Nach der kuscheligen Nachtruhe im eigenen Bett (Huh- komm› ich etzt schon in das Alter??!) gehts nun endlich los- Seit 2019 möchten wir in die Normandie, den wellenumbrausten Norden Frankreichs.

Das Wetter macht uns wenig Mut, immer wieder fängt es zu regnen an. Und dass an der Nordküste besser ist? Naja…. Der Wetterbericht ist zuverlässig unzuverlässig, langsam frage ich mich, weshalb wir überhaupt noch ein Météo brauchen- Es stimmt ja eh nicht. Und bitz besser verheisst es bloss im Süden, sprich Camargue oder Italien ab Rom südwärts.

Wir bleiben positiv eingestellt- und wenns dan würkli garstig werden würde– unser Hubi trägt uns auch nach Séte…

Unsere Sachen sind schnell gepackt, und RonRon läuft zuverlässig.

Das erste Etappenziel ist in etwas mehr wie drei Stunden erreichbar, wir haben für heute ein schönes Ziel, welches gaaanz zufällig auf unserer Tour ans Meer liegt:

Die Glasfabrik von La Rochère. Wir sind schon das dritte, oder vierte (?) Mal hier, die massive Verarbeitung und die Qualität der Gläser hat uns beeindruckt, und unsere Gläser wurden naadisnaa mit diesem edlen Manufacteur aus Frankreich ersetzt.

Die Fahrt dahin ist sehr ruhig und genussvoll, die Transjurane bringt uns souverän und mühelos durch den Nordwesten der Schweiz.

Die Sonne scheint uns teilweise ins Auto, wir sind wieder etwas optimistisch eingestellt. Das Wetter bleibt jedoch unbeständig, ein knackiger Wind weht und bringt Sonne und Regen im Wechseltakt.

In Passavant-La Rochere angekommen machen wir eine kleine Schlaufe über Selles, der Drehbücke über den Binnenkanal und das hüpsche Picknickplätzchen, welches wir auch schon bei einem früheren Besuch benutzten.

Souverän fahren wir den Parkplatz an, da waren wir ja sogar mal mit einem Wohnmobil. Wir sind noch bitz früh, also schlendern wir zum Haus mit dem japanischen Garten und güxlen zu den Fenstern rein. Ein sonderbar Gebäude aus Beton. Mehr wie Ausstellungsräume als ein Haus, ganz kurlig zum beschreiben.

Zu den Glasbläsern können wir diesmal nicht, ein Unfall (Incendie) sei passiert, und die ganze Werkstatt nicht mehr für Besucher zugänglich. Wie wir erfahren, ist auch nur ein Ofen im Betrieb, und die Arbeiter haben die ganze Woche frei. Ob man hier die Energiekrise wohl auch merkt?

Nun denn, der Shop geht auf, das Licht an und wir sind drin. Absolvieren eine Runde nach der Anderen- Es hat sooo viel Schönes aus Glas hier. Bei jedem Rundgang bleiben wieder einige Gläser in unserem Warenkorb, wär ja schade, bei dem Spottpreis von 2.– pro Glas nicht tiefer reinzuschauen.

So beenden wir unseren Einkauf und treten voller Glücksgefühlen nach draussen. Auf dem Parkplatz werden die Gläser gut verstaut, und wir entschliessen uns: Mir gönd namal in den Shop.

Akquirieren nochmals eine, zwei Kisten schöner Gläser- Hach!

Weiter gehts anschliessend nach Vittel, unserem Nachtlager für heute. Die Fahrt dahin über sanfte Hügel und Wälder, an weidenden Kühen und schmucken Dörfern vorbei ist sehr schön, gefällt uns sehr.

Vittel selber ist eine Ortschaft, welche ihren Glanz vor hundert Jahren hatte, und diesen irgendwie mit allen Mitteln erfolglos zu erhalten sucht. Sie sind jedoch in den Fängen der Quellwasserabfüllerei gefangen, welche doch immerhin 25% der gesamten Steuern hier bezahlt. Dafür aber auch mehr Wasser abfüllt, wie sich regenerieren lässt, so dass die Quelle irgendwann versiegen wird. Und das nur wegen Profitgier des weltumfassenden Nahrungsmittelkonzerns. Ich empfehle dazu den Film BottledLife, sehr eindrucksvoll!

Heute übernachten wir im Hinterhof eines Hauses, eine Art Mobilehome mit Küche, Bad, WC und Schlafzimmer. Perfekt.

Möchten die Quelle des Vittelwassers angucken, la grande source.

Über einen hüpschen Quai, der Lautsprecher ist hüpsch als Strassenlaterne getarnt gelangen wir in den Kurpark, wo zwei der Quellen stehen. Leider sind beide geschlossen und es macht den Anschein, dass da nur durchgewatet werden soll.

Igitt!

Nun beginnt es auch noch zu regnen, obwohl der Wetterbericht erst für spätabends Niederschlag meldet!

Grrr!!

Leicht gereizt, weil wir die Quelle nicht begucken konnten, es nun gegen jede Vorhersage schifft (wir natürli ohne Schirm unterwegs), und wir auch bitz hungrig sind, stapfen wir genervt zum eigentlich recht hüpschen Kurpark raus. Im Auto holen wir die Schirme, die werden wir doch noch des öftern wahrscheinlich brauchen…

Noch ums Eck, Butter/Konfi und Brötchen gekauft, damit wir auch was zum Frühstück haben morgen.

Zum Znacht leisten wir uns ein Tartar aus Charolais-Rind mit Pommes sowie einen Barbalala-Salat (Grüner Salat mit Feta/Oliven/Peperoni/Palmherzen) für rund 36 Euro. Und das inklusive unserem Lieblinggetränk- Monaco.

Salut!

Kategorien: Normandie

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