uns mehr zu diesem Koloss zeigen kann. Gedacht war dieser über vier Kilometer lange Betonbau als Beherbung von deutschen Urlaubern. Es war geplant, dass sich hier sage und schreibe 20’000 Leute gleichzeitig aufhalten könnten. Mit Schwimmbädern, einem Kinosaal, einem Turmkaffee, Diskothek und vielen sonstigen Aktivitäten.

Der Sinn der KdF (Kraft durch Freude) war, dass jeder sich Ferien leisten können soll, man aber subtil mit Propaganda zu nazionalpolitischem Denken geführt wird.

Der Bau an für sich- auch schon bald hundert Jährig- hat uns sehr interessiert, drum die Führung.

Es war extrem interessant, was hier aus dem Boden gestampft wurde.

Wir können in die Diskothek reingucken.

Immerhin.

Ein paar Wolkenkratzer „Miami-like“ an die Wand gesprüht- und der Tanz kann beginnen Saturday Night Fever und so lassen grüssen.

Da wir drinnen nicht allzu viel anlugen können- eigentlich hätte ich schon ein „Musterzimmer“ oder so erwartet- geht’s aussenrum.

Dimensionsmässig absolut kollossal, trotzdem nicht alles fertig gestellt wurde.

Nach vorne hatte jedes der um die 10’000 Zimmer Mehrsicht.

Und die Querhäuser, da drin waren Etagenduschen, sanitäre Anlagen und das Treppenhaus.

Dies heute zu unterhalten ist ein Ding der Unmöglichkeit. War es ja schon zur Bauzeit. Mittlerweile kann man gut ausgebaute Wohnungen kaufen, oder in einem Hotel übernachten. Vieles ist am Gebäude verändert worden, die Balkone sind den Denkmalschützern sicher ein Dorn im Auge.

Aber besser, der Koloss wird belebt, und ist attraktiver als ein totes Monument.

War aso extrem interessant. Wir empfehlen dringend eine Führung, denn ohne ist man etwas verloren. Und wie gesagt, ein Zimmer zu zeigen, wie es ausgestattet gewesen wäre, das wäre eigentlich schon meine Erwartung gewesen.

Nach dem Brunzhalt

Ein Kaffeehalt.

Hier entscheiden wir, noch ne Nacht auf Rügen zu verbringen.

Denn so können wir heute ruhig noch eine zweite Exkursion machen.

Es geht auf den Baumwipfelpfad.

Wunderschön gemacht, und wir sind (es ist Sonntag Nachmittag!) fast alleine!

Hoch gehts in den Adlerhorst.

Die Aussicht ist fantastisch!

Ebenso das Wetter!

Gemütlich gehts im Kreis wieder nach unten.

Die Rutsche haben wir ausgelassen.

Zu steil. Zu teuer. Zu verstopfungsgefahrig.

Wir fahren nach Sellin. Unserem Domizil für heute.

Auch hier, wunderschöne Häuser.

Ab auf die Seebrücke.

Bequem wie die Queen das Bähnli runter.

Hocken uns für einen Moment in den Strandkorb, und lassen die Regenspritzer aussen abprallen.

Auch hier hats die Tauchgondel. Wie in Zingst.

Das Wetter ist sehr interessant und faszinierend. Aber verschifft hats uns nicht.

Noch nicht, hihi.

Du weisst was nun kommt, wir gehen essen, ich vertröste dich auf morgen.

Danke fürs gedulden, wir geniessen!!

Kategorien: Ostsee

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: Content is protected !!