Diesen im italienischen «Formaggio» genannten Bau weit oben an Trieste sieht man von weit her! Irgendwie erinnert es an Protzbauten aus der Sowjetunion oder China.

Oben links an der Bergkante steht dieser Betonklotz im Stile des Brutalismus. Irgendwie zieht uns das an, und nach Recherchen soll das eine Wallfahrtskirche aus der Nachkriegszeit sein. Als Dank dafür, dass Trieste nicht bombardiert wurde im zweiten Weltkrieg.

Ähäm. So wie der ESC nicht politisch ist, so vermischt sich die geistliche (Kirche) Welt nie mit der politischen Welt.

Es darf geschmunzelt werden. Der Käseblock hier oben beweist wieder mal das Gegenteil.

Egal, uns interessiert der Bau. Und der ist eifach staunenswert, wenn nicht sogar phänomenal!

Aber guck selber:

Dazu diese Aussicht:

Trieste

Miramare

Und schau mal, wie schön das Meer ist!!

Da eine Kirche den Katholiken an diesem Santuario zuwenig ist- wer schon in Lourdes/Assisi, etc. war, weiss wovon ich rede..

Dann macht man halt noch eine unten dran.

Also der Bau ist mega! Und die Vibrationen sind recht friedlich und wohltuend.

Wir fühlen uns (ungewollt und unerlaubt) wohl hier…

Nehmen wir noch ’n Kaffee.

Wir beide lieben söttige Ausflüge- verstehe mich nicht falsch- nicht wägen der Kirche. Sondern weil wir diesen interessanten Punkt gesehen haben, und gemeinsam spontan beschliessen, hier rauf zu gondeln. Die Wallfahrtskirche war gar nicht in unseren «to do»-Vorbereitungen.

Wir wussten ja überhaupt gar nicht, dass es hier sowas gibt.

Aber und gnau deswegen lieben wir diese Programmänderungen. Es hat immer Platz für so was in unseren Ferien.

Und es wär megaschad gewesen, wären wir hier nicht vorbeigekommen.

Halleluja!

So sei es!

Dafür läufts etz dann grad umgikehrt:

Gleich fünf Minuten entfernt ist die Grotte Gigante -die grösste Tropfsteinhöhle weltweit, welche touristisch vermarktet wird.

Die war auf unserer Liste. Wenn wir schon hier sind, dann güxlen wir doch auch, oder?

Die Höhle ist nur geführt zu besuchen, es ist Sonntag, halb zwölf und um Zwölf und um Zwei ist eine Führung. Man müsste sich aber anmelden.

Uff. Anmelden? Passt uns gar nicht… Da wir aber würkli nur fünf Minuten entfernt sind, riskieren wirs doch, können immer noch weiter, wenn zuviele Leute da wären.

Also fahren wir von der «Himmelspforte» zum «Höllentor», smile.

Eine ansehnliche Traube Menschen (so um die 50 Leute) sind hier, sehr viele haben vorab reserviert. Es hat Familien mit Kleinkindern (!) Leute aus aller Welt, junge und Ältere.

Wir können noch auf die 12.00 Uhr Führung mit- sehr gut.

Denn bis um 14.00 Uhr hätten wir nicht gewartet.

Nun gehts los! Wir steigen die Treppen runter, es sind um die 500 Tritte und wir sind über hundert Meter Tiefe!

Die Höhle ist wahnsinnig gross, noch nie haben wir sowas gesehen!

Wunderschöne Stalaktiten ragen zum Boden heraus. Die Führerin sagt was von Pfannkuchen- Stimmt, sieht doch würkli danach aus.

Die Grösse der Höhle lässt uns erstaunen, was für ein schönes Erlebnis bei konstanten 11 Grad Celsius.

Die Führerin weiss viel zu erzählen, und wenn sie auf italienisch fertig war, kam alles nochmals auf englisch.

Grossartig!

Mit Fotos gar nicht richtig zeigbar.

Nun hiess es wieder rauf die 500 Stiegen. Bis zum Dach der Höhle!

Wir hatten die Zunge fast am Boden, aber das hat sich voll gelohnt!

Echt fantastisch was uns hier die Natur zeigt.

Wenn du dich fragst, was das für zwei weisse Seile in der Mitte der Höhle sind, die das Fotti fürchterlich stören…

Das sind Kunststoffröhren, in denen hängen feine Schnüre und unten zeichnet ein Pendel die Bewegungen und Erschütterungen auf, welche auf der Erde auftreten.

Uns wurde gesagt, dass dies sehr wertvolle Daten liefert- Wir müssen’s glauben.

Beim Aufstieg fällt uns auf, dass die Leute- mit weit weniger Kilos auf den Rippen pfeifen wie Dampflocks. Es keucht und ächzt bedenklich…

Dass die kleinen Kinder nicht mehr mögen, ist voll verständlich. Von mir aus gesehen sollte eine Altersbeschränkung gelten. Und erst ab etwa sechs Jahren der Zutritt gestattet sein.

Denn auf die 2 mal 500 Treppen wird mehrfach hingewiesen.

Nichtsdestotrotz.

Wir sind ….äh, wir habens geschafft.

Unser Nachtlager ist bereits weiter weg, wir passieren Monfalcone (ist das würkli nur eine Industriestadt?), und finden Unterschlupf in Lignano Sabbiadoro.

Sagt dir nix?

Uns auch nicht.

Aber liegt auf einer Insel, und nebendran ist Bibbione.

Das Strandferienparadies.

Wir staunen schon auf der Hinfahrt, die Strassen führen zweispurig in die Feriendestinationen am Strand. Und wieder raus.

Jösses! Wie das im Sommer wohl stauen tut?

Wir parken Hubi und beziehen das Zimmer und spazieren zum sich tummelnden Zentrum von Lignano.

Wir fühlen uns chli deplatziert, denn hier sprechen alle deutsch!

Wahnsinn!

Erst mal einen Spritz rosé.

Dann ab nach Malle! Hupps sorry, hihi.

Spielhöllen/hallen für kleine und grosse Kinder.

Am Meer dann ein Meer von Strandliegen und Sonnenschirmen.

Aber sonst eigentlich noch hüpsch…

Wir mussten uns hartnäckig auf italienisch das Znacht verdienen…

Erstaunlicherweise wars recht gut. Für eine Tourimeile.

Als dann am Nebentisch das Stichwort «Schlattwäldli» (Nachbarsiedlung bei uns in Hünenberg) fiel (!), nahmen wir Reissaus!

Ein Gang durchs abendliche Städchen (es ist 21.30 Uhr), das Volk ist immer noch massig und deutsch sprechend, lässt uns in der Hotelbar noch einen heben.

Haben wir uns verdient.

Ma sicura di si!!!


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