Nach der treppenintensiven aber mega interessanten Grottentour -ich möchte nomol gerne betonen, 500 Treppenstufen nach unten, 500 Treppenstufen nach oben- gestern steht heute ein etwas ruhiger Tag an.
Das Hotel liegt an einer sehr stillen Ecke dieser deutschsprachigen Strand-Exklave.
Manchmal in der Nacht hört man die Möven einander gute Witze erzählen.
Vielleicht läuft ein Gespräch unter ihnen auch so ab:
«Luca, hesch die gsee deet mit dem dicke Arsch?»
«Du meinsch die mit em vill z tüüre Batik-Strandchleid für 19 Euro vom Inder?»
«Neeei, disi mit em vill z änge Badchleid, de pinke Crocks und de wiise Socke!»
«Aaah, ja! Ja! Ja! Hahaha!!»
«Hahaha!»
Sie scheinen es recht lustig zu haben, die Möven…
Aber sonst war es würkli ruhig hier.
Ich hatte heut morgen einen echten Schreckmoment, lass mich verzellen:
Wie gewohnt fordern wir beim Service Personal vom Frühstücksraum einen Espresso. Denn meist holen sie diesen frisch gebrüht von einer Kolbenmaschine, und nicht den «Americano» – Pott von der Warmhalteplatte. Das haben wir mal in Rom gelernt, und sind in Italien meist gut gefahren damit.
So frage ich auch hier:
«Mi porta due Espressi, per favore?»
«Da ist die Kaffeemaschine, komm ich zeige dir»
Und schleppt mich zur Nescafé-Maschine für Kaffee/Bouillon/Thé Citron.
Stellt eine grosse Tasse unten dran und drückt Americano.
Ich so: «No, no! Non Americano! Un Espresso!»
«Kommt gut, guck. Und wenn du willst mehr stark, dann du drücken hier Expresso», und die Tasse füllt sich nach der Americanoplörre noch mit einem Espresso, der für mich höchstens als Lütterlikaffee gilt.
«Noo!» Kann ich noch sagen, dann drückt sie mir die übervolle Tasse, welche überschwappt samt Unterteller in die Hand.
Und läuft zufrieden davon.
Ich steh da wie ein begossener Pudel.
Das ging so schnell, ich konnte gar nicht reagieren..
So stehe ich nun mit einer zu vollen Tasse mit Kaffee (Kaffee?) im Frühstücksraum und würde am liebsten losheulen..
Gut, eilt mein Liebster zu Hilfe herbei, der alles gesehen hat und fragt, öbs denn nicht einen Espresso von der Kolbenmaschine (inklusive der zu machenden Handbewegung) gäbe.
Sie fragt nochmals nach, und sagt dann:
«Diese Kaffee (und zeigt auf meine volle Tasse) ist wie Mundspühlen».
Und bringt uns zwei Espressi doppi von der guten Barmaschine mit der Bemerkung:
«Keep attention- very strong»
Hahaha!
Wir plaudern später noch e bitz, und ich hole mein bestes Italienisch vor, und sie ist dann wie ausgewechselt und winkt uns noch fröhlich beim Abschied zu.
Sache gitts.
Wir tuckern weiter westwärts, und haben heute ausser der Ankunft am Zielort keine «to do‘s» mehr.
Auch schön, so durch die Gegend zu gondeln.
Ah- doch: Es gibt doch da noch ein Outlet Center in Noventa di Piave…
Wir haben Lust und Zeit- Also los!
Das Village ist megaschön gemacht, es ist die Gleiche Firma wie unser bekanntes Serravalle Scrivia, in der Nähe von Genua.
Herrlich.
Finden auch ein söttiges Velo:
War aber zu gross zum mitnehmen.
Und kein Original Armeevelo.
Als wir hier unter den Sonnenschirmen mit kühlen Sprühneben einen Kaffee haben wollten, sagte man uns, das sei nur in Kombination mit Essen möglich.
Hä?
Jenu, den Kaffee gabs ums Eck trotzdem, und fein war er auch. Und günstiger.
Illy Kaffee. Aus Trieste. Nämmli.
Die Toiletten sind mega geräumig.
Der Vorraum grösser wie manche Stube.
Im Occitane haben wir wieder mit der Verkäuferin geflirtet, und tüchtig gchrömlet.
Und im le Creuset habe ich mich nach dieser geilen Gusseisenpfanne erkundigt, die im Herbst in Form eines Kürbisses auf den Markt kam.
Leider war das eine Kollektion, und nüm verfügbar. Auch gut, hätte sicher über 300 Euro gekostet.
Die Läden sind nicht ganz so unser Geschmack, sie hatten nicht unsere Figuren, und aus den Schuhläden schmeckt es nach billigem China.
Aber der Spaziergang war sehr schön, friedlich und entspannend.
Nun geht’s ab nach Jesolo.
Wollen doch gucken, wo der ganze Hauffen Deutschsprachige Familien bevorzugt in die Ferien reist, smile.
Ist eigentlich noch rächt hüpsch.
Das Lido di Jesolo ist voller wiederkehrender Läden.
Die Strasse (gesperrt von 20.00 bis 06.00 Uhr) ist hier die Hauptschlagader. Restaurant, Indershop, Indershop, Hotel, Hotel, Parco Giocchi, Indershop, Restaurant.
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Und das kilometerweit.
Und weils so schön war:
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Gut sind wir nicht hier einquartiert.
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Basta etz!
Kannscht am Änd hier noch mit Schweizer Fränkli bezahlen…
Am Ende der Strasse ist ein Strand mit Leuchtturm. Da machen wir einen Stop und spazieren zum Meer.
Am äussersten Eck dann ein Fährhafen.
Aber dazu morgen mehr.
Wir gehen noch kurz shoppen
Denn wir werden zwei Nächte auf einem Campingplatz in einem Bungalow übernachten.
Rustikal, aber zwäckmässig. So richtig Camping.
Und ein Traum in plastica von einem Bidet.
Hihi.
Es grüsst vom Meer…
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