Wie es so ist im Leben, man lernt mit älter werdendem Organismus, wird intelligenter, weiss sich bei erlebten Ereignissen gut zu helfen.

Überhaupt hilft unsere Erfahrung, nicht immer ins selbe Fettnäpfli zu taapen. So schlagen wir uns-mal weniger elegant, mal etwas überzeugter-durch unser Leben. Immer versucht für uns oder für unser engstes Umfeld ein einigermassen agreables Leben zu gestalten.

Mit der Anzahl vergleichbarer Erlebnissen werden wir immer selbstsicherer, bis kurz vor dem Erreichen des Nirwana’s man blind eine Sache intus hat. Zum Beispiel Zugfahren. Oder Autowaschen.

A propos Auto: Hin und zu trägt uns unser zuverlässiger Hubi auch über Grenzen- zwecks Erkunden neuer Sachen, sei es ferienhalber oder schoppingmässig. Herrlich auch kombiniert.

Auch hier ist eine immer wieder kehrende immer wieder kehrende immer wieder kehrende Situation vor der mir grauselt:

Der Schweizer Zoll!

Egal, ob mit oder ohne Ware, ob im oder ausserhalb Erlaubten- jedesmal wenn ich Richtung Heimat getuckert komme und den Posten sehe, schlägt der Puls schneller, verengen sich Luftröhre und Augenlider, schwitzen meine Hände und ich fühl mich unwohl. Und ich fluche. Meist leise…

Wieso ich diese Angstzustände habe- keine Ahnung- Aber die Verachtung für diese arrogantest wirkende, durch unsere Staatskasse bezahlten Pseudorambos erschleicht mich jedes mal, wenn ich in Reichweite des Schweizer Zolles bin.

Dass ich deswegen nie einen solchen Posten passieren würde-iwo, dafür ists rundum viel zu intressant.

Aber gerne, sehr gerne würde ich mich willkommen fühlen, wenn ich Helvetiens Grenze überschreite. Nicht jeder ist ein Schuft, Übeltäter oder Bschiisser. Die kommen eh nicht über offizielle Grenzposten hinein. Und nicht nur: Schliesslich habe ich doch verbriefte eidgenössische Vorfahren bis minimum 1414 n.Chr. Also kann ich doch einen freundlichen Empfang erwarten.

Statt dessen anblaffzgen lassen- es reicht fast kaum für ein schüches Grüezi- es ist jeder von Vornherein ein Gauner, Betrüger, Demstaategeldpreller.

Gerne würd ich dann das Personal mit «Goots no!!!» retourblaffzgen. Wie du mir, so das Echo.

Aber dann wie unartige Schulgoofen zurechtgewiesen werden, und aufs Übelste gefilzt werden- darauf habe ich echt keine Luscht.

Ich könnte mir das ämel nicht leisten, an meinem Arbeitsplatz so aufzutreten.

Wieso die das tun, das wissen die ebensowenig wie ich halt Schweisszustände am Schweizer Zoll kriege.

Aber egal: Ist das kleinere Übel- denn ich bin glücklicher! Darauf kannst wetten, du Grenzwerter. Ha.

Kategorien: Persönliches

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