
Heute machen wir etwas, was morgen quasi nüm möglich sein wird. Wir gehen in einen Gletscher! Wer wie wir auch schon mal im Rhonegletscher beim Furkapass war, und dieser gemäss aktueller Lage gar nüm offen sein darf, weiss wie speziell so eine Begehung ist. Wir freuen uns recht drauf und sind gespannt was uns hier erwartet.
Das Mer de Glace bei Chamonix ist der grösste Gletscher Frankreichs, der Mont Blanc Gruppe und der viertgrößte Gletscher der Alpen. Dieser Gletscher (bzw. das System der dazugehörenden Einzelgletscher) ist ca. 12 km lang und variiert in seiner Breite zwischen 700 und 1950 m. Das Eis hat eine maximale Dicke von 420 m. Die Fließgeschwindigkeit dieses Gletschers beträgt durchschnittlich 90 m pro Jahr (also etwa 0.3 Meter pro Tag), was für einen Gletscher in den Alpen sehr viel ist.
Start unseres Abenteuers zum Gletscher ist in Chamonix am Bahnhof von Montenvers.
Das Zahnradbähnli (Baujahr 1910) bringt uns innerhalb zwanzig Minuten auf über 1900 Meter über Meer.
Verrückt!








Dafür ist vom Gletscher auf den 1. Blick nicht mehr viel sichtbar.
Zur Anfangszeit war die Bergstation fast angrenzend. Das Bild aus dem Archiv beweist es:

Heute ist davon nüm viel hier sichtbar.

Wieviel dieser Gletscher verliert, versuche ich hier anhand einiger Eckdaten anzugeben:
- Dicke: An der Mer de Glace verliert das Eis aktuell grob 4–6 Meter Dicke pro Jahr – lokal und je nach Jahr schwankt das deutlich.
- Länge: Die Gletscherzunge zieht sich im Mittel um ungefähr 30–40 Meter pro Jahr zurück.
Da der Gletscher im Bereich Montenvers jährlich zwischen vier und sechs Meter Höhe verliert, muss das Treppenbauwerk ständig angepasst werden. Im Februar 2024 wurde deshalb eine neue Seilbahn eröffnet, deren Talstation (auf 1.700 Hm) nun deutlich südlicher bzw. weiter oben als die alte Talstation auf den Rest der Gletscherzunge trifft.




Extrem eindrucksvoll, wie viel die Zunge jährlich schmilzt. Erst wenn du unten stehst, und die glattgeschmirgelte Wand betrachtest, merkst du wie gewaltig schnell dieser Rückgang ist.
Wir treten in den Gletscher ein, die nun folgenden Bilder sprechen für sich.


























Wunderschön!
Wer weiss, wie lange man diese Eishöhle noch besichtigen kann, ob sie das 100 Jährige Bestehen in 20 Jahren noch feiern kann, ist sehr ungewiss…
Trotzdem toll und extrem eindrucksvoll!




Dann gehts wieder hoch. Und mit dem Zug runter nach Chamonix.





Wir packen unseren GlossyCrossy und tuckern gemütlich weiter.
Wir haben einen Tipp bekommen -merci du coeur Ursula!- und steuern nun das Val Montjoie mit dem Ort Saint-Gervais-les-Bains an. Vorallem Les Contamines weiter hinten im Tal ist noch rächt hüpsch! Wir erspähen ein Schild- Es soll hier am Talende eine aussergewöhnlich Kirche geben??

Dann lass uns pilgern auf der alten voie romaine. Zur Notre Dame de la Gorge.

Wunderschön dem Fluss Bon Nant entlang.
Hier war mal ein sehr bedeutender Säumerpfad über den Col du Bonhomme.
Und zum starten oder nach erfolgreicher Bewältigung des 2330 Meter hohen Passes holte man sich noch den Segen in dieser Kirche.

Drinn ist der Prunk Savoyens zu sehen, und man merkt, wie wichtig diese Gebetsstation damals wohl war.








Wieso auch immer, lief Klaviermusik aus den Boxen.
In Endlosschleife.
Ausser man drückt diesen Knopf:

Dann hat man e bitzeli Ruhe, bevors wieder zu klimpern beginnt.
Nun gut- gehen wir!

Auf dem Retourweg nehmen wir die Panoramastrecke über Taguy. Sehr spannend.



Unser Tagesziel ist Albertville. Die Olympiastadt von 1992.
Sie ist nicht besonders hüpsch, aber für einen Stopover längets auf jeden Fall.
Über Megève (ist im Sommer rächt stillos und hässlich) gehts durch eine kurvenreiche Schluchtfahrt runter zu der auf 340 MüM gelegenen Alpenstadt Albertville.
Das Hotel ist schnell bezogen- Ab nach draussen.






Da Albertville nicht sooo viel bieten kann, kraxeln wir die Strasse hoch zur Mittelalterlichen Stadt Conflans.


Ein rächter Chrampf.
Lohnt sich aber mega, guck:





Auch die Kirche ist rächt prunkvoll:



Die Aussicht vom Garten auf Albertville entschädigt alle Mühe.








Wir teilen mit Minou-Minou unser Brioche Praline rose.
Zufrieden gehen wir alle drei wieder unserer Wege.










Bonne nuit!
Bisou!
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