In den Ferien erreicht uns eine chli bedrückende Botschaft:

Max ist tot.

Nun, Max ist kein besonderer Freund oder amänd ein naher Verwandter, Max ist -war- der Löwe aus dem Tessiner Zoo, ein Prachtskerl, ich durfte seit über 12 Jahren sein Pate sein. Es war die allererste Patenschaft, die der kleine hüpsche Zoo abschliessen konnte, die Idee kam von mir.

Ich hab ihn heranwachsen sehen, vom jungen Löwen ohne noch die markante Mähne, über seine Zeit mit seiner Mutter Stella, nachdem Vater Sahib starb, bis er sein Frauchen Cleo bekam, und am 20. Mai dieses Jahres selber Vater wurde.

Mit prächtiger Mähne und seinen eiskalten Augen trieb er gerne Schabernack mit den Besuchern, indem er dich regungslos anstarrt und plötzlich einen Schritt vorwärts tritt.

BUH!

Dies jagt gehörig Schrecken ein, aber ein leises Schmunzeln auf seinen Lippen verrät, das es ihm Spass macht. Hör ich da leises Kichern?

Wir bewundern seine riesen Tatzen, scheinbar weich und kuschelig. Man möchte eh mit ihm kuscheln und schmusen, mit dem Fluffig-Flauschigen- Riesenbüsi.

Ist aber absolut nicht empfehlenswert, denn seine Tatzen und Zähne können schon mit halber Energie problemlos töten. Wer schon einmal bei einer Löwenfütterung dabei war, weiss wie ungeheuer die Kraft eines Löwen sein kann.

Max hat uns sogar beim Heiraten begleitet, respektive wir haben unseren Aperitivo neben seinem Gehege machen dürfen- Ein gewaltig grossartiges Ereignis! Falls du mal ein Fest oder einen Kindergeburtstag ganz speziell möchtest- Das Zooteam steht dir gerne beratend zur Verfügung, wir können es uneingeschränkt und wirklich von Herzen empfehlen!

Immer wieder besuchen wir «unseren» Max im Zoo, freuen uns mit ihm, als er ein grosses Gehege bekommt, eben sein Frauchen kriegt, und prächtig gedeiht. Ein richtiger Bilderbuchlöwe.

Das letzte Mal -am Frühlingsfest- nahm uns die Zoodirektorin mit und führte uns hinter die Kulissen zum Löwengehege. Wir müssen sehr ruhig sein, keine ruckartigen Bewegungen machen…

Dann dürfen wir ins Gehege der Löwen.

Im Haus, gut bewacht von Frauchen Cleo liegen klein und herzig drei kleine 14 Tage alte Löwen!

JÖÖÖÖÖ!!

Ist das herzig, wir sind megastolz, dass Max nun Vater ist. Unter misstrauischen Blicken der Mama gingen wir nach einiger Zeit vorsichtig wieder nach draussen.

Das war echt, echt einmalig, was exklusiv für uns ermöglicht wurde.

Aber eben wie gesagt, erreicht uns kürzlich die Nachricht, dass Neopapi Löwe an Nierenversagen bei einer Routinenkontrolle kollabierte und nicht mehr aus der Narkose erwacht ist. Mit 14 einhalb Jahren chli früh, aber wie bei Hauskatzen kann man nicht erwarten, dass jedes Tier 20 Jährig wird.

Die Natur gibt, die Natur nimmt.

Mäxel, nun gehts dir gut. Ein lieber Gruss in den Grossbüsihimmel.

Von den drei Jungen wird eines im Zoo bleiben, und die Linie so weitergeben.

Rate mal, wer ihm den passenden Namen Alexander (Sohn Kleopatras) hat geben dürfen, und damit Götti des Kleinen wird?

Richtig!

Ich bin gerührt.

Kategorien: Persönliches

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