Unser nächster Stop heisst Reims. Reims, die Stadt, dessen Namen wir nicht anständig aussprechen können. Ist das «s» am Schluss nun stumm? Aber dann tönt es so deutsch… Ach, immer diese weltverändernden Themen, geht ja grad gar nicht…
Wir besuchen in Vittel noch die öffentlichen Quellen, und füllen -solange uns Nestlé noch lässt- wie die Einheimischen Quellwasser in Pet-Flaschen ab. Es ist schade um den Ort, er hätte mehr Glämuur verdient.
Die Weiterfahrt ist wettermässig ein regelrechtes Auf und Ab! Just, als wir die Flaschen fertig abgefüllt haben, beginnt es zu regnen. Dann ists wieder trocken. Dann wieder schüttet es aus allen Kübeln. Und eine halbe Stunde später sehen wir s…..chön blauen Himmel. Wir beide hoffen, am Zielort auf besser (trocken) Wetter. Wenns auf der Fahrt regnet- henu, nicht so schlimm.
Langsam werden die Hügel sanfter und mit Reben bepflanzt. Reims ist schiinz die Hauptstadt des Champagners.
Uh-là là!
Leider sind wir nicht so empfänglich für diese Sorte Schaumwein- Wir sind Team Moscato.
Aber wir könnten uns vorstellen, das ein echter Champagner doch noch sehr fein wäre.
Bei einem Zwischenhalt gucken wir, was es für Hotels hätte in der Stadt. Wir haben da so gewisse Grundkriterien, welche das Zimmer haben sollte. Ein privater, oder bewachter Parkplatz für unseren Hubi ist uns sehr sehr wichtig, öffentliche Parkplätze irgendwo in der Pampa- das geht grad gar nicht.
Dann sollte das Zimmer eine eigene Dusche/Bad/WC haben. Und wenns WLan hat, ists perfekt (sonst kann ich keine Brichtli’s mehr schreiben).
Also eigentlich recht genügsam, und wir hatten auf unseren Ferien meist zufriedenstellende Hotels. Traditionell «gheit» man mal einmal gehörig rein, aber im Gross und Ganzen sinds schöne Unterkünfte.
Im Zentrum der Stadt sind die Hotels meist überteuert, und Parkplätze sind amigs auch nicht vorhanden. So gucken wir wegen einem Hotel chli ausserhalb, zu einem anständigen Preis und mit gutem Parkplatz. Die halbe Stunde bis in die Innenstadt kann doch mit dem Tram gemacht werden.
Aber irgendwie befriedigt das uns nicht so ganz. Es stimmt einfach nicht für uns, eine halbe Stunde hin, eine halbe Stunde her… Müssten doch wieder das Auto für in die Stadt nehmen. Und das möchten wir eigentlich nicht.
Also nochmals auf die Suche nach geeigneten Unterkünften (gut gibts ein schwaches WLan auf der Raststätte)…Da- zehn Minuten vom Zentrum weg, ein kleines schnüsiges Hotel, welches unsere Kriterien erfüllt. Und den Hubi können wir im nahe gelegenen Parkhaus gut bewacht abstellen.
Packen im Parking angekommen das Nötigste (Nessessaire und frische Wäsche) und gehen Richtung Hotel. Die Stadt beginnt uns jetzt schon zu gefallen, mal sehen, was da hängen bleiben tut.
Wir erspähen eine megaschöne Passage, so à la Paris, und merken mit grosser Freude, dass hier auch unser Hotel liegt!
So guet.
Der Check-in ist schnell vollzogen, es gibt sogar noch Rabatt aufs Parkticket.
Nun aber ab in die Stadt, sind mega neugierig. Die Passage gefällt uns ausserordentlich gut, und wir fühlen uns wie im grossen, von uns geliebten Paris. Am Ende der Gallerie ein wunderschönes altes Kinderkarussell, die Lichter blinken, und die Kinder auf den Schaukelpferden jubeln vor Freude.
Eine weitere Passage hängt sich an, diese im 80er Jahre Stil mit viel Neon und leicht schäbig. Egal.
Die ganze Altstadt ist so im Art Deco Stil. Uns gefällts hier extrem.
Dann steht sie vor uns: Die Kathedrale von Reims. Ein Riesenbau und mit abartig vielen Figuren und Verschnörkelungen. Im Innern lässt uns die enorme Höhe den Kinnladen runterklappen, gewaltig was da gebaut wurde.
Wir schlendern andächtig durchs Kirchenschiff und bewundern das imposante Bauwerk. Die Glasfenster sind noch recht speziell, auch Mâitre Chagall durfte ein paar Fenster gestalten.
Als wir wieder nach draussen treten, blendet uns die Sonne richtiggehend, und wir können noch ein paar Fottis mit blauem Himmel machen. Auch sonst ist die Stadt (ämu die Altstadt) meegaschön, wir saugen die Eindrücke richtiggehend auf.
Herrlich!
Besichtigen die Saint Jacques Kirche, die Kirchenfenster sollen scheusslich sein gemäss Führer. Finden wir gar nicht, uns gefällts hier in der Kirche.
Dann genehmigen wir uns einen Monaco- müssen chli flüchten, weils wieder tröpfelt, und spazieren unter den zahlreichen Lauben am trockenen weiter, und begüxeln die umfangreich feilgebotene Ware der verschiedenen Geschäfter. Auch ein ausgedehnter Rundgang durch die drei Etagen des Maxi Bazar liegt noch drin.
Wir holen noch Butter und Käse aus dem RonRon, denn im Zimmer hats einen Weinkühler(tztztz), den wir für diese Lebensmittel nun missbrauchen, hehehe.
Ein kleines Beine-hoch liegt drin im Zimmer bevor wir Reims bei Nacht bestaunen werden.
Die nasse Strasse und die Lichter faszinieren uns, eine tolle Stimmung. Wir drehen eine Runde durch die Altstadt, bis wir an die hüpsche «Essmeile» kommen. Ist wie der Freiruum in Zug, einfach in gross. Da kriegst du Französische oder Englische, Italienische, Chinesische Küche, von Poke-Bowl bis KFC das ganze Sortiment. Uns macht die Brasserie an, und wir werden nicht enttäuscht. Können verschiedene Biere vom Haus degustieren, und mit Ingrid, der Servierkraft mit Herz und Blut flörten!
Ein echter Geheimtipp.
Falls du mal in Reims sein solltest. Man weis ja nie.
Lohnenswert ist es alleweil, ein kleines Plätzchen in unserem grossen Herzen hat diese wunderschöne Stadt auf jeden Fall verdient.
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